Aktuell

Sat.1 dreht im RKK zum Thema Osteoporose

Zum Tag der gesunden Ernährung mit Schwerpunkt Osteoporose drehte der Fernsehsender Sat.1 am 7. März mit Prof. Jens Gert Kuipers und Patienten im Rotes Kreuz Krankenhaus.

Prof. Kuipers ist Chefarzt des Rheumazentrums, welches auch zertifiziertes klinisches osteologisches Schwerpunktzentrum ist. Er erklärte das Krankheitsbild Osteoporose, die Symptome, Behandlung und erläuterte wichtige Aspekte der Ernährung - sowohl zur Prävention als auch im Alltag Betroffener. Osteoporosepatienten schilderten ihren Umgang mit der Erkrankung.

Den Beitrag ansehen…

Herzschrittmacher-Rückruf der Firma Medtronic

Betroffene Patienten sind informiert

Das Unternehmen Medtronic hat weltweit 157.000 Herzschrittmacher zurückgerufen. Es handelt sich um ganz bestimmte Zweikammerherzschrittmacher-Modelle, die zwischen März 2017 und Januar 2019 implantiert wurden. Bisher gibt es laut Hersteller weltweit zwei Patienten, bei denen die Geräte insgesamt viermal nicht richtig funktioniert haben. Die Folge sei jeweils eine Ohnmacht gewesen, so Medtronic.

Zur Sicherheit müssen alle Patienten, denen ein solches Herzschrittmacher-Modell eingesetzt wurde, kontrolliert werden. Auch die kardiologische Partnerpraxis (Praxis Kardio Bremen) am Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) hat 45 dieser fehlerhaften Medtronic-Herzschrittmacher bei Patienten am RKK eingesetzt. Alle betroffenen Patienten wurden über ihre zuweisenden Arztpraxen des Praxisverbunds Kardio Bremen umgehend informiert und zur Kontrolluntersuchung gebeten. Die Nachuntersuchungen laufen derzeit.

Laut Herstellerfirma kann es in sehr seltenen Fällen und unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Stimulationspause durch einen Schaltkreis-Fehler im Gerät kommen. Nach Abschätzung des individuellen Risikos im Rahmen der Nachkontrolle kann der Arzt entscheiden, ob das Gerät zunächst auf eine nicht-anfällige Betriebsart umprogrammiert werden sollte – solange, bis ein Software-Update der Firma installiert wird. Ein operativer Eingriff ist dafür nicht erforderlich. Medtronic entwickelt nach eigenen Angaben derzeit ein Software-Update, welches voraussichtlich jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte 2019 bei den Behörden zur Genehmigung eingereicht werden könne.

„Jeder Rückruf eines mangelhaften Medizinproduktes ist einer zu viel. Dahinter verbirgt sich jedes Mal ein zumindest verunsicherter, nicht selten verängstigter Patient. Im Interesse der Patienten muss die Firma hier schnellstmöglich Abhilfe schaffen“, sagt Dr. Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen.

In ganz Norddeutschland ruft Medtronic nach NDR-Recherchen Hunderte Herzschrittmacher zurück, an zwei Kliniken in Hannover sind 660 Patienten betroffen, am Klinikum Oldenburg 24, in Bremen nach Angaben von Radio Bremen 345 Patienten.

Blick zurück nach vorn

Ausstellungserseröffnung im Café K am 31.03.

Am Sonntag, 31. März 2019 um 11:30 Uhr eröffnet das Rotes Kreuz Krankenhaus im Café K eine neue Fotoausstellung mit historischen und neuen Fotografien bekannter und markanter Bremer Bauwerke. Die gezeigten Aufnahmen nehmen die Besucherinnen und Besucher unter anderem mit auf eine fotografische Entdeckungsreise durch die Stadt: von der Bürgerweide und dem Bahnhof zur Domsheide und ins Schnoorviertel, in die Überseestadt bis in die Vahr.

Die von Fotograf Nikolai Wolff kuratierte Ausstellung rückt sowohl bauliche Details einzelner Bremer Gebäude in den Fokus als auch komplexe Stadtansichten mit zentralen Plätzen und Stadträumen. Dazu spiegeln ausgewählte historische Aufnahmen im Zusammenspiel mit neuen Aufnahmen die Bremer Stadtentwicklung der letzten Jahrzehnte und erzählen urbane und kulturelle Verwandlungsgeschichten.

Zur Eröffnung am 31. März 2019, 11:30 Uhr, spricht Prof. Dr. Eberhard Syring, Professor für Architekturtheorie und Baugeschichte an der School of Architecture der Hochschule Bremen sowie wissenschaftlicher Leiter des Bremer Zentrums für Baukultur (b.zb). Kurator und Fotograf Nikolai Wolff führt anschließend durch die Ausstellung.

Blick zurück nach vorn
Architekturfotografie in Bremen gestern und heute
von Bremer Architekturstudierenden und Fotografen.
Ab 31. März 2019 im Café K,
werktags von 7.00 bis 18.30 Uhr,
an Wochenenden und Feiertagen von 07.15 bis 09.30 Uhr und von 14.00 bis 18.30 Uhr

Dauerschmerz nach Verletzung – Das Rotes Kreuz Krankenhaus bei NDR „Visite“.

Morbus Sudeck / CRPS (Komplexes Regionales Schmerzsyndrom) war das Thema der NDR Sendung „Visite“ am 29. Januar 2019. Als Experte informierte der Chefarzt des Bremer Schmerzzentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, Dr. Joachim W. Ulma, über die früher auch “entgleiste Heilentzündung” genannte Erkrankung.

