Aktuell

Impfstart im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Am Donnerstag, 14. Januar 21, fiel der Startschuss für die Impfung des Krankenhauspersonals im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK). Um 10:00 Uhr wurde der erste Mitarbeiter gegen das Corona-Virus geimpft. Mit gutem Beispiel voran ging Krankenhaushygieniker Michael Bojarra. Als Arzt, Hygieniker, Corona-Krisenstabsmitglied und Impfzentrumsbeauftragter ist er seit Monaten an vorderster Front tätig. „Ehrensache“, sagt Michael Bojarra zur eigenen Impfbereitschaft, „je mehr Mitarbeiter geimpft sind, desto sicherer ist es für alle anderen – Kolleginnen und Kollegen ebenso wie Patientinnen und Patienten“.

Geimpft wurden zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der “Kategorie 1“. „Dies sind Mitarbeitende, die auf der Intensivstation arbeiten, in den Ambulanzen (Zentrale Notaufnahmen ZNA1 und ZNA2) auf den Covid- Stationen sowie Kolleginnen und Kollegen aus Dialyse, Anästhesie und der Endoskopie. „Es handelt sich um alle Mitarbeitenden, die in engem Kontakt zu Corona-Patienten stehen - also nicht nur pflegerisches und ärztliches Personal, sondern auch Physiotherapeuten, Reinigungspersonal, Hostessen, FSJler/Bufdis, Auszubildende, PJ-Studenten etc.“, erklärt der Internist Bojarra. Der Andrang impfbereiter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die ersten 70 „Moderna“-Impfdosen war groß. Die Gesundheitsbehörde hat für die Zukunft kürzere Lieferintervalle und eine steigende Anzahl zur Verfügung stehender Impfdosen angekündigt.

Die Station 3a wurde zum internen Impfzentrum für das Klinikpersonal umfunktioniert. „Wir haben Räume für die ärztliche Aufklärung, die Dokumentation der Impfungen, die Impfungen selbst, Wartebereiche und Nachsorgebereiche eingerichtet und Personal für diese Aufgaben vorbereitet“, erklärt Dr. Martin Langenbeck von der Ärztlichen Geschäftsführung am RKK. Parallel war neben dem RKK-Impfpersonal ein Team des behördlichen Impfzentrums vor Ort im Krankenhaus, welches die Impfungen extra für das Robert Koch-Institut dokumentierte.

„Wir gehen von einer weiterhin insgesamt hohen Impfbereitschaft unserer Mitarbeitenden aus“, sagt Chefarzt Langenbeck. „Wir haben im Dezember angefangen, unsere Mitarbeitenden zunächst in den Teamgesprächen rund um den neuen Impfstoff zu informieren. Aus diesen Gesprächen haben sich Fragen herauskristallisiert, die besonders häufig gestellt wurden. Diese “FAQ” wurden von Fachleuten beantwortet und intern veröffentlicht. Es ist uns wichtig, dass unsere Mitarbeitenden mögliche Ängste und Sorgen bezüglich des Impfens in einer vertrauensvollen Atmosphäre ansprechen und diskutieren können, denn so werden viele Sorgen häufig bereits im Vorfeld ausgeräumt“.

Warnung vor Fehlinformationen über Kontraindikation zur „Corona-Impfung“ bei Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus erreichen zur Zeit vermehrt Anfragen von verunsicherten Patienten, die gehört oder gelesen haben, dass die Impfung gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2 für Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen nicht zu empfehlen und möglicherweise gefährlich sei.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie weist daraufhin, dass diese Information nicht stimmt und hat eine Stellungnahme der Fachgesellschaft DGRH veröffentlicht. Weitere Informationen:

Ein Licht in der Adventszeit

Im Krankenhaus zu liegen und dann noch zu Corona-Zeiten – das ist sicher nichts, was unsere Patienten sich gewünscht haben. Und ausgerechnet zur Advents- und Weihnachtszeit ist das für Viele eine zusätzliche emotionale Herausforderung.

Da wir für unsere Patienten keine Weihnachtsfeier anbieten können, keine Flötenmusik auf den Stationsfluren und auch die allerwenigsten Besuch bekommen dürfen, haben sich unsere Seelsorgerinnen etwas Schönes überlegt. Jeder Patient, der ab dem ersten Advent bis nach Weihnachten stationär aufgenommen wird, bekommt ein kleines LED-Teelicht und eine Weihnachtskarte vom Haus, täglich verteilt durch unsere beiden Seelsorgerinnen und unsere „Bufdis“.

RKK-Rheuma-Chefarzt Prof. Jens Gert Kuipers zu Gast in der NDR TV-Gesundheitssendung „Visite“

Thema am Dienstag, 24. November ab 20.15 Uhr: Rheuma - Organbeteiligung wird häufig übersehen

Rheumatische Erkrankungen können nicht nur den Bewegungsapparat betreffen. Das eigene, fehlgeleitete Immunsystem kann auch Organe wie Haut, Muskeln, innere Organe oder Gehirn angreifen und dort zu Entzündungen führen. Doch Schäden an diesen Organen werden häufig zu spät diagnostiziert oder sogar übersehen. Bei Menschen, die an Rheuma erkrankt sind, sollte deshalb der ganze Körper im Blick stehen, damit bei Arterienverkalkungen früh gegengesteuert werden kann und es erst gar nicht zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen kommt.

Im Beitrag am 24. November ab 20.15 Uhr sind Prof. Kuipers und Bereichsoberärztin Dr. A. Cole aus dem Bremer Rheumazentrum am RKK mit Patientin Frau H zu sehen. Prof. Kuipers ist zudem Studiogast der Sendung.

