Aktuell

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen erforscht gefährliche Lungenschäden bei Rheuma-Patienten

Bundesweite Studie zu Lungenerkrankungen bei Rheumatoider Arthritis startet – Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen als eines von drei Leitzentren beteiligt

Rheumatoide Arthritis (RA) ist mit einer Häufigkeit die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung in Deutschland, sie betrifft 670- 840.000 Menschen. Neben den bekannten Gelenkbeschwerden kann RA auch innere Organe betreffen – besonders gefürchtet ist dabei die interstitielle Lungenerkrankung (ILD), eine fortschreitende Vernarbung des Lungengewebes. Sie zählt zu den häufigsten und schwerwiegendsten Begleiterkrankungen der Rheumatoiden Arthritis und ist für 10 bis 20 Prozent aller Todesfälle bei Betroffenen verantwortlich.

Um diese bislang unzureichend erforschte Komplikation besser zu verstehen, frühzeitig zu erkennen und künftig gezielter behandeln zu können, startet nun auf Initiative des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) die bundesweite GRAIL-Studie (German RA-ILD Study Group). Das RKK ist unter Federführung von Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Chefarzt der Klinik für Internistische Rheumatologie, eines von drei Leitzentren in Deutschland – gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover (Prof. Dr. Witte, der die Leitung des Projektes übernommen hat), dem Rheumazentrum Berlin Halensee (PD. Dr. Gerber und Prof. Dr. Krause) und weiteren Partnern. Wissenschaftlich begleitet wird die Studie zudem vom Deutschen Rheumaforschungszentrum (DRFZ) Berlin (unter der Leitung von Prof. Dr. Strangfeld.)

Bei bis zu 60 Prozent aller RA-Patientinnen und -Patienten lassen sich im hochauflösenden Lungen-CT bereits Veränderungen des Lungengewebes nachweisen – oft, bevor überhaupt spürbare Beschwerden wie Atemnot auftreten. In manchen Fällen zeigt sich die Lungenbeteiligung sogar, bevor die Gelenkerkrankung selbst diagnostiziert wird. Der Verlauf ist dabei sehr unterschiedlich: Während manche Betroffene über Jahre stabil bleiben, entwickelt ein Teil der Patientinnen und Patienten eine rasch fortschreitende Lungenvernarbung mit einer Prognose, die der einer idiopathischen Lungenfibrose vergleichbar ist. (Im Median liegt die Überlebenszeit ab Diagnose bei drei-fünf Jahren, wobei der Verlauf individuell sehr unterschiedlich sein kann)

Bislang lässt sich kaum vorhersagen, wer besonders gefährdet ist und welche Behandlung am besten hilft. Bekannte Risikofaktoren sind unter anderem männliches Geschlecht, Rauchen, hohe Entzündungswerte sowie bestimmte genetische Veränderungen, etwa im MUC5B-Gen. Die Hannoveraner Forschungsgruppe hat zudem erste Hinweise darauf gefunden, dass auch genetische Varianten, die sonst mit angeborenen Immundefekten in Verbindung gebracht werden, sowie Veränderungen im sogenannten JAK/STAT-Signalweg eine Rolle spielen könnten.

Ziele der Studie

Im Rahmen von GRAIL sollen über sechs Jahre hinweg 250 Patientinnen und Patienten mit neu diagnostizierter Rheumatoide-Arthritis-assoziierter Lungenerkrankung an insgesamt 25 rheumatologischen Zentren in ganz Deutschland begleitet werden. Verglichen werden sie mit einer Kontrollgruppe von RA-Betroffenen ohne Lungenbeteiligung.