CRPS beginnt meist wenige Wochen nach einer Verletzung oder Operation mit einem starken, brennenden Schmerz, der bei Belastung oder Bewegung zunimmt. Viele Patienten empfinden den Schmerz schon bei leichten, eigentlich angenehmen Berührungen, oft verbunden mit Kribbeln, starker Schwellung und geröteter Haut. Die Krankheit verläuft in Stadien von Verfärbungen, Verhärtungen bis hin zu Versteifung und Knochenschwund. Die Ursache für CRPS ist bisher ungeklärt. Die Erkrankung wird häufig erst sehr spät erkannt, obwohl gerade in den ersten Wochen die Heilungschancen am besten sind. Experten behandeln die tückische Erkrankung mit hoch dosierten Schmerzmedikamenten (Opiaten), Physiotherapie, Lymphdrainagen, Ergotherapie und Verhaltenstherapie.

Wer die Sendung verpasst hat, kann sich den Beitrag online noch einmal anschauen. Alle Informationen zum Thema und den Filmbeitrag vom 29.1.2018 finden Sie hier:
ndr.de/(…)/morbus-sudeck-dauerschmerz-nach-verletzung,morbussudeck100.html

Weitere Informationen zu Morbus Sudeck / CRPS:

Chefarztwechsel am Rotes Kreuz Krankenhaus

Privatdozent Dr. Sven Eisold wird neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

„Wir freuen uns sehr, mit Herrn Privatdozent Dr. Eisold einen exzellenten Chirurgen und erfahrenen Nachfolger für die Leitung der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie gefunden zu haben“, erklärt Prof. Dr. Stefan Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. Privatdozent Dr. Jörn Gröne, der 2016 von der Charité kommend die Leitung der Klinik übernommen hatte, zwingen familiäre Gründe zurück nach Berlin.

Nach dem Studium begann Dr. Sven Eisold seine chirurgische Laufbahn am Universitätsklinikum Heidelberg und machte dort die Facharztausbildung für Chirurgie. Während dieser Zeit war der heute 53-jährige zwei Jahre am Deutschen Krebsforschungszentrum auf dem Gebiet der Tumorimmunologie und Onkologie wissenschaftlich tätig. Im Jahr 2004 wechselte er als Oberarzt an die Chirurgische Universitätsklinik Rostock. Dort erfolgte seine Spezialisierung in der Gefäßchirurgie und Viszeralchirurgie, insbesondere auf dem Gebiet der großen Tumorchirurgie von Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm. Im Jahr 2008 erlangte er die Habilitation und Lehrbefugnis an der Universität Rostock für das Fach Chirurgie. Ende 2010 wurde er Chefarzt an den Sana-Kliniken Lübeck. Hier baute er besonders die onkologische Chirurgie auf und entwickelte die minimimal invasive Chirurgie zum Kompetenzzentrum der Klinik. Im Sommer 2018 erfolgte eine kurze Chefarzttätigkeit am Klinikum Stadt Soest, ehe er den Ruf an das RKK Bremen annahm.

„Das Renommee des RKK Bremen, die partnerschaftlichen Kooperationen und nicht zuletzt die erfolgreichen Investitionen der Klinik in den letzten Jahren waren für mich entscheidende Argumente für das RKK“, so der gebürtige Dresdner. Besonders beeindruckt ist Dr. Sven Eisold von der hervorragenden technischen Ausstattung der Operationssäle und dem modernen Ambiente der Behandlungsbereiche, denn er möchte ganz besonders die minimal invasive Chirurgie in den Fokus seiner Tätigkeit stellen und weiter ausbauen. „Nach meiner Einschätzung werden die weiteren Entwicklungen der Visualisierung, der Robotik und der intraoperativen Navigation die Möglichkeiten in der Chirurgie und deren OP-Techniken verändern und verbessern“, erklärt der neue Chefarzt. Dr. Sven Eisold möchte gemeinsam mit seinem Team den erfolgreich begonnenen Weg der Spezialisierung am RKK fortsetzen, neue Akzente beispielsweise in der Tumorchirurgie und Adipositaschirurgie setzen und vertrauensvoller Ansprechpartner für Patienten und niedergelassene Ärzte sein.

Dr. Sven Eisold ist verheiratet und hat drei Kinder. Er fährt gern Fahrrad, geht ins Sportstudio und freut sich schon auf Joggingrunden im Bürgerpark. Darüber hinaus ist er seit über 30 Jahren bekennender Werderfan und möchte so viele Heimspiele wie möglich im Weserstadion besuchen. Er freut sich auf die neue Herausforderung am RKK und darauf, als „alter Wahlbremer“ in seine Lieblingsstadt zurückzukehren.

Gefäßzentrum Bremen im Rotes Kreuz Krankenhaus zum fünften Mal zertifiziert

Das Gefäßzentrum Bremen im RKK - größtes Kompetenzzentrum in Bremen und eines der führenden in Norddeutschland - hat sich zum fünften Mal prüfen lassen. Die ärztlichen Fachgesellschaften „Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG)“ und „Deutsche Röntgengesellschaft (DRG)“ haben die Klinik Anfang Dezember 2018 besucht, geprüft und entschieden, dass das Gefäßzentrum auch weiterhin alle Anforderungen für ein Hochleistungszentrum im Fachgebiet Gefäßmedizin erfüllt.