Weitere Informationen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/index.html

Ausbildung von Fachkräften der Labormedizin gesichert

Rahmenkooperationsvereinbarung unterschrieben

Am Montag, 7. September 2020, wurde mit der Unterzeichnung einer Rahmenkooperationsvereinbarung im Rotes Kreuz Krankenhaus die Ausbildung von Fachkräften der Labormedizin (MTLA) in Bremen gesichert. Senatorin Claudia Bernhard: “Ich freue mich sehr, dass die Ausbildung fortgeführt werden kann. Gerade die Corona- Pandemie hat aufgezeigt, wie wichtig es ist, dass ausreichend qualifizierte Fachkräfte im Gesundheitswesen tätig sind. Die Labore und die dort tätigen Menschen haben in den vergangenen Monaten Höchstleistungen vollbracht und an der Eindämmung des Virus einen unschätzbaren Anteil gehabt. Ich danke allen Beteiligten sehr, dass sie es möglich gemacht haben, die Ausbildung zu sichern. Dies ist im Übrigen auch ein konkreter Beitrag für gute Arbeitsplätze für Frauen, die vorrangig den Beruf der medizinisch-technischen Laborassistentinnen oder -assistenten ergreifen.”

Zum Hintergrund: Im vergangenen Jahr hatte sich die Gesundheit Nord (GeNo) für eine Schließung der MTLA-Schule zum 30. September 2020 entschieden und den Versorgungsauftrag für die 20 Ausbildungsplätze (pro Jahr) an das Land Bremen zurückgegeben. In der neuen Rahmenvereinbarung ist nun festgeschrieben, dass die GeNo von den Kliniken und Laboren insbesondere durch noch stärkere Einbindung der MTLA der Labore in die praktische Ausbildung sowie auch bzgl. der räumlichen und technischen Ressourcen unterstützt wird. Der mit der Ausbildung verbundene Aufwand wird auf diese Weise auf mehrere Schultern verteilt. Beteiligt daran sind niedergelassene Laboranbieter in Bremen und Bremerhaven sowie die in Krankenhäusern ansässigen Labore. Sie werden noch mehr als bisher dafür Sorge tragen, dass eine praktische Ausbildung in den medizinischen Laboren in hoher Qualität stattfindet. Bremen geht damit einen zukunftsorientieren Weg: der praktische Anteil der MTLA-Ausbildung wird durch Reformen des Bundes künftig deutlich mehr Gewicht bekommen.

Beteiligte/Unterzeichnende sind:

  • Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gemeinnützige GmbH
  • DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus gemeinnützige GmbH
  • Krankenhaus St. Joseph-Stift gemeinnützige GmbH
  • Gesundheit Nord g GmbH
  • Klinikum Bremerhaven Reinkenheide gemeinnützige GmbH
  • Labor Dr. Schumacher MVZ GmbH
  • LADR Medizinisches Versorgungszentrum Bremen GmbH
  • MVZ Medizinisches Labor Bremen GmbH

„Deutschlands beste Krankenhäuser“: F.A.Z.-Institut veröffentlicht Publikation

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen erhält Auszeichnung für das gesamte Krankenhaus und für das Gefäßzentrum

Bei der Wahl des Krankenhauses, in dem sie behandelt werden möchten, vertrauen Patienten Studien zufolge zu fast gleichen Teilen der Empfehlung ihres Arztes und der eigenen Informationssuche zur Qualität der Klinik. Die eigene Suche erweist sich jedoch oft als schwierig, denn es gibt eine Vielzahl von Quellen, aus denen die richtigen Informationen gefiltert und bewertet werden müssen.

Das Frankfurter F.A.Z.-Institut und das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) haben zum dritten Mal Daten von über 2200 Krankenhäusern in Deutschland unter die Lupe genommen und führten die Informationen aus verschiedenen Internet-Bewertungsportalen und aus den offiziellen Qualitätsberichten deutscher Krankenhäuser zusammen.

In der Sonderpublikation „Deutschlands beste Krankenhäuser“ veröffentlichte das renommierte F.A.Z.-Institut Mitte Juni den Überblick, welche Kliniken mit ihrem Gesamtangebot glänzen können. Bei den Kliniken zwischen 300 und 500 Betten freut sich das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen über eine Auszeichnung für das komplette Krankenhaus. Die gesamte Rangliste führt 403 Kliniken auf, die zu den Top 25 Prozent ihrer jeweiligen Größenklasse im Spektrum zwischen unter 50 bis über 800 Betten / Unikliniken in sechs Größenkategorien gehören. Außerdem wurde die Klinik für Gefäßmedizin, das Bremer Gefäßzentrum am RKK, ausgezeichnet.

Corona-Infektionen im RKK: Endes des Lockdowns und Teststrategie

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) hat in dieser Woche erneut alle Mitarbeitenden und Patienten auf das Corona Virus getestet. Stand heute, 31.7.20, sind zehn Mitarbeitende positiv auf COVID-19 getestet. Die beiden weiteren positiven Fälle konnten während der Inkubations/Quarantänezeit dem Ausbruchsgeschehen zugeordnet werden. Es gab keine weiteren positiven Testergebnisse bei Patienten.

Die Absprache mit dem Gesundheitsamt sieht vor, ab Dienstag die Klinik auch für stationäre Patienten wieder zu öffnen. Am Montag werden wieder Patienten vorab für ihre stationäre Aufnahme abgestrichen. Das RKK informiert die Patienten, die dies betrifft, persönlich.

