Hygiene

Funktionsbereiche

Ihre Sicherheit hat für uns Priorität. Der Körper ist anfällig für Infektionen, wenn das Immunsystem geschwächt ist und hat dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Dieses minimieren wir durch unsere strengen Krankenhaushygieneregeln. Wir richten uns dabei nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Laufende Kontrollen, Fortbildungen und Verbesserungen sorgen dafür, dass Sie sich bei uns sicher fühlen dürfen.

Die Anforderungen an die Krankenhaushygiene wachsen stetig weiter. Das Rotes Kreuz Krankenhaus ist bereits darauf eingerichtet

Bakterien finden sich überall in unserer Umwelt, an und in unserem Körper. Das ist von der Natur so vorgesehen und sogar für unsere Gesundheit unabdingbar. Aus verschiedenen Gründen haben jedoch viele Krankheitserreger Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt. Dadurch werden diese Medikamente, die ein wichtiges Standbein in der Behandlung von bakteriellen Infekten sind, zunehmend unwirksam. Deswegen wird bereits jetzt mit wachem Auge auf diese Erreger geschaut, auch im Krankenhaus.

Das Hygieneteam am Rotes Kreuz Krankenhaus

2016 muss nach den Vorgaben der Bundesregierung jede größere Klinik einen hauptamtlichen Krankenhaushygieniker beschäftigen. Michael Bojarra, Facharzt für Innere Medizin in unserer Klinik, ist bereits seit 2013 angestellter Krankenhaushygieniker im RKK. Seine berufsbegleitende Fortbildung schloss er 2015 ab. Wir gehören damit zu den ersten, die den hohen Stellenwert der Hygiene auch in personelle Strukturen umsetzen. Das Hygieneteam aus Herrn Bojarra und zwei festen Hygienefachkräften sowie den und hygienebeauftragten Ärzten konzentriert sich auf die Analyse neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Infektionsprävention und setzt diese in die hygienischen Strukturen und Prozesse im RKK um. Der Krankenhaushygieniker berät die Geschäftsführung und ist für die Fortbildung der Mitarbeiter bis zur Begehung und Kontrolle aller Bereiche des Hauses in allen hygienerelevanten Belangen weisungsbefugt.

Leitlinien für den Umgang mit Medikamenten und Geräten, Standards in der täglichen Arbeit als Arzt oder Pflegefachkraft nützen nur, wenn wir sie immer wieder aktualisieren und weiter verbessern. Ein wichtiges Anliegen ist uns im RKK die Prävention und Kontrolle Antibiotika-resistenter Infektionserreger. Wir erfassen und bewerten zum Beispiel den Gebrauch von Antibiotika im RKK statistisch. Diese Zahlen helfen – vor allem im bundesweiten Vergleich – Zusammenhänge zwischen Medikamentengaben und dem Auftauchen von multiresistenten Infektionserregern herzustellen und Präventionsstrategien zu entwickeln.

Pilotprojekt gegen gefährliche MRSA-Keime am RKK

Die Krankenkasse AOK und das Rotes Kreuz Krankenhaus wollen Patienten mit künstlichen Gelenk- und Gefäßprothesen ambulant „keimfrei“ machen. Seit 2012 läuft ein Pilotprojekt in unserer Klinik. 
 
Antibiotika-resistente Krankenhauskeime verursachen seit Jahren bundesweit schwere Erkrankungen oder gar Todesfälle bei Krankenhauspatienten, die zum Beispiel über ein schwaches Immunsystem verfügen. Bei den sogenannten MRSA-Bakterien (Methicillin resistente Staphylococcus aureus) können die Patienten selbst, aber auch Bettnachbarn im Zimmer die Überträger sein. Unsere Klinik hat deshalb 2012 bereits mit der AOK Bremen/Bremer­haven und in Kooperation mit der B. Braun Melsungen AG ein Pilotprojekt zur Sanierung von Patienten gestartet, die Träger von MRSA-Keimen sind und die ein künstliches Gelenk oder eine Gefäßprothese eingesetzt bekommen sollen. Diese Keim-Sanierung erfolgt ambulant - bevor die Patienten zu der geplanten Operation in das Rotes Kreuz Krankenhaus kommen.

St. Pauli-Deich 24 • 28199 Bremen • Tel. 0421 / 55 99-0