Funktionsbereiche

Zentral-OP

Zum Jahreswechsel 2013 wurde der neue Zentral-OP im ersten Obergeschoss des Rotes Kreuz Krankenhauses eingeweiht. High-Tech und Prozessoptimierung im Herzzstück der Klinik kosteten über neun Millionen Euro.

Der gesamte OP-Bereich wurde völlig neu strukturiert, konzipiert und gebaut. Entstanden sind vier große, helle Operationssäle - mit neuester Technik ausgestattet, ein großzügiger Mitarbeiterbereich, neue Sterilgutversorgung und IMC-Überwachung und dadurch optimierte Arbeitsprozesse und kürzere Wege für Mitarbeiter und Patienten.

Es gibt es einen zentralen Bereich mit drei Einleitungsräumen sowie direkt vor den OPs einen zentralen Aufwach- und Holdingbereich. Die Patienten warten im Holdingbereich bequem in ihrem eigenen Bett und nicht etwa auf einer OP-Liege auf Narkose und OP. Nach der OP wird der Patient im Aufwachbereich überwacht, bevor es wieder zurück auf die Station geht. Vom Aufwachraum aus sind die Intensivstation und die neue interdisziplinäre Überwachungsstation (IMC) nun lediglich einen Katzensprung entfernt.

Das gewährleistet nötigenfalls schnelle, intensive Überwachung nach der Operation.

Die Gesamtfläche der OPs und der zugehörigen Nebenräume beträgt etwa 1200 Quadratmeter.

Lange Kanalführungen unter der Decke der OP-Säle wurden vermieden - möglich ist dies durch die neue Lüftungstechnik mit Laminarflow. Das gewährleistet höchste Hygienequalität auf dem modernen Stand der Technik - und spart dabei Strom- und Heizkosten. Ein OP-Saal ist mit Schwerlastsäule ausgestattet. Das heißt, hier können auch sehr schwergewichtige Patienten behandelt werden. Die Lampen in den OPs können mit Kameras ausgerüstet werden, so dass Aufnahmen zu Lehrzwecken gemacht und, wenn nötig, auch weit entfernte Experten zur Beratung zugeschaltet werden können.

Im Sommer 2017 wird OP Nr. 4 in einen Hybrid-OP verwandelt.

Hier stehen geballte Diagnose-, Operations- und Röntgentechnik in einem Raum zur Verfügung. So können vor allem die Ärzte der Klinik für Gefäßmedizin beispielsweise Gefäßverengungen - auch in Notfällen - diagnostizieren und sofort entweder per Katheter mit endovaskulärer Technik (Stent und Ballon) oder mit einem offen-chirurgischen Eingriff versorgen. Alle Behandlungsoptionen der modernen Gefäßmedizin sind an diesem Ort verfügbar und die neue Technik bietet auch anderen medizinischen Fachdisziplinen neue Möglichkeiten. Während der Eingriffe sehen die Ärzte permanent hochauflösende Röntgenbilder, selbst feinste Gefäße und Strukturen werden auf dem Monitor sichtbar. So sollen die Operationen für die Patienten präziser, schneller und - durch strahlungsarme Röntgentechnik - schonender gelingen.

Die Überwachung und den reibungslosen Ablauf der Operationen koordinieren Ärzte und pflegerische Fachkräfte gemeinsam. Im Zentral OP arbeiten täglich neben den Ärzten durchschnittlich 16 Fachkräfte, darunter Krankenschwestern und Pfleger der Anästhesie, Fachschwestern und Pfleger für Anästhesie und Intensivmedizin sowie operationstechnische Assistenten und Pflegekräfte als OP-Personal. Sie kümmern sich um die Logistik, die Beschaffung der benötigten Instrumente und Prothesen sowie die Lagerhaltung. In unserer zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA) nebenan warten, reinigen, desinfizieren, packen und sterilisieren unsere Fachkräfte die für die Operationen benötigten Instrumente.

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