Informationen zur Teststrategie

Ein Corona-Test zeigt immer nur eine Momentaufnahme. Aufgrund der 14tägigen Inkubationszeit des Virus ist es nicht möglich zu sagen, ob das Virus über einen Patienten, Mitarbeiter oder Angehörigen in eine Einrichtung kommt. „Bei Aufnahme in ein Krankenhaus kann ein Patient beispielsweise negativ getestet sein und erst Tage später im Test positiv werden- manchmal sogar erst nach seiner Entlassung. Obwohl er das Virus bereits bei der Aufnahme in sich trug, war dieses zum Zeitpunkt per Test noch nicht nachweisbar. Ebenso kann sich beispielsweise ein Mitarbeiter im privaten Umfeld mit dem Virus anstecken, ohne es zu merken und bei einem präventiven Test in der Klinik, wie ihn das RKK durchführt, plötzlich als Covid-19-positiv auffallen. Solche Situationen und Infektionswege sind nicht vorhersehbar.

Das Rotes Kreuz Krankenhaus ist die erste und einzige Klinik in Bremen, die derart umfassend, häufig und kontinuierlich alle Mitarbeitenden und Patienten testet. Natürlich erhöht dies die Wahrscheinlichkeit von positiven Testergebnissen. „Uns ist es wichtig, den bestmöglichen Einblick und Überblick in der Klinik zu haben, denn nur so kann auch in der Corona-Pandemie in Kooperation mit dem Gesundheitsamt schnell reagiert werden, d.h. Bereiche isoliert und Kontakte aufgedeckt. Um professionell agieren zu können, sobald eine Infektion entdeckt wird, braucht es ein ausgefeiltes Hygienemanagement in der Klinik. Für dieses hat uns das Gesundheitsamt vor und während der Corona-Pandemie mehrfach gelobt“, betont Barbara Scriba-Hermann, Pflegerische Geschäftsführerin des RKK. „Wir testen proaktiv großflächig bereits seit Juni. Wenn wir nicht aus der Erfahrung der ersten entdeckten Infektionen im Juni so regelmäßig, häufig und umfassend im Haus getestet hätten, wäre die zweite Häufung an Infektionen in dieser Form vermutlich nicht entdeckt worden. Wir werden auch weiterhin präventive Testreihen und Kontrolltestungen durchführen“, so Scriba-Hermann.

Eine Lockerung der Regeln, Reisen und der zu beobachtende sorgloser werdende Umgang mit Schutzmaßnahmen vor dem Virus in der Gesellschaft - auch bei Angehörigen von Patienten – werden vermutlich auch Konsequenzen auf das Infektionsgeschehen in den Gesundheitseinrichtungen haben. Es ist zu befürchten, dass sich die positiven Fallzahlen auch in den Krankenhäusern durch möglicherweise bald gelockerte Besuchsregeln erhöhen könnten“, gibt Prof. Dr. Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer des RKK, zu bedenken.

Corona-Infektionen im Rotes Kreuz Krankenhaus

Im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen sind über das Wochenende alle Patienten und alle Mitarbeitenden erneut getestet worden. Stand heute, 27.7.20, sind weiterhin neun Patienten und acht (vorher sieben) Mitarbeitende positiv auf COVID-19 getestet. Die Kontakte sind identifiziert und die Infektionsketten nachvollzogen.

Das Haus befindet sich noch bis Freitag, 31. Juli, im vorsorglichen Lockdown mit Aufnahmestopp für stationäre Patienten. In dieser Woche werden alle Patienten und die gesamte Mitarbeiterschaft der Klinik ein drittes Mal (während dieses Ausbruchs) getestet. Da sich ein negativer Test innerhalb von 14 Tagen in einen positiven Test wandeln kann, führt das RKK Testreihen eigenständig umfangreich und mehrfach durch. So sind im Verlauf des Geschehens weiter auftretende, positive Fälle zu erklären.

Das Gesundheitsamt war heute vor Ort und überzeugte sich im Rahmen einer Begehung und in Gesprächen mit Geschäftsführung und Hygienemanagement von den Strukturen und Maßnahmen des RKK im Umgang mit dem Corona-Ausbruch.

Ambulante Operationen und Sprechstunden finden weiterhin statt. Das Café K ist für die Verköstigung der Mitarbeiterschaft ab morgen wieder geöffnet.

RKK befindet sich seit Donnerstagabend vorsorglich im freiwilligen Lockdown

Im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen sind derzeit sieben Mitarbeitende und neun Patienten in den Abteilungen Innere Medizin und Unfallchirurgie positiv auf COVID-19 getestet. Seit Donnerstagnachmittag befindet sich das gesamte Haus unter Sicherheitsaspekten freiwillig und proaktiv in einem vorsorglichen Lockdown. Es besteht zunächst bis Montag ein Aufnahme- und Entlassungsstopp. Das Gesundheitsamt ist der Einschätzung des Krankenhauses heute gefolgt und begrüßt das proaktive Verhalten der Krankenhausleitung sowie alle bereits angeordneten und umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen. Aktuell werden alle Patienten und Mitarbeitenden des RKK getestet. Mit dem Ergebnis ist Montagvormittag zu rechnen.

Sofort bei Auftreten des ersten COVID-19 positiv getesteten Patienten wurden alle Maßnahmen eingeleitet, die das Robert Koch-Institut (RKI) fordert. Die erste Testung erfolgte am 17. und 18. Juli, die nächste Testrunde aller am ersten Tag negativ getesteten Personen erfolgte sieben Tage nach der ersten Testung. Die positiven Patienten wurden in den COVID-Bereich des Krankenhauses verlegt und somit von den jetzt noch unter Verdacht stehenden, übrigen Patienten der beiden betroffenen Stationen separiert. Die beiden betroffenen Stationen waren sofort unter Quarantäne gestellt und ein Aufnahme- und Verlegungsstopp verhängt worden. Die betroffenen sieben Mitarbeitenden befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Patienten mit einem COVID-19-Nachweis gehen für 14 Tage auf die Corona-Isolierstation. Ist der Patient am 14. Tag der Quarantäne symptomfrei, kann er verlegt bzw. nach Hause entlassen werden. Angehörige von COVID-19-infizierten Patienten können sich bei Fragen an das Qualitätsmanagement des RKK, Frau Plötz, wenden unter Telefon 0421 / 55 99-448.