Die wichtigsten Anforderungen an ein zertifiziertes Gefäßzentrum sind:

  • Gewährleistung einer 24-Stunden-Versorgung durch voll weitergebildete Fachärzte
  • Vorhaltung einer Gefäßsprechstunde als Anlaufstelle
  • Expertise durch hohe Fallzahlen
  • funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Teilnahme an qualitätssichernden Maßnahmen
  • strukturierte Ausbildung für junge Ärzte bzw. anerkannte Weiterbildungsbefugnis durch die zuständige Ärztekammer

Gefäßzentrum Bremen

Die optimale Behandlung von Gefäßerkrankungen verlangt das Spezialwissen mehrerer medizinischer Fachrichtungen. Moderne Gefäßmedizin besteht aus drei Schwerpunkten:
Die tragende Säule ist die Gefäßchirurgie. Gefäßchirurgen beherrschen die Indikationsstellung für eine konservative oder invasive Behandlung. Nur Gefäßchirurgen sind ausgebildet, um offene Operationen (vaskuläre Chirurgie) wie z. B. einen Bypass durchzuführen oder Ballonauf- dehnungen oder Stentimplantationen vorzunehmen (endovaskuläre Chirurgie).
Die Radiologie liefert mit moderner 3-dimensionaler Technik im Computertomogramm (CT-Angio) oder Kernspintomogramm (MRT-Angio) reale Bilder der menschlichen Anatomie, die wir in unserem täglichen interdisziplinären Gefäßkolloquium auswerten.
Die Angiologie ist ein Spezialgebiet der internistisch ausgerichteten konservativen Behandlung von Gefäßerkrankungen.

Im ersten Bremer Gefäßzentrum, gegründet 2003, sind alle drei Säulen optimal vereint. Es wird das komplette Spektrum an konservativen, minimal-invasiven und operativen Leistungen angeboten. Behandlungsschwerpunkte sind Eingriffe am Arteriensystem, am Venensystem, Dialyseshunts und Problemwunden.

Seit August 2018 verfügt das Rotes Kreuz Krankenhaus über einen Hightech Hybrid-Operationssaal. Dieser Hybrid-OP vereint einen komplett ausgestatteten Operationssaal mit höchsten Hygienestandards inklusive einem Hochleistungs- Angiographielabor.

Weihnachtsfeier für Patienten, Angehörige und die Neustädter Nachbarschaft am 21.12. im RKK

Am Freitag, 21. Dezember 2018, findet im Tagungszentrum des Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24 um 16.00 Uhr die jährliche Weihnachtsfeier statt. Eingeladen sind neben Patienten und Angehörigen auch Nachbarn aus der Neustadt und alle, die sich dem Haus verbunden fühlen.

Die Gäste erwarten weihnachtliche Klänge aus Lateinamerika mit der Gruppe Siembra. Dazu gibt es weihnachtliche Texte, Kaffee und Knabbereien. Natürlich darf auch die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas nicht fehlen.

Auf die Besucher freuen sich die RKK-Seelsorgerinnen Regina Herkenhoff, katholische Pastoralreferentin und Birgit Wille, evangelische Pastorin sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik.

FOCUS DIABETES: RKK-Dialysezentrum 2019 eines der besten Dialysezentren für Diabetiker in Deutschland

Für die Redaktion des Magazins FOCUS DIABETES zählt das Dialysezentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen zu Deutschlands besten Dialysezentren für Diabetiker 2019.

In die Bewertung gingen nach Angaben des Magazins unter anderem Empfehlungen von Fachärzten aus den Bereichen Nephrologie, Endokrinologie und Diabetologie und von Dialyse- Selbsthilfegruppen ein sowie Untersuchungen des Dialyseangebots, der Versorgung von Infektionspatienten und des diabetesspezifischen Serviceangebots, z.B. Ernährungsschulungen.

Das Magazin aus dem Burda-Verlag veröffentlicht seit 1993 Listen auf Basis unabhängiger Datenerhebungen.

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen bietet Patienten die Teilnahme an einer Studie zu Narbenbrüchen an

AWARE-Studie der Berliner Charité untersucht, in welchen Fällen Narbenbrüche operiert werden sollten.

Bei Narbenbrüchen (sog. Narbenhernien) besteht, ähnlich wie bei einem Leistenbruch, die Gefahr des Einklemmens von Gewebe oder Teilen des Darms. Erste Untersuchungen der Charité-Universitätsmedizin Berlin ergaben bei Leistenbrüchen, dass die Häufigkeit dieser Komplikation geringer als bisher angenommen ist. Aus diesem Grund werden auch Leistenbrüche, die keine Beschwerden verursachen, heute nicht mehr unbedingt sofort operiert, sondern können zunächst ärztlich beobachtet werden. Hierdurch wird dem Patienten ein mit Risiken verbundener operativer Eingriff erspart. “Daher stellt sich nun die wichtige Frage, ob auch Patienten mit Narbenbruch mit gar keiner oder nur geringer Symptomatik zwingend operiert werden müssen oder ob eine ärztliche Beobachtung, im Fachjargon watchful waiting genannt, ausreicht, erklärt Privatdozent Dr. Jörn Gröne, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am RKK und Leiter des Bremer Studienzentrums am RKK.

Dieser Frage geht eine Studie der Charité und 37 weiterer Studienzentren bundesweit nach. Eines dieser Studienzentren ist seit Februar 2018, als einzige Bremer Klinik, das Rotes Kreuz Krankenhaus. Für die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte klinische prospektiv-randomisierte Multicenter-Studie bietet das RKK betroffenen Patienten weiterhin die Möglichkeit der Teilnahme an.

Informationen zur Studie

Teilnehmer der Studie werden nach umfangreicher Aufklärung und Eingangsuntersuchung per Zufallsprinzip in die Operations- oder Beobachtungsgruppe gelost. Diese sogenannte Randomisierung muss zur Sicherung der wissenschaftlichen Standards durchgeführt werden. „Unter bestimmten Voraussetzungen ist es auch möglich, die Studiengruppe, in die man randomisiert wurde, zu wechseln. In jedem Fall können die Teilnehmer sicher sein, dass die Nachbetreuung weit über eine Standardbehandlung hinausgeht und sie langfristig unter bester Beobachtung stehen – ob operiert oder nicht. Auch nach Abschluss der Studie dürfen sich die Teilnehmer jederzeit an uns wenden, sobald sie Schmerzen haben oder beispielsweise doch noch operiert werden möchten“, sagt Bauchchirurg Gröne. Die Studienteilnehmer kommen über einen Zeitraum von zwei Jahren sechsmal ins Rotes Kreuz Krankenhaus zur Befragung und Nachuntersuchung.