Untersucht bzw. gesucht werden unter anderem:

  • Genetische Risikofaktoren, insbesondere Varianten, die mit Immundefekten und dem JAK/STAT-Signalweg in Verbindung stehen
  • Neuartige Autoantikörper, die auf ein begleitendes Sjögren-Syndrom hinweisen und mit einem schwereren Verlauf einhergehen könnten
  • Veränderungen im Genexpressionsmuster (Transkriptom) des Blutes, die einen fortschreitenden Krankheitsverlauf frühzeitig anzeigen könnten
  • Der Einfluss gängiger RA-Medikamente, etwa Methotrexat, auf den Verlauf der Lungenerkrankung

Regelmäßig erhobene Daten – von Lungenfunktion und Bildgebung bis hin zu Blut- und Gewebeproben – fließen in eine zentrale, webbasierte Datenbank ein und werden jährlich am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ) ausgewertet. Ergänzend werden Blutproben zur Genanalyse in Hannover sowie zur Transkriptomanalyse an der Universität Mainz untersucht; ein neu entwickeltes Panel aus 52 Autoantikörpern wird zusätzlich in Berlin analysiert. Die Studie wird ergänzt durch die Expertise der Pneumologie der Medizinischen Hochschule Hannover (Prof. Dr. Jonas Schupp und PD Dr. Benjamin Seeliger), welche die radiologische Auswertung aller Lungen-CT-Aufnahmen zentral übernimmt.

„Die Ergebnisse der GRAIL-Studie sollen dazu beitragen, Risikopatientinnen und -patienten künftig früher zu identifizieren, den Krankheitsverlauf besser vorherzusagen und langfristig neue, gezieltere Therapieansätze zu entwickeln“, sagt Prof. Jens Gert Kuipers. „Erste Ergebnisse zu den neuen Autoantikörpern erwarten wir innerhalb der ersten zwei Studienjahre“.

Das „MVZ Osterstraße“, die 2025 gegründete Praxis für Hausärztliche Versorgung am RKK, wächst weiter und zieht um

„Der große Andrang nach der Eröffnung hat eigentlich nie richtig abgenommen – der Bedarf ist einfach riesengroß“, beschreibt Dr. Martin Langenbeck, Ärztlicher Geschäftsführer des RKK und des MVZ Osterstraße die Situation in der im April 2025 eröffneten Praxis. Deshalb hat die Geschäftsführung entschieden, nach eineinhalb Jahren nun neue, größere Räumlichkeiten im Ärztehaus Forum K in der Osterstraße 1a zu beziehen. Diese liegen seit September 2026 ebenfalls in der dritten Etage – allerdings nun auf ca. 400 statt vorher 150 Quadratmetern.

„Unserem Ziel, mit dem MVZ Osterstraße sukzessive das hausärztliche Versorgungsangebot auf der linken Weserseite zu erweitern und unterstützen, sind wir ein großes Stück nähergekommen“, erklärt Dr. Martin Langenbeck. Sukzessive hat das MVZ seine Sprechzeiten erweitert, beispielsweise freitags bis 16 Uhr. Ab 2027 ist eine Frühsprechstunde ab 7.30 Uhr geplant. „Ein Ende des Bedarfs an hausärztlicher Versorgung ist allerdings nicht in Sicht, auch wenn wir zurzeit noch Kapazitäten für Neuaufnahmen haben, ergänzt Hausarzt Daniel Kleimann, der ärztliche Leiter des MVZ.

Drei Ärztinnen, zwei Ärzte und sechs Medizinische Fachangestellte sind zurzeit hier im Einsatz. Zum Team stößt ab Januar 2027 noch Dr. Andrea Otterbeck mit ihrem Team. Die Internistin findet im MVZ Osterstraße eine neue Heimat, weil ihre Praxisräume in der Pelzerstraße 40 mit dem Abriss des Parkhaus Mitte 2027 ebenfalls verschwinden werden. „Wenn weitere Hausarztpraxen auf der linken Weserseite schließen und kein Nachfolger gefunden werden kann, wäre es für uns prinzipiell vorstellbar, uns zukünftig auch an weiteren Standorten für die hausärztliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger zu engagieren“, sagt Dr. Langenbeck.