Für das gesamte Haus besteht die Pflicht, FFP2-Masken zu tragen. Es ist im Arbeitsablauf sichergestellt, dass das Personal, welches mit isolierten SARS-CoV2 Patienten im Kontakt ist, genügend Zeit hat, sich die entsprechende Schutzkleidung (PSA bestehend aus Schutzkittel, Handschuhen, Maske und Schutzbrille) anzuziehen. Die Sondermaßnahmen gelten zunächst bis Montag, 27.7.20. In einer gemeinsamen Lagebesprechung mit dem Gesundheitsamt wird dann je nach Stand das weitere Vorgehen besprochen. Bis dahin verweisen wir auf den täglichen Lagebericht des Gesundheitsamtes.

Aktueller Stand Corona Rotes Kreuz Krankenhaus

Alle Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite der Senatspressestelle…

Corona-Infektionen im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Das Rotes Kreuz Krankenhaus verzeichnet fünf Covid-19-infizierte Patienten auf einer Stationsebene (Station a/b). Bei der Verlegung in eine Pflegeeinrichtung wurde eine Patientin routinemäßig getestet. Nach Bekanntwerden ihres positiven Testergebisses wurde umgehend das Gesundheitsamt informiert. Den RKI-Empfehlungen und Vorgaben entsprechend hat die Klinik das Ausbruchsmanagement-Team einberufen, welches für diese Situation alle weiteren Schritte koordiniert und in die Wege leitet.

Die Patienten des Zimmers, in dem die zu verlegende Patientin lag, wurden isoliert und die gesamte Station beidseitig unter Quarantäne gestellt. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden die gefährdeten Kontakte in der Mitarbeiterschaft nachverfolgt. Die Testung der Patienten und der Mitarbeitenden der betroffenen Ebene ist abgeschlossen. Alle Mitarbeitenden des gesamten Rotes Kreuz Krankenhauses, die im direkten Patientenkontakt arbeiten, werden an diesem Wochenende abgestrichen. Mit allen Ergebnissen ist spätestens Anfang kommender Woche zu rechnen. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt läuft die Weiterverfolgung von Kontakten aller Patienten der betroffenen Ebene und in der Mitarbeiterschaft. Für die beiden Stationen der Ebene herrscht ein Aufnahme- und Verlegungsstop.

Das Rotes Kreuz Krankenhaus hat entschieden, zunächst bis Samstag, 18. Juli, keine Patienten stationär aufzunehmen. Am Montag wird das gemeinsame Vorgehen nach erneuter Lagebesprechung mit dem Gesundheitsamt angepasst.

Rotes Kreuz Krankenhaus öffnet wieder für alle stationären Patienten

Begrenztes Ausbruchsgeschehen im RKK durch Gesundheitsamt offiziell beendet

Das Gesundheitsamt Bremen hat das begrenzte Corona-Ausbruchsgeschehen auf einer Station des Rotes Kreuz Krankenhauses wie erwartet am Freitag, 3. Juli, für offiziell beendet erklärt. Das ganze Krankenhaus ist nun für stationäre Patienten wieder geöffnet.

Das Rotes Kreuz Krankenhaus verzeichnete ab 18.6.20 einen (begrenzten) Corona-Ausbruch in der Klinik. Drei Patient/innen - aus einem Zimmer - sowie acht Mitarbeiter/innen derselben Station waren betroffen. Nachdem alle Patienten und alle Mitarbeitenden der Klinik mehrfach getestet wurden und keine neuen positiven Testergebnisse zu verzeichnen waren, hat das Gesundheitsamt das Ausbruchsgeschehen am 3. Juli 2020 offiziell für beendet erklärt.

Alle Patienten, die wieder operiert werden können, informiert die Klinik bzgl. Terminabsprachen persönlich. Alle Patienten, die das Krankenhaus in den kommenden Tagen regulär verlassen, werden unmittelbar vor ihrer Entlassung getestet.

Begrenztes Corona-Ausbruchsgeschehen im Rotes Kreuz Krankenhaus

Voraussichtlicher Start der Aufnahme stationärer Patienten in Schwerpunktbereichen ab Montag, 29.6.

Stand Mittwoch, 24.6.20, 14 Uhr, sind weiterhin 11 Personen - acht Mitarbeiter/innen einer Station und drei Patient/innen, aus einem Zimmer auf dieser Station - betroffen. Ein Patient wurde auf die Intensivstation verlegt, die anderen beiden auf die Covid-Station. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinen Hinweis darauf, dass die Infektionen sich außerhalb dieser Station ausgebreitet haben.

Das Gesundheitsamt war heute auf Einladung des Krankenhauses zur Lagebesprechung im RKK und hat sich von der Umsetzung der durch das Ausbruchsteam initiierten Maßnahmen informiert. Ab Montag, 29.6., wird das Rotes Kreuz Krankenhaus, wenn die Lage im Haus stabil bleibt, wieder für stationäre Patienten öffnen. Dies gilt zunächst für einige in Bremen nur bzw. vorwiegend am RKK vorgehaltene Bereiche, ohne die die Versorgung der Bevölkerung gefährdet wäre. In den medizinischen Schwerpunktbereichen Gefäßmedizin, Rheumatologie, Kardiologie und Tumorchirurgie können dann wieder Patienten stationär aufgenommen und versorgt werden. Alle Patienten, die dies betrifft, informiert die Klinik bzgl. Terminabsprachen persönlich.