An der Studie kann teilnehmen, wer volljährig ist und einen Narbenbruch nach einer Bauchoperation entwickelt hat, der bei alltäglicher Belastung keine oder nur geringe Beschwerden verursacht. „Diese Multicenter-Studie wird das Wissen über die leider noch sehr häufige Narbenhernie maßgeblich vergrößern”, ist der Chefarzt überzeugt.

Bundesweit erster Krankenpfleger mit Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege sowie für Notfallpflege

Christian Pianka ist bundesweit der erste Krankenpfleger mit sowohl der Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege als auch der 2016 in Bremen neu eingeführten Fachweiterbildung für Notfallpflege

Die Notaufnahmen in Deutschland stehen im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Nicht nur, was ihren Stellenwert für die Behandlung komplex erkrankter Patienten betrifft sondern auch bei der Debatte um die Rolle der Klinik-Notaufnahmen in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Unbestreitbar wächst die Zahl der behandelten Patienten von Jahr zu Jahr, Pflegekräfte müssen Enormes leisten, um den vielfältigen Anforderungen und Tätigkeiten in einer Notaufnahme gerecht werden zu können. Weil die bisher angebotenen Fort-und Weiterbildungswege für die Pflegenden dort nicht mehr ausreichen, hat Bremen als erstes Bundesland 2016 die hochqualifizierte, staatlich - und von den an der Notfallversorgung beteiligten Fachgruppen und Verbänden anerkannte - „Fachweiterbildung Notfallpflege“ ins Leben gerufen. Die ersten staatlich anerkannten Notfallpfleger haben Anfang November ihre Weiterbildung in Bremen beendet. Ab 2020 soll es eine verbindliche Quote so qualifizierter Pflegefachkräfte in Bremer Notaufnahmen geben, bis dahin gilt eine Übergangslösung.

Christian Pianka, 38 Jahre alt, arbeitet seit 2002 im Rotes Kreuz Krankenhaus, 2012 wechselte er von der Intensivstation in die Zentrale Notaufnahme. „Christian Pianka ist nicht nur ein erfahrener Pfleger im Bereich der Intensivstation und der Zentralen Notaufnahme. Er sorgt mit diesen beiden intensiven Fachweiterbildungen auch im Team für Ausbildung, Anleitung und pflegerische Arbeit auf höchstem Niveau“, betont Dr. Martin Langenbeck, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am RKK.“ „Die Verknüpfung von hervorragender Notfallmedizin und leistungsfähiger Intensivmedizin zeichnet unser Krankenhaus aus - zum Wohle auch schwerst erkrankter Patienten. Die doppelte Qualifikation unseres Pflegers Christian Pianka steht sinnbildlich hierfür“, ergänzt der Chefarzt.

Die Fachweiterbildung für Notfallpflege kann nach dem bremischen Weiterbildungsgesetz in modularer Form in der Fachweiterbildungsstätte am Klinikum Links der Weser in zwei bis vier Jahren, inkl. berufspraktischer Weiterbildungszeit in geeigneten Einsatzfeldern, absolviert werden.

Größte Rheuma-Ärztefortbildung Nordwestdeutschlands am Samstag, 10. November im Rotes Kreuz Krankenhaus

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) organisiert jährlich das „Bremer Rheumasymposium“ - die größte Rheuma-Ärztefortbildung in Nordwestdeutschland. In diesem Jahr werden zum 37. Mal circa 150 Ärzte und Wissenschaftler ins Tagungszentrum der Klinik kommen, um sich über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen auszutauschen. Die Volkskrankheit Rheuma ist mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen – gerade in Zeiten des deutschlandweiten Mangels an Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus gerne.

Die Themen in diesem Jahr sind:

  • Spondyloarthritiden / Entzündungen an der Wirbelsäule und den Gelenken
  • Rheumatischen Manifestationen an den Nieren
  • Gicht / inklusive der neuen Leitlinien
  • Osteoporose als die häufigste Knochenerkrankung
  • Rheumaorthopädie: wichtigste Funktionsstörungen, Fehlstellungen und Erkrankungen des menschlichen Fußes / konservative und operative Therapiemaßnahmen

Hintergrundinfo Rheuma

Rheuma ist der Oberbegriff für mehr als 100 verschiedene Erkrankungen, die zum Teil durch Entzündungen hervorgerufen werden – von Beschwerden und Krankheiten des Bewegungsapparates über entzündlich-rheumatische Erkrankungen der inneren Organe bis zu Bindegewebs- und Knochenerkrankungen, wie Osteoporose oder Gelenkverschleiß (Arthrose). Fast jeder vierte Deutsche ist von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Die Situation von Rheumapatienten hat sich in den vergangenen 20 Jahren aufgrund des medizinischen Fortschritts deutlich verbessert. „Gelenkschmerzen und Behinderungen können heutzutage bei einem Großteil der Betroffenen verhindert werden. Viele Patienten profitieren heute von neuen biotechnologisch hergestellten Antikörpern, die deutlich besser wirken, weil sie gezielt in den Entzündungsprozess eingreifen“, weiß Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Chefarzt des Bremer Rheumazentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Polizeirevier Neustadt besucht Zentrale Notaufnahme im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Zur Intensivierung von Austausch und guter Zusammenarbeit besuchten am Dienstag, 16. Oktober, der Sachgebietsleiter des Polizeireviers Neustadt, Volkmar Sattler, sowie Kollegen aus Einsatzdienst und Kontaktpolizei die Zentrale Notaufnahme des RKK.

Bei einer Führung zeigten Bettina Klatt, Pflegerische Leitung der Notaufnahme, und ZNA-Chefarzt Dr. Martin Langenbeck die Räumlichkeiten der Notaufnahme und erklärten Wege und Abläufe vor Ort. Die Polizisten informierten sich über Umfang, Probleme und Umgang der Mitarbeiter mit aggressiven Patienten bzw. Angehörigen sowie über bereits erfolgte organisatorische und bauliche Schutzmaßnahmen.

Die ZNA bedankte sich bei der Neustädter Polizei für ihre stets schnelle und kompetente Hilfe im Fall der Fälle.

Neue Angiografie-Anlage in Betrieb

Die Klinik für Gefäßmedizin – Gefäßzentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen hat eine neue Angiografie-Anlage in Betrieb genommen. Die Angiografie ermöglicht eine Darstellung der Gefäße unter Verwendung von Röntgenstrahlen und Kontrastmittel.

In der Angio-Suite werden alle kathetergestützten Behandlungsverfahren wie zum Beispiel eine Ballonaufweitung / Stentimplantation in örtlicher Betäubung über eine Gefäßpunktion durchgeführt. Die neue Anlage arbeitet deutlich strahlungsärmer und bietet dabei eine exzellente Bildqualität. Da hier auch komplexe und damit länger dauernde Gefäßinterventionen wie Rotationsthrombektomien, Atherektomien sowie Embolisationen durchgeführt werden, ist die Strahlenbelastung der Patienten gegenüber der alten Anlage erheblich reduziert.

Bei der Rotationsthrombektomie wird ein vorhandenes Blutgerinnsel durch eine Turbine an der Katheterspitze zerkleinert und abgesaugt. Die Atherektomie-Katheter sind mit einem schneidenden Mini-Werkzeug versehen und ermöglichen das Abtragen von Gefäßverkalkungen in geeigneten Fällen. Embolisation bedeutet den gezielten Verschluss einzelner kleiner Blutgefäße bei einer Blutung oder von Tumorgefäßen mit kleinen Metallspiralen oder Flüssigembolisaten.

Bereits im letzten Jahr investierte das Rotes Kreuz Krankenhaus in einen neuen Hybrid-OP mit einer neuartigen, robotergestützten Angiografie-Anlage - als eine der ersten Kliniken weltweit. Damit stehen nun für Gefäßoperationen aller Art, von der Ballonaufdehnung von Gefäßen bis hin zur Versorgung von komplexen Aufweitungen (Aneurysma) der Bauch- und/oder Brustschlagader zwei neue Angiografie-Anlagen auf höchtem technischen Standard zur Verfügung.

Versorgung Schwerverletzter spitze

Traumazentrum des RKK erneut rezertifiziert

Hervorragende Strukturen, bewiesene Qualität und ein effektives, kollegiales Zusammenspiel der Ärzte und Pflegefachkräfte bei der Versorgung Schwerverletzter: Das bescheinigte ein von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie beauftragter Auditor dem Team des RKK. Er kam am 22. August in die Klinik, um das Traumazentrum auf Herz und Nieren zu überprüfen.

Der Auditor kontrollierte die Wege und Stationen, die ein schwerverletzter Patient durchläuft - von der Zentralen Notaufnahme über die Radiologie, den OP bis zur Intensivstation. Mit dabei: Chirurgen, Anästhesisten, Intensivmediziner, Radiologen und Pflegefachkräfte. Außerdem nahm der Fachprüfer die standardisierten Verfahren und Anweisungen, Protokolle und Fortbildungsnachweise unter die Lupe und schaute sich notwendige Geräte und Instrumente, beispielsweise im Schockraum der Zentralen Notaufnahme, genau an.

Es ist die dritte Zertifizierung des Traumazentrums seit 2012.

Übung macht den Meister: Schockraumtraining im RKK

Das Szenario: Eine Frau wird bei einem Autounfall aus dem Wagen geschleudert. Der Notarzt bringt sie mit diversen Gesichts- und Rippenbrüchen, einem Bauchtrauma mit Leberriss und einem offenen Bruch des rechten Unterschenkels in die RKK-Notaufnahme. Alle Wunden sehen täuschend echt aus, die “Patientin” legt sich mächtig ins Zeug - sie macht das nicht zum ersten Mal. Diese aufregende Szenerie war Teil einer großen Simulationsübung im Rotes Kreuz Krankenhaus Anfang Juni 2018.

Beim “Schockraumtraining” in der Notaufnahme probten 35 Anästhesisten, Chirurgen und Pflegepersonal der Funktionsbereiche unter der Leitung von Dr. Dirk Hadler, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und Chirurg Dr. Bernward Steinhorst den Ernstfall. Die Fortbildung diente auch zur Vorbereitung der Rezertifizierung des Traumazentrums der Klinik. Teil eins des dreistündigen Workshops waren drei Schockraumszenarien mit geschminkten Unfallpatienten.
In drei Gruppen beschäftigten sich die Teilnehmer mit den jeweils “realen” Unfallopfern. Danach ging es ins Tagungszentrum zum zweiten Teil des Workshops mit dem Thema „Atemweg und Atmung“. Die Anästhesisten Florian Altschäffl und Jakob Pilster übten mit den Gruppen nicht nur Intubation und Luftröhrenschnitt - diesmal natürlich an Puppen - sondern auch das Punktieren des Spaltes zwischen Rippen und Lunge, um die Lunge zu entlasten. Herhalten mussten hierfür Schweinerippen. Im dritten Teil ging es um „Kreislauf und Schock“. Chirurg Krzysztof Nowakowski spielte mit den Teilnehmern Diagnose und Therapie bei zwei imaginären Patienten exemplarisch durch: Was kann Kreislaufprobleme und Schock auslösen, welche Reaktionen zeigt der Körper, wie kann man diese sichtbar machen, wie kann behandelt werden?