„Im Prinzip haben wir durch die Koppelung unserer großen hausärztlichen Praxis MVZ Osterstraße mit der RKK- Notaufnahme bereits wesentliche Voraussetzungen für ein so genanntes INZ, ein integriertes Notfallzentrum, auf der linken Weserseite geschaffen“, sagt Dr. Walter Klingelhöfer, kaufmännischer Geschäftsführer des RKK. In einem INZ werden ankommende Patienten untersucht und nach Dringlichkeit eingeschätzt. Leicht verletzte oder erkrankte Personen erhalten ambulante Hilfe in der Notdienstpraxis - schwerkranke Patienten kommen direkt in die stationäre Notaufnahme. Damit möchte der Gesetzgeber die Strukturen der überlasteten Krankenhaus­notaufnahmen entlasten und unnötige Doppel­strukturen im Gesundheits­system abbauen. „Unseres Erachtens steht außer Frage, dass die bevölkerungs­reiche linke Weserseite auch im Hinblick auf die Schließung des Klinikums Links der Weser ein INZ braucht“, betont Dr. Klingelhöfer.

Leistungsangebot im MVZ Osterstraße

Das MVZ Osterstraße bietet Leistungen zur Beratung, Vorsorge, Untersuchung und Behandlung und steht sowohl für die Akutversorgung und als auch bei der kontinuierlichen Betreuung chronischer Erkrankungen an der Seite der Patientinnen und Patienten. Das Team leitet die Therapieplanung ein und koordiniert ggf. die notwendige fachärztliche Diagnostik und Therapien bei allen allgemeinmedizinischen und internistischen Krankheitsbildern sowie bei geriatrisch orientierten Behandlungsstrategien.

www.mvz-osterstrasse.de

Schockraumtraining im Rotes Kreuz Krankenhaus

Ärzt:innen, Pflegende und Rettungsdienst üben gemeinsam für den Fall der Fälle

Der Rettungswagen bringt nacheinander mehrere Schwerverletzte. Ein 80-jähriger Mann ist eine Treppe heruntergestürzt, eine jüngere Frau kommt mit Messerstichen im Oberkörper, ein Kind ist vom Balkon aus dem 3. Stock gefallen, ein Mann erleidet Schussverletzungen in Hals und Oberkörper, ein 30-Jähriger hat mit überhöhter Geschwindigkeit einen Motorradunfall, eine junge Frau fällt bei einem Springreitturnier vom Pferd auf ein Hindernis, ein Bauarbeiter ist vom Gerüst gestürzt.

Die Szenarien sind Teil einer großen Simulationsübung im Rotes Kreuz Krankenhaus am Samstag, 19. September. Beim “Schockraumtraining”, einer Übung zur Erstversorgung Schwerverletzter, proben rund 40 Mitarbeitende aus Anästhesie, Chirurgie, Pflegepersonal der Funktionsbereiche sowie dem Rettungsdienst den Ernstfall. Teil zwei des siebenstündigen Workshops sind die Schockraumszenarien mit lebensecht geschminkten, schauspielerisch versierten und vorab gebrieften „Patient:innen“. In Gruppen versorgen die Teilnehmenden die Unfallopfer. Bevor die Übungen im Schockraum starten, geht es für die Teams noch ins Tagungszentrum der Klinik zum ersten Teil des Workshops: Geübt wird dort vorab alles rund um Atmung und Atemwege, Kreislauf und Schock, Zugänge, Drainagen, der Umgang mit Extremitätenschienen und vieles mehr.

„Wir haben den Termin des regelmäßig im RKK stattfindenden Trainings auch vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten rund um den Tag der Deutschen Einheit in Bremen Ende September angesetzt, so Dr. Bernward Steinhorst, unfallchirurgischer Oberarzt und Mit- Initiator der Fortbildung. Eine Woche zuvor wurde bereits probehalber die telefonische Alarmierungskette ausgelöst und so überprüft, ob die Alarmierung der Mitarbeitenden im Ernstfall klappt. „Die Behörden sehen keine besondere Gefahrenlage, es gibt keine Anweisungen, seitens der Krankenhäuser besondere Vorkehrungen für das Wochenende 3.10.26 zu treffen. Wir haben trotzdem alle unsere Mitarbeitenden informiert, trainiert, die Telefonketten gecheckt und die Lagerbestände aufgefüllt“, so Steinhorst.