Die erste Testung aller Mitarbeitenden der Klinik ist abgeschlossen. Alle Mitarbeitenden werden zwischen Mittwoch, 24.6. und Freitag, 26.6., ein zweites Mal abgestrichen. Dienstag, 23.6. wurden alle stationären Patienten des RKK getestet. Alle Patienten, die das Krankenhaus in den kommenden Tagen regulär verlassen, werden unmittelbar vor ihrer Entlassung getestet.

Am Donnerstag,18.6., teilte ein Klinikmitarbeiter sein positives Testergebnis telefonisch mit. Im RKK wurde daraufhin die Station, auf der der Mitarbeiter tätig ist, für min 14 Tage unter Quarantäne gestellt und das Gesundheitsamt informiert. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden zunächst alle Mitarbeitenden und deren enge Kontakte sowie alle Patienten der Station getestet, die gefährdeten Kontakte des Mitarbeiters nachverfolgt und 14 Kolleginnen und Kollegen als enge Kontakte des infizierten Mitarbeiters sofort in Quarantäne geschickt. Den RKI-Empfehlungen und Vorgaben entsprechend wurde das Ausbruchsmanagement-Team einberufen, welches für diese Situation alle weiteren Schritte koordiniert und in die Wege geleitet hat.

Corona-Infektionen im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Stand Dienstag, 23.06.20, 14 Uhr, sind 11 Personen - acht Mitarbeiter/innen einer Station und drei Patient/innen aus einem Zimmer auf dieser Station - betroffen. Ein Patient wurde auf die Intensivstation verlegt, die anderen beiden auf die Covid-Station. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinen Hinweis darauf, dass die Infektionen sich außerhalb dieser Station ausgebreitet haben.

Am Donnerstag,18.6., teilte ein Klinikmitarbeiter sein positives Testergebnis telefonisch mit. Im RKK wurde daraufhin die Station, auf der der Mitarbeiter tätig ist, für min 14 Tage unter Quarantäne gestellt und das Gesundheitsamt informiert. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden zunächst alle Mitarbeitenden und deren enge Kontakte sowie alle Patienten der Station getestet, die gefährdeten Kontakte des Mitarbeiters nachverfolgt und 14 Kolleginnen und Kollegen als enge Kontakte des infizierten Mitarbeiters sofort in Quarantäne geschickt. Den RKI- Empfehlungen und Vorgaben entsprechend wurde das Ausbruchsmanagement- Team einberufen, welches für diese Situation alle weiteren Schritte koordiniert und in die Wege geleitet hat.

Die erste Testung aller Mitarbeitenden der Klinik ist abgeschlossen, zurzeit laufen die Abstriche aller stationären Patienten im RKK. Alle Patienten, die das Krankenhaus in den kommenden Tagen regulär verlassen, werden unmittelbar vor ihrer Entlassung getestet. Alle Mitarbeiter des Krankenhauses werden ab Mittwoch, 24.6. ein zweites Mal abgestrichen.

In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt läuft die Weiterverfolgung von Kontakten auch außerhalb der Mitarbeiterschaft im Kreis der seit 13. Juni versorgten Patienten der Station.

Die Klinik nimmt zurzeit keine stationären Patienten auf, es finden keine geplanten Eingriffe statt. Alle Patienten, welche dies betrifft, wurden und werden persönlich informiert. Am Mittwoch, 24.6. wird das weitere Vorgehen nach erneuter Lagebesprechung mit dem Gesundheitsamt angepasst.

Rheuma-Chefärzte sind Top

Prof. Jens Gert Kuipers und Dr. Ingo Arnold, Chefärzte des Bremer Rheumazentrums im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, gehören laut Nachrichtenmagazin Focus Gesundheit zu den Top-Medizinern in ganz Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das unabhängige Recherche-Institut MINQ im Auftrag des Focus Magazins durchgeführt hat.

Beide zeichnen sich durch hervorragende Leistungen im Bereich der internistischen bzw. orthopädischen Rheumatologie aus. Neben der Reputation im Kollegenkreis erfassten die Rechercheure laut Focus weitere Kriterien, welche die medizinische Qualität von Ärzten widerspiegeln. Dazu gehören etwa die Zahl der Publikationen, die Teilnahme an wissenschaftlichen Studien oder Bewertungen von Patientenverbänden und regionalen Selbsthilfegruppen. Die Aufnahme in die Liste ist kostenlos und nicht käuflich.

Weitere Informationen: https://focus-arztsuche.de/ueber-uns/siegel/top-mediziner

Schutzschirm für Schmerzpatienten: 9. Bundesweiter Aktionstag gegen den Schmerz am 2. Juni 2020 - mit Telefon-Hotline

Die Deutsche Schmerzgesellschaft organisiert am 2. Juni, dem bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz, eine kostenfreie Telefon-Hotline von 9.00 bis 18.00 Uhr unter Tel.: 0800 18 18 120. Dort beantworten mehrere Dutzend Experten Patientenfragen rund um das Thema Schmerz. Dr. Joachim W. Ulma, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin und Leiter des Bremer Schmerzzentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, steht dort als Experte an diesem Tag von 12:00 bis 14:00 Uhr für Fragen zur Verfügung.

Auch in der Pandemie-Zeit ist es wichtig, das Thema Schmerz, das so viele Menschen in Deutschland betrifft, auf die Agenda zu setzen und Patientinnen und Patienten zu informieren und zu beraten. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. und ihre Partnerorganisationen weisen auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen hin, die an chronischen Schmerzen leiden. Die besonderen Umstände der Corona-Krise haben die Versorgung zusätzlich verschlechtert.

Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen. Bei fast allen sind diese nicht durch Tumorerkrankungen hervorgerufen. Bei sechs Millionen von ihnen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Die Zahl derer, die unter chronischen Schmerzen und unter damit assoziierten psychischen Beeinträchtigungen leiden, liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung von Schmerzpatienten ist jedoch lückenhaft und hat sich in den zurückliegenden „Pandemie-Woche“ sogar verschlechtert. Ziel des 9. bundesweiten „Aktionstags gegen den Schmerz“ ist es, über Information, Beratung und Aufklärung einen „Schutzschirm für Schmerzpatienten“ zu bieten.

„Die Zeiten, in denen Schmerzen ausschließlich mit Pillen behandelt wurden, sind lange vorbei. Wirksam ist ein Therapiekonzept, das zusammen mit dem Patienten alle Möglichkeiten der Behandlung auslotet“, sagt der Chefarzt des Bremer Schmerzzentrums, Dr. Joachim W. Ulma. „Wir möchten Patienten darüber informieren, was heutzutage therapeutisch möglich ist. Mit unserer Beteiligung am Aktionstag möchten wir mit Patienten und ihren Angehörigen ins Gespräch kommen und sie beraten“, so der Schmerzexperte.

In seinem Anliegen wird er unterstützt von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V., der mit über 3500 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Wir brauchen eine Schutzschirm für Schmerzpatienten, erst recht während der Corona-Pandemie! Schmerzbehandlung ist ein Patientenrecht – und viele wissen gar nicht, welche Therapie-Optionen für sie infrage kommen und wo es Hilfe gibt“, so Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V „Wir verfügen mittlerweile über viele verschiedene und gut ‚evaluierte‘ Methoden der Schmerzbehandlung, die bekannter gemacht werden müssen - beispielsweise die multimodale Schmerztherapie“, sagt Isenberg. Dabei werden Therapien aus verschiedenen Fachbereichen miteinander verbunden: Eine medikamentöse Behandlung, Physiotherapie, Psychotherapie, Entspannungsübungen oder Ergotherapie können zum Einsatz kommen. „Der Aktionstag gegen den Schmerz dient auch dazu, Einblicke in die verschiedenen Therapieansätze zu geben. Dabei stehen das Arzt-Patient-Gespräch und die individuelle Abstimmung natürlich im Zentrum“, ergänzt Isenberg. „Jetzt muss die Politik die Rahmenbedingungen für eine gute Schmerzbehandlung stärken. Viele Patienten irren jahrelang im Dschungel des Gesundheitswesens umher, bevor Sie adäquate Hilfe finden“, so Thomas Isenberg.

Informationen zum Corona-Management im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

„In wenigen Wochen den Betrieb eines ganzen Krankenhauses umzukrempeln, dafür bedarf es eines ungeheuren gemeinschaftlichen Kraftaktes. Ich bin sehr stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auf ihren Zusammenhalt und die ungeheure Motivation - und da ist keine Berufsgruppe ausgenommen,“ sagt Dr. Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen.

„Gefühlt“ bleibt im RKK gerade kein Stein auf dem anderen. Während draußen das Leben zu erstarren scheint, dreht sich im Krankenhaus alles immer schneller. Alle Abläufe wurden neu gedacht, Bereiche geschaffen, andere geschlossen, der Krisenstab tagt beinahe täglich. Und noch immer gibt es jeden Tag neue Erkenntnisse darüber, wie Prozesse und Bereiche noch besser organisiert werden können, um der erwarteten anrollenden Welle schwerkranker infizierter Menschen zu begegnen.

Wichtige Meilensteine der letzten Wochen im RKK

  • Alle geplanten Operationen, die verschoben werden konnten, lange schon abgesagt.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch Schulungen auf den bestmöglichen Stand im Umgang mit Schutzkleidung, Versorgung von Covid-19 Patienten, Beatmung etc. gebracht.
  • Alle müssen ran - die Dienstpläne vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den pflegerischen und medizinischen Bereichen wurden dafür komplett neu organisiert. Besonders das Arbeiten in Schutzbereichen - mit der für Corona-Bereiche vorgeschriebenen Schutzkleidung und den speziellen Atemschutzmasken – muss gut geplant und auf genügend Mitarbeiter aufgeteilt werden, denn das Atmen durch die Masken ist sehr anstrengend.
  • Für besonders gefährdete Mitarbeiter (z.B. bei chronischen Erkrankungen) versucht die Geschäftsführung, individuelle Lösungen für einen anderen Einsatzort in der Klinik zu finden. Falls sich Personal infiziert, hält sich das RKK an die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.
  • Zur Unterstützung des RKK-Personals sind einige erfahrene Mitarbeiter aus der Roland-Klinik gekommen. Patienten, die im RKK notfallmäßig operiert wurden, werden, sobald sie verlegungsfähig sind, in die Roland-Klinik verlegt und dort gemeinsam mit den RKK- und den Roland Klinik- Ärzten weiter visitiert und versorgt.
  • Das RKK hat eine zweite Notaufnahme für Corona-Verdachtsfälle und -Infizierte eingerichtet, mit eigener Zuwegung für den Rettungsdienst inkl. pflegerischem und ärztlichem Personal und mit allen notwendigen Gerätschaften, Anschlüssen, Ausrüstung etc. Wenn infizierte Menschen einer stationären Behandlung bedürfen, bringt der Rettungsdienst diese Patienten nach einem bestimmten Schlüssel zu allen an der Covid-19-Versorgung beteiligten Bremer Krankenhäusern.
  • Die Kapazitäten der Intensivstation wurden räumlich und personell erweitert, inkl. Trennung von Corona- und nicht-Corona Patienten. Die Anzahl der so genannten Beatmungsbetten wurde im RKK zunächst verdoppelt. Eine weitere Kapazitätserhöhung ist denkbar, wenn hierfür notwendige Gerätschaften und Ausrüstung seitens der Behörden zur Verfügung gestellt werden können.
  • Krankenhausstationen wurden zu Corona-Stationen umorganisiert, inkl. aller notwendigen Umzüge, Vorbereitungen und Schulungen der Mitarbeiter. Stand heute stehen 65 Betten zur Verfügung - je nachdem, wie viele noch nicht bestätigte Verdachtsfälle isoliert in Einzelzimmern auf das Testergebnis warten. Die Kapazitäten können sofort erweitert werden.
  • Einzelne Stationen wurden als Ruhe- und Cateringbereiche für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen. „Die Pausenzeiten und adäquate Ruhebereiche mit Catering, ggf. auch physiotherapeutischer und psychologischer Unterstützung sind uns sehr wichtig,“ betont Barbara Scriba-Hermann, Pflegerische Geschäftsführung.

Notfälle werden im Akutkrankenhaus RKK täglich weiter behandelt und operiert – ob Herzinfarkt, Unfall, schwere Durchblutungsstörungen, Krebserkrankung. „Hier sollte wie gewohnt der Rettungsdienst angerufen werden, der die Notfälle zu uns in die Zentrale Notaufnahme bringt“, sagt Dr. Martin Langenbeck, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des RKK. Er betont: „Bei Verdacht auf Ansteckung bitte nicht selbständig in Krankenhäuser oder Arztpraxen gehen sondern von zu Hause telefonisch Kontakt aufnehmen zum Arzt, Gesundheitsamt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst.“

Ins Rotes Kreuz Krankenhaus kommen viele chronisch kranke Menschen für ihre Behandlung: schwer Schmerzkranke, Rheuma-Patienten, Menschen, die auf die Dialyse angewiesen sind. Sie gehören der Risikogruppe an, für die eine Ansteckung mit dem Virus schwerwiegende Folgen haben kann. „Der Focus in Deutschland liegt im Moment auf der Versorgung der Covid-Kranken und auf der Eindämmung der Pandemie. Aber wir dürfen darüber keinesfalls die anderen Notfälle und auch nicht die chronisch Kranken im Stich lassen“, so Klingelhöfer.

Bereits geplante Sprechstundentermine finden statt. Das RKK informiert die Patientinnen und Patienten telefonisch, wenn ein Termin abgesagt werden muss. Die Physiotherapeuten im Physio K, dem großen Therapiezentrum für Physikalische Medizin, führen weiterhin ärztlich verschriebene ambulante Einzeltherapien durch. Auch die Praxen im Ärztehaus Forum K an der Osterstraße 1a sind weiter in Betrieb.

Die Klinik hat aufgrund des Besuchsverbotes eine Hotline für Angehörige eingerichtet. Unter Tel. 0421-5599-0 haben geschulte Mitarbeiterinnen ein offenes Ohr und finden individuelle Lösungen im Kontakt zwischen den Patienten und ihren Liebsten. Nicht nur die Angehörigen haben so ein Auffangnetz. Ein Pool von Mitarbeitern bedient eine zweite Hotline nur für RKK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren vielfältigen Fragen. Mit im Team ist das Hygiene-Team, die Klinik-Psychologinnen und die Seelsorgerinnen, die auch für Einzelgespräche zur Verfügung stehen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus unterliegen im Moment einem extrem großen Flexibilitäts- und Anpassungsdruck. Die Situation ist für viele Menschen beängstigend, davon ist das Krankenhauspersonal nicht ausgenommen. Es bleibt trotzdem bei der Stange. Die Geschäftsführung des Krankenhauses wandte sich heute an die Mitarbeiterschaft, um sich zu bedanken. „Ihr Einsatz zum Wohle der Patienten ist nicht selbstverständlich. Er war es vor der Corona-Krise nicht und das gilt jetzt umso mehr. Die Geschäftsführung dankt Ihnen von ganzem Herzen dafür, dass Sie sich einbringen, zueinander stehen, miteinander das Unmögliche möglich machen, um dieser beispiellosen Herausforderung zu begegnen,“ so Klingelhöfer.

Am 29. Februar 2020 ist Rare Disease Day: Selten sind viele!

Eine Veranstaltung der Rheuma-Liga Bremen e.V. in Kooperation mit dem Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen und der Aktion Schrittmacher zum internationalen Tag der Seltenen Erkrankungen.

Stellvertretend für die rund 4 Millionen Menschen mit einer seltenen Erkrankung in Deutschland startet die Veranstaltung mit einem Spaziergang am Werdersee entlang zum Rotes Kreuz Krankenhaus.
Während des Gangs können sich die Teilnehmenden mit Marion Riedel - selbst Betroffene und ehrenamtliche Ansprechpartnerin der Rheuma-Liga Bremen für seltene Erkrankungen sowie Initiatorin der Aktion Schrittmacher – mit Rheuma weitwandern – und weiteren AnsprechpartnerInnen austauschen.