Spannend, lehrreich, konkret, lustig, praktisch, aufregend, hilfreich: Die Aussagen der Teilnehmer nach dem Workshop sprachen für sich. Die Fortbildung wird in Zukunft einmal jährlich im Rotes Kreuz Krankenhaus stattfinden.

Rheuma-Chefärzte Top-Ärzte 2018 in FOCUS und Guter Rat

Seit 1993 veröffentlicht das Nachrichtenmagazin FOCUS regelmäßig Listen deutscher Spitzenärzte. Für die Fachgebiete Internistische Rheumatologie und Operative Rheumatologie sind 2018 die beiden Chefärzte des Bremer Rheumazentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus auf dieser exklusiven Liste vertreten: Prof. Dr. Jens Gert Kuipers und Dr. Ingo Arnold.

Hauptkriterien für die Bewertung sind nach Angaben des Focus-Magazins Qualität, Häufigkeit von Operation, niedrige Komplikationsrate und hygienische Standards. Zudem gingen Bewertungen durch andere Ärzte gleichen Fachgebietes und Bewertungen von Patienten in die Beurteilung mit ein.

Auch Deutschlands größtes Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin Guter Rat hat für 2018 eine Liste mit 330 TOP-Ärzten erstellt. Das unabhängige Verbrauchermagazin fragte Ärzte, bei welchen Kollegen sie sich oder ihre Angehörigen behandeln lassen würden. Prof. Jens Gert Kuipers hat diese Auszeichnung ebenfalls bekommen.

Die neuen EVAs am RKK

Nach einem Jahr Weiterbildung mit Praktika in Münster, Lingen, Regensburg und Prüfung in Hamburg sind wir stolz auf Bremens erste „EVAs“:
Silke Riedel und Anna Sznepka haben die deutschlandweit ganz neue Ausbildung zur endovaskulären Assistentin mit Bravour bestanden.

Sie unterstützen mit ihren erweiterten Kompetenzen das Team der Gefäßchirurgen im OP und assistieren bei der Wiedereröffnung verengter Gefäße (PTA) und Stentimplantationen.

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gewinnt Deutschen Wundpreis 2018

Etwa 2,7 Millionen Patienten leiden deutschlandweit an chronischen Wunden. Bis ihre Wunden heilen, vergehen oft Monate oder sogar Jahre. Das größte Forum zum Thema Chronische Wunden ist der Deutsche Wundkongress in Bremen. Er findet seit 2007 jährlich statt und richtet sich bundesweit und über die Grenzen hinaus an Mediziner, Pflegende und weitere Akteure. Knapp 4.300 Besucher kamen Mitte Mai in die Bremer Messehallen, um über Neuigkeiten und Fortschritte in der Prävention und Versorgung chronischer Wunden zu lernen und zu diskutieren.

Im Rahmen des Kongresses bewarben sich 40 Institutionen und Teilnehmer mit Projekten, Studien oder wissenschaftlichen Arbeiten für den Deutschen Wundpreis. Mit ihrem Projekt „Visuelle Dekubitusinzidenz“ überzeugten die ausgebildete Fachtherapeutin Chronische Wunden, Anne-Marie Schlamm und ihr Kollege Lars Gröne, Pflege-Abteilungsleiter im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, die Jury – und gewannen den mit EUR 500,- dotierten ersten Preis.

Ein einfach geniales Projekt

Ein Dekubitus, auch Druckgeschwür oder „Wundliegen“ genannt, ist eine chronische Wunde der Haut und des darunter liegenden Gewebes. Die Hauptursache der Entstehung ist eine längere Druckbelastung, beispielsweise durch langes Liegen, welche die Durchblutung der Haut stört. „Vor allem bettlägerige, kranke, ältere Menschen sind gefährdet. Nicht nur in Pflege- und Altenheimen oder der ambulanten Pflege zu Hause muss deshalb die Aufmerksamkeit für das Problem besonders hoch sein, sondern auch in den Krankenhäusern“, betont Lars Gröne und ergänzt: „Fachleute schätzen, dass in Deutschland jährlich mehr als 400.000 Menschen ein behandlungsbedürftiges Druckgeschwür entwickeln“.

„Wir haben uns überlegt, wie wir es schaffen können, die Aufmerksamkeit der Ärzte und Pflegefachkräfte bei der täglichen Routine im Krankenhausalltag für das Risiko des Wundliegens präsent zu halten und kamen auf die Idee mit den Punkten“, erzählt Anne-Marie Schlamm. „Jeder Patient hat, um Verwechslungen auszuschließen, bei uns in der Klinik ein Patientenarmband, auf dem sein Name und Geburtsdatum stehen. Wir haben - zunächst als Pilotprojekt auf einer Station – zusätzlich einfache kleine Klebepunkte eingeführt: grün für kein Risiko, gelb für Risiko besteht, rot für Druckgeschwür vorhanden, erklärt die RKK-Wundmanagerin das „einfache aber geniale Projekt“, so die Jury bei der Preisverleihung.

Dreimal täglich wird im Rahmen der pflegerischen Durchgänge pro Schicht der Punktestatus überprüft; flankierend zum Projekt entstanden Verfahrensanweisungen, Infos und Schaubilder.

Neue Neustadt. Menschen, Räume, Architektur

Ausstellungseröffnung im Café K am 10. Juni: Sichtweisen auf die Neustadt und den Stadtwerder von Bremer Architekturstudierenden und Fotografen

Am Sonntag, 10. Juni 2018 um 11:30 Uhr präsentiert das Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) im Café K seine zweite reine Fotoausstellung mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das eigene Quartier. Diesmal treten die neueren Seiten des Stadtgebietes samt ihrer verschiedenen Aspekte in Erscheinung: Klassische Architekturaufnahmen mit großer Schärfe und dokumentarischem Charakter erkunden analytisch und rational das Quartier. Sie zeigen sowohl größere städtische Zusammenhänge, wie Gebäudegruppen und Straßenzüge, als auch Detailaufnahmen und einzelne „Haus-Porträts“. Andere Aufnahmen spiegeln ein individuelles und subjektives Empfinden in der Stadt: besondere Farben oder Formen, Menschen oder Wetterphänomene bis hin zu Pflanzen oder Stimmungen, die auffallen und gefallen. Eine Stadtszene inszeniert die Ausstellung als filmisch minimalistische Sequenz und breitet im Gegenzug einen Straßenzug aufgefächert wie ein Bühnenbild vor den Betrachtern aus. Ein weiterer Teil der Ausstellung ermöglicht spannende Einsichten zur Veränderung des öffentlichen Raums durch historische Aufnahmen und zeitgenössische Aufnahmen desselben Ortes.

Die gezeigte Bildauswahl thematisiert und bespielt die Frage, wie sich städtische Wirklichkeit mit fotografischen Mitteln visuell darstellen, ausschneiden, erkennen und verwandeln lässt. Gleichzeitig ist die Ausstellung eine Einladung und Aufforderung, das Quartier mit allen Sinnen und offener Haltung neu zu erleben. Die Werke stammen erneut von Architekturstudierenden der Hochschule Bremen sowie von professionellen Fotografen. Entstanden sind die visuellen Momentaufnahmen in unterschiedlichen Projekten: einem von Prof. Dr. Eberhard Syring und Nikolai Wolff konzipierten und geleiteten Kurs zu Architekturfotografie an der Hochschule Bremen, dem Foto-Projekt zur Ausstellung „Stadt, Raum, Detail“ der Fotoetage Bremen (Fotografien von Kay Michalak und Nikolai Wolff) sowie im Rahmen des demnächst erscheinenden Buchprojektes „Architekturführer Bremen“.

Zur Ausstellungseröffnung am 10. Juni begrüßt der Kurator und Fotograf Nikolai Wolff und gibt eine Einführung in die gezeigten Fotografien.

Neue Neustadt. Menschen, Räume, Architektur
Sichtweisen auf die Neustadt und den Stadtwerder
von Bremer Architekturstudierenden und Fotografen.
10. Juni bis Oktober 2018 im Café K, werktags von 7.00 bis 18.30 Uhr,
an Wochenenden und Feiertagen von 07.15 bis 09.30 Uhr und von 14.00 bis 18.30 Uhr

Fotografien: Projektgruppe Architekturfotografie

„So nicht…“

Hintergründe und Motivation zum Offenen Brief der Interessenvertretungen der Freien Kliniken Bremen (FKB) an die Senatorin Prof. Eva Quante-Brandt

185 Mio. Euro für die GeNo… es ist grundsätzlich in Ordnung und rechtens, dass Gelder der Stadt Bremen als Gesellschafter in die GeNo fließen, aber nicht mehr bei diesen Beträgen, die bereits seit Jahren immer wieder in schlechte Wirtschaftlichkeit und/oder unorganisierte Baumaßnahmen wie den Teilersatzneubau (TEN) in Mitte investiert werden. Das finanzieren wir alle mit unseren Steuergeldern mit.

Wird in einem unserer Häuser ein schlechtes Wirtschaftsergebnis eingefahren, so muss beispielsweise Personal eingespart oder Teile der Gehälter wie Weihnachtsgeld, Tariferhöhungen o.ä. einbehalten werden, um das Krankenhaus wieder in eine stabile wirtschaftliche Lage zu bringen.

Unsere Kolleginnen und Kollegen bekommen durch Freunde und Bekannte bzw. Kollegen der GeNo oder auch über die Medien mit, dass in den GeNo-Häusern Betten oder teilweise Stationen gesperrt werden, wenn Personalmangel herrscht; oder dass Leihkräfte eingestellt werden. Da fragen sich die KollegInnen, weshalb das in unseren Häusern nicht auch so gehandhabt wird. Aber ein Krankenhaus kann es sich i.d.R. wirtschaftlich nicht leisten, Betten und/oder Abteilungen zu schließen, da sonst beispielsweise die Fallzahlen für die nächsten Budgetverhandlungen nicht erreicht werden.

In solchen Zeiten fangen unsere KollegInnen nicht selten die zusätzlichen Patienten und die damit verbundene Mehrarbeit auf, obwohl sie selbst z.B. durch Grippewelle in Anzahl und Leistungsfähigkeit dezimiert sind. Und auch wir haben mit Fachkräftemangel zu kämpfen.
Eine Klinik der Maximalversorgung wie Bremen Mitte darf unseres Erachtens keine Versorgungseinbrüche durch Bettensperren u.ä. hervorrufen.

Somit entsteht der Eindruck, dass die GeNo-Häuser sich Betten- und Stationsschließungen sowie teure Leiharbeitskräfte „erlauben“ können, da eine Schieflage der Wirtschaftlichkeit ja quasi immer vom Gesellschafter, sprich der Stadt Bremen ausgeglichen wird.
Der Nachtragshaushalt von 185 Mio. Euro wird daher von vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als „Bestrafung“ der Freien Kliniken für wirtschaftliches Arbeiten empfunden. Das Wettbewerbsrecht ist mit den Finanzspritzen durch die Stadt Bremen aus unserer Sicht erheblich gestört und es besteht unseres Erachtens eine Ungleichbehandlung.