„Diese intensive Art der Fortbildung im Team ist unheimlich effektiv aber in der Organisation sehr aufwendig“, sagt Steinhorst. Trainiert werden nicht nur die Abläufe und das medizinisch-pflegerische Know-How sondern auch die kommunikativen Skills und das Teamwork in solchen Ausnahmesituationen. Dr. Dirk Hadler, unfallchirurgischer Chefarzt im RKK: „Der Adrenalinspiegel steigt ganz schön, wenn es im Schockraum richtig rundgeht.“ Wichtig ist dem Organisationsteam später eine hilfreiche Manöverkritik auf Augenhöhe und zum Schluss der Veranstaltung das gemeinsame Mittagessen. „So eine Übung kann man nicht im laufenden Betrieb machen und die Kolleg:innen kommen - auch wenn die Fortbildung als Arbeitszeit gilt - am Samstagvormittag, das ist schon toll“, findet Dr. Hadler.

Supergraphic am RKK

Ein Geschenk für die Bremer Neustadt zum 150-jährigen Jubiläum der Klinik

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Jubiläum. „Für dieses Ereignis haben wir uns ein besonderes Projekt überlegt – nachhaltig und mit Mehrwert, vor allem für die Neustadt“, sagt Dr. Walter Klingelhöfer, kaufmännische Geschäftsführer der Klinik.

Entstanden ist echter Hingucker: ein großes Kunstwerk auf ca. 270 qm an der herausgerückten Fassade des Ärztehauses Forum K neben dem Piepe-See, für das die Klinik Spendengelder eingeworben hat. Der angrenzende Wandbereich zum Park war lange mit wildem Graffiti besprüht, was das Erscheinungsbild des ohnehin stark belasteten öffentlichen Raums am Piepe-See zusätzlich beeinträchtigte. „Das Gelände am See verliert als wichtiger sozialer und familienorientierter Aufenthaltsort immer mehr an Schutz, Attraktivität und Aufenthaltsqualität. Wir wollen dazu beitragen, dass die Anwohner des Buntentorviertels und der Neustadt, Familien mit Kindern, Menschen in den Alten- und Pflegeheimen in der Nähe, Patient:innen und Angehörige und natürlich auch unsere Mitarbeitenden den Park wieder mehr nutzen und sich den Bereich „zurückerobern“, erklärt Dr. Walter Klingelhöfer die Entscheidung für das auch nachts beleuchtete Kunstwerk.

Entwickelt, gestaltet und umgesetzt wurde die Wandkunst von Tobias Kroeger, Künstler und kreativer Kopf der Agentur Supergraphics und seinem Team. Kroeger hat in Bremen bereits einige großflächige Wandgestaltungen geschaffen, die Orte verwandeln und ihnen eine neue Identität geben. „Studien zur Stadtentwicklung belegen, dass gezielte Kunstinterventionen im öffentlichen Raum die Wahrnehmung eines Quartiers innerhalb kurzer Zeit positiv verändern. Durch die architektonische Fassadengestaltung in Form einer Supergraphic entsteht eine klare, prägnante Fläche mit starker Fernwirkung – das verändert die Atmosphäre der Umgebung“, weiß der Künstler. Aus einer funktionalen Wand ist ein prägendes Kunstwerk entstanden, das Architektur, Bewegung und Identität zu einem neuen Bild des Ortes verbindet und die Fläche dauerhaft vor Zerstörung und visueller Entwertung durch Graffiti schützen soll.

Das Projekt wurde durch Spenden und Fördermittel der Waldemar-Koch-Stiftung, der Karin und Uwe Hollweg-Stiftung, der VUK-Stiftung und des Senators für Kultur der Freien Hansestadt Bremen finanziert.