Im Anschluss an den Spaziergang findet die Veranstaltung im Tagungszentrum Forum K des Roten Kreuz Krankenhaus statt. Professor Dr. med. Jens Gert Kuipers, Chefarzt der Klinik für internistische Rheumatologie und Leiter des Regionalen Kooperativen Rheumazentrums Bremen ist der Hauptredner der Veranstaltung. Professor Kuipers verdeutlicht: seltene Erkrankungen sind häufig!
Darüber hinaus werden seltene rheumatische Erkrankungen im Kindesalter angesprochen und es stehen weitere MedizinerInnen aus dem Regionalen Kooperativen Rheumazentrum Bremen und als Betroffene Marion Riedel für einen Austausch mit den Teilnehmenden zur Verfügung.

Interdisziplinäre Intensivstation im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ ausgezeichnet

Die Interdisziplinäre Intensivstation des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) ist von Pflege e.V. als „angehörigenfreundliche Intensivstation“ ausgezeichnet worden. Am Dienstag, 11. Februar 2020, überreichte die RKK-Geschäftsführung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Zertifikat und bedankte sich für Ihr Engagement und ihre beispielhafte Unterstützung für Patienten und Angehörige in schwierigen Lebenssituationen. Blumen gab es zusätzlich für die „Angehörigengruppe“ der Intensivstation, die bereits seit 2015 kontinuierlich an der Unterstützung des Intensivteams für Patienten und Angehörige arbeitet.

„Natürlich haben wir uns über die Auszeichnung und die Anerkennung des Vereins Pflege e:V. sehr gefreut. Im RKK haben wir die Angehörigen als Teil des therapeutischen Konzeptes für Intensivpatienten fest integriert“, erklärt Intensivpfleger Alwin Rusche, der gemeinsam mit drei Kolleginnen bereits 2015 ein Konzept für die Angehörigenarbeit ausgearbeitet hatte. Weitere Fortschritte in der angehörigenfreundlichen Arbeit im RKK sind neben der uneingeschränkten Öffnungszeit beispielsweise der separate Rückzugsraum für Gespräche mit Angehörigen, externe Kommunikationsschulungen für die Mitarbeiter und eine Lob- und Kritikbox für Rückmeldungen der Angehörigen, die ins Qualitätsmanagement der Klinik einfließen. Angehörige dürfen im RKK auch bei leichten Pflegetätigkeiten helfen und beispielsweise das Gesicht des Patienten waschen, Essen reichen oder den Mund befeuchten.

„Viele Angehörige stehen zuerst ratlos neben dem Bett und sind verunsichert, was sie überhaupt dürfen“, beschreibt Rusche die Situation, wenn Angehörige das erste Mal zu Besuch kommen. „Wir möchten trotz der ungewohnten Situation auf der Intensivstation Berührungsängste gegenüber dem medizinischen Personal, den Geräten und auch manchmal gegenüber den Patienten abbauen und so den Genesungsprozess der Patienten unterstützen“, erklärt der erfahrene Pfleger und betont: „Das ist verbunden mit Respekt, Mitgefühl und der Bereitschaft, den Angehörigen in verständlicher Sprache ehrlich und zugewandt Orientierung und Informationen zu geben“ – trotz Stress und Arbeitsbelastung“.

„Der Angehörige spielt als vertrauter Mensch für den Intensivpatienten nachweislich eine besondere Rolle und trägt wesentlich zur Genesung von Patienten bei. Intensivpatienten haben das Recht, für sie wichtige Menschen in der Nähe zu haben und ihre Unterstützung so oft wie nötig in Anspruch zu nehmen“, so die Stiftung Pflege e.V.. Die Berliner Stiftung hat es sich zur Aufgabe macht, die Qualität der Pflege in Deutschland nachhaltig zu fördern. Ein wesentlicher Teil der Auszeichnung als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ ist deshalb die zeitlich uneingeschränkte Öffnung der Intensivstation für Angehörige.

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Georg-Haas-Promotionspreis für außergewöhnlich gute Doktorarbeit geht an Dr. Stefanie Haag aus dem RKK

Dr. Stefanie Haag, Assistenzärztin der Medizinischen Klinik am Rotes Kreuz Krankenhaus, hat mit ihrer Doktorarbeit den renommierten Georg-Haas-Preis gewonnen. In einer Langzeitbeobachtung über knapp 3 Jahre untersuchte sie bei 215 Dialysepatienten aus verschiedenen deutschen Dialysezentren den Shuntfluss und das Herzzeitvolumen. Mit diesen Ergebnissen konnte die engagierte Medizinerin zwei Parameter (TEDVI und TEF) berechnen, die in dieser Art erstmals in einer großen Studie bei Menschen zum Einsatz kamen.

Die neuen Parameter sind „alltagstauglich“ und während der Dialyse leicht zu messen. Sie geben wichtige Hinweise darauf, welcher Patient überwässert ist und wer eine Herzschwächte aufweist und damit in Gefahr ist, früher zu versterben. Mit Hilfe der Messungen und Erkenntnisse können Ärzte zukünftig Medikamentengaben und die Dialyseeinstellungen ihrer Patienten besser koordinieren und individueller anpassen.

Eine Jury aus renommierten Nephrologen verlieh der jungen Ärztin, die zurzeit eine Weiterbildung zur Internistin macht, Urkunde und Preis für die außergewöhnlich gute Doktorarbeit Ende 2019 in Frankfurt. Der Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V., Bundesverband der vertragsärztlich niedergelassenen Nephrologen in Deutschland, schreibt den Georg Haas-Preis jedes Jahr als Doktoranden-Preis für Arbeiten zum Gesamtspektrum der Urämie und deren Behandlung aus. Der Preis ist benannt nach dem deutschen Arzt Georg Haas (1886-1971), der 1924 die weltweit erste „Blutwäsche“ außerhalb des Körpers mit Erfolg am Patienten durchführte und die Hämodialyse begründete.

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