Die Voraussetzungen und Herausforderungen im Rahmen des Gesundheitssystems sind für alle Kliniken dieselben. Die Erlöse aus den DRGs sind in ihrer Höhe nicht angepasst worden, obwohl die Kosten für die Krankenhäuser in allen Bereichen wie beispielsweise Tariflöhne, Sachkosten, Versicherungsbeiträge, Energiekosten usw. deutlich gestiegen sind. Das alles und weitere Problematiken unseres Gesundheitssystems zwingen die Krankenhäuser zu Sparsamkeit und wirtschaftlichem Handeln. Gleichzeitig müssen verhandelte und angebotene Leistungen – vor allem im Rahmen der Daseinsfürsorge – dennoch erbracht werden und das bei anhaltendem bzw. zunehmenden Fachkräftemangel.

Auch notwendige Investitionen in dringende bauliche oder sanierungstechnische Maßnahmen, medizinische Geräte, Hilfsmittel usw. betreffen im Grunde alle Kliniken gleichermaßen.

Die Investitionsmittel, die vom Land jährlich nach Bettenzahl auf die Kliniken der FKB und GeNo verteilt werden, sind über die o.g. Thematik hinaus sowieso viel zu niedrig.
Fehlplanungen bei Baumaßnahmen oder An-/Neubauten und damit verbundene Mehrkosten werden allerdings für die FKB-Häuser nicht ausgeglichen – im Gegensatz zu den Kommunalen Kliniken.

Es geht aber über die Finanzmittel hinaus vor allem auch um die Wahrnehmung und Außendarstellung der Leistungen der Freien Kliniken Bremen durch die Gesundheitsbehörde bzw. durch die Senatorin.

Die Gesundheitssenatorin ist unserer Auffassung nach für alle Einrichtungen des Gesundheitswesens gleichermaßen zuständig und hat diese im Rahmen der Gleichbehandlung zu unterstützen.
Unsere Wahrnehmung jedoch ist, dass aus den Äußerungen von Frau Prof. Quante-Brandt im Zusammenhang mit den Kommunalen Kliniken ausschließlich die Aufsichtsratsvorsitzende der GeNo und nicht die Gesundheitssenatorin Bremens spricht, wenn z.B. von Daseinsfürsorge die Rede ist und sie diesbezüglich nahezu ausschließlich die GeNo-Häuser in den Fokus setzt. Die Freien Kliniken haben ebenfalls die Daseinsfürsorge zu leisten und tun dieses auch. Wir fühlen uns nicht ausreichend wahrgenommen.
Es gilt im Amt neutral zu sein. Und es stellt sich für uns durchaus die Frage, wie die Senatorin z.B. bei der Landeskrankenhausplanung Objektivität wahren kann, wenn sie gleichzeitig als Aufsichtsratsvorsitzende die kommunalen Häuser vertritt?

Es hat in jedem Fall einen gewissen Beigeschmack – und das betrifft nicht nur Frau Quante-Brandt, sondern auch ihre Vorgänger/innen – wenn der Posten des/der Gesundheitssenator/in und der Aufsichtsratsvorsitz der Kommunalen Kliniken durch ein und dieselbe Person besetzt ist.
Das eine sind die Aufgaben als Gesundheitssenator/in und das andere die Aufgaben als Gesellschafter bzw. Aufsichtsratsvorsitz der Kommunalen Kliniken. Beides sollte getrennt voneinander behandelt werden, um möglichen Interessenskonflikten vorzubeugen.

Die Medienberichterstattung spricht u.a. im Zusammenhang mit dem Nachtragshaushalt von 185 Mio. Euro immer nur von den „Bremer Kliniken“. Die Bevölkerung unterscheidet nicht zwangsläufig zwischen den Kommunalen Kliniken und den Freien Kliniken Bremen, sondern versteht unter „Bremer Kliniken“ alle Krankenhäuser in Bremen. So kommt es seit der Bekanntgabe des Nachtragshaushalts zu Äußerungen von Patienten und Besuchern in den Freien Kliniken, „Sie bekommen ja nun eine Menge Geld von der Stadt Bremen“. Hier kann man im Rahmen der Gleichbehandlung und Neutralität im Amt durchaus erwarten, dass es eine „Richtigstellung“ seitens der senatorischen Behörde in den Medien gibt.

Für nicht wenige unserer über 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freien Kliniken sind das Verhalten und die Äußerungen bzw. das Nicht-Wahrnehmen durch die Senatorin eine Missachtung und nicht vorhandene Wertschätzung ihrer Leistung.
Hinzu kommt das Unverständnis und der Unmut angesichts der Misswirtschaft der GeNo, dem „Millionengrab Teilersatzneubau Bremen-Mitte“ und angesichts dieser enormen Summe, die –wofür offiziell auch immer - erneut in die GeNo-Häuser fließt. Wir Mitarbeiter/-innen sind auch Bürger/-innen und so- mit Steuerzahler/innen der Stadt und des Landes Bremen und sagen deshalb „So nicht…!“.

Die Interessenvertretungen der Freien Kliniken Bremen

Doris Schneider
Vorsitzende
der Mitarbeitervertretung
Krankenhaus St. Joseph-Stift

Wilfried Elfers
Vorsitzender
Betriebsrat
Rotes Kreuz Krankenhaus

Edelgard Kleinekemper
Vorsitzende
der Mitarbeitervertretung
DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus

Sabine Verluis
Vorsitzende
Betriebsrat
Roland-Klinik

News / Archiv

St. Pauli-Deich 24 • 28199 Bremen • Tel. 0421 / 55 99-0