Weitere Informationen:

Professionell, patientenorientiert, persönlich: Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen wird 150 Jahre alt

Als das Rotes Kreuz Krankenhaus im Jahr 1876 gegründet wurde, befand sich Bremen im Aufbruch. Die Stadt wuchs, die Industrialisierung veränderte das Leben der Menschen, und mit ihr stieg der Bedarf an medizinischer Versorgung. In dieser Zeit entstand das „Vereinskrankenhaus zum rothen Kreuz“ am 3. Juli 1876 - mit 30 Betten, einer Lernschwester, einem Patienten und Oberin Henny Sattler, die dem Haus bis 1881 vorstand.

Zum 150-jährigen Jubiläum blickt das Rotes Kreuz Krankenhaus auf eine Geschichte zurück, die eng mit der Entwicklung der Hansestadt verbunden ist. Aus einer kleinen Initiative wurde eine Institution, die seit eineinhalb Jahrhunderten für medizinischen Fortschritt, Gemeinsinn und Verlässlichkeit steht – und damit zu einem festen Bestandteil der Bremer Geschichte geworden ist.

„Das RKK hat sich zu einem modernen, leistungsfähigen Akutkrankenhaus entwickelt, das fest auf Bremens linker Weserseite und in der Region verwurzelt ist. Das ist wirklich ein Grund, stolz zu sein“, betont Dr. Klingelhöfer, kaufmännischer Geschäftsführer der Klinik. Dr. Martin Langenbeck, Ärztlicher Geschäftsführer des RKK ergänzt: „Unser Jubiläum soll aber nicht nur ein Anlass zum Feiern sein, sondern auch ein Moment des Dankes. Im Mittelpunkt unserer Arbeit standen und stehen immer die Menschen.

Generationen von Patientinnen und Patienten wurden bei uns behandelt, begleitet und gepflegt. Ebenso prägend sind die vielen Mitarbeitenden, die dem RKK mit ihrem Wissen, ihrem Engagement und ihrer Empathie sein Gesicht geben. Wir danken allen, die uns in den vergangenen 150 Jahren begleitet und unterstützt haben.“

Der Zusammenschluss mit der Roland-Klinik ist ein neuer Meilenstein in der Geschichte des Rotes Kreuz Krankenhauses und für die Gesundheitsversorgung links der Weser. „Mit diesem Schritt haben wir unsere Kräfte gebündelt, um die medizinische Versorgung in Bremen - vor allem auch die Akutversorgung auf der linken Weserseite - weiter zu stärken“, erklärt Dr. Walter Klingelhöfer.

Auf seiner Homepage hat das RKK eine Jubiläumsseite eingerichtet – mit prominenten Grußworten, einem Abriss der Geschichte, den wichtigsten Meilensteinen in 150 Jahren und der Entwicklung der medizinischen Schwerpunkte:

https://www.roteskreuzkrankenhaus.de/150-jahre/

Deutschlands beste Krankenhäuser 2026: RKK erneut vom F.A.Z.-Institut ausgezeichnet

Welche Klinik bietet eine hohe medizinische Qualität und wird zugleich von Patientinnen und Patienten positiv bewertet? Antworten auf diese Frage liefert das F.A.Z.-Institut seit 2018 mit einer jährlichen Auswertung zu „Deutschlands besten Krankenhäusern“.

Auch 2026 gehört das Rotes Kreuz Krankenhaus in der Kategorie „300-500 Betten“ zu den aufgelisteten Kliniken. Zusätzlich zur Gesamtauszeichnung ist das RKK mit seiner „Fachabteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, Orthopädische Chirurgie“ - unter Chefarzt Dr. Ingo Arnold - ausgezeichnet worden.

Für die Analyse wertet das Institut verschiedene Datenquellen aus. Neben den offiziellen Qualitätsberichten der Krankenhäuser werden auch Erfahrungen von Patientinnen und Patienten berücksichtigt, etwa aus Online-Bewertungsportalen. Ziel ist es, die komplexe Informationslage rund um die Krankenhauswahl übersichtlich aufzubereiten und eine fundierte Orientierung zu bieten. Die daraus entstehende Übersicht zeigt Krankenhäuser, die sowohl fachlich überzeugen als auch in der Wahrnehmung der Patientinnen und Patienten gut abschneiden.

Weitere Informationen zur Studie sind online abrufbar unter:

faz.net/asv/beste-krankenhaeuser.

Bundesweiter Aktionstag gegen den Schmerz 2026 am 2. Juni

Kostenlose Expert:innen-Telefon-Hotline am Dienstag, 2. Juni von 9.00 – 18.00 Uhr für Betroffene und Angehörige

Ob Tumorschmerzen, Nervenschmerzen, Kopf- oder Rückenschmerzen: Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzerkrankungen. Der Schmerz ist damit hierzulande eine Volkskrankheit. Betroffene erleben oft massive Einschränkungen im Beruf und im Privatleben. Statistiken zeigen, dass schon jetzt ein großer Teil der Schmerzpatientinnen und -patienten hierzulande lange im Dschungel des Gesundheitswesens umherirrt, um Zugang zu einer guten Therapie zu erhalten.

„Zu oft wird wertvolle Zeit verschenkt, in der Schmerzen noch gut behandelbar wären“, betont Schmerzexpertin Dr. Imke Starp, Leiterin des Bremer Schmerzzentrums im Rotes Kreuz Krankenhaus. Der „Aktionstag gegen den Schmerz“ will auf diese Missstände aufmerksam machen und Betroffene ermutigen, frühzeitig aktiv zu werden. Denn: „Wer früh professionelle Hilfe erhält, hat die besten Chancen auf eine erfolgreiche Therapie, die bestenfalls wieder eine aktive Teilnahme am Leben ermöglicht“, sagt die Expertin.

Frau Dr. Starp beteiligt sich deshalb aktiv mit einer Telefonsprechstunde am „Bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz“. Organisiert wird diese bereits zum 15. Mal von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. Unter der kostenfreien Hotline 0800–18 18 120 beantworten mehrere Dutzend renommierte Schmerzexpert:innen aus ganz Deutschland von 9.00 – 18.00 Uhr Fragen von Patient:innen.

Vermeiden, dass der Schmerz chronisch wird

Wichtig sei auch, Betroffenen die Gefahren der Chronifizierung von Schmerz aufzuzeigen und darüber zu informieren, welche Möglichkeiten sie haben, um dies zu verhindern und an wen sie sich wenden können. Präventive Therapiekonzepte und eine schnelle, gezielte Unterstützung können den Krankheitsverlauf deutlich positiv beeinflussen. „Frühe Intervention verbessert nicht nur die Prognose, sondern kann das Leben der Betroffenen nachhaltig erleichtern und bestenfalls verhindern, dass sie lebenslang Schmerzen haben“, betont die DMKG- zertifizierte Kopfschmerzexpertin Imke Starp.

Wer bereits länger unter Schmerzen leidet, findet heute vielfältige Therapieansätze: Neben individuell angepassten Medikamenten kommen psychologische Unterstützung, Bewegungs- und Entspannungstherapien sowie Biofeedback oder Physiotherapie zum Einsatz. Studien zeigen: Besonders multidisziplinäre Programme verbessern die Funktionsfähigkeit und die Lebensqualität deutlich.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen am bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz, dem 2. Juni, ist auf der Website der Schmerzgesellschaft unter www.schmerzgesellschaft.de verfügbar, ebenso wie umfassende Patienteninformationen zum Thema Schmerz.

Ultraschall-Spende für Kooperations-Klinik in Ghana übergeben

Abigail Johnson, zurzeit Hospitantin im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, wird das rundum erneuerte, tragbare Ultraschallgerät mit zurück nach Ghana nehmen.

Zwei Wochen begleitete Abigail Johnson, 31, ihre ärztlichen Kolleg:innen verschiedener Fachrichtungen bei der Arbeit im Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) Bremen. Ihre Lern-, Austausch- und Erfahrungs-Tour im RKK hat Dr. Bernward Steinhorst organisiert. Er ist Oberarzt und Initiator der Krankenhaus-Kooperation zwischen dem Bremer RKK und dem St. Martin de Porres Hospital in Eikwe, Ghana.

Für ihren Rückflug nach Ghana muss die junge Ärztin nun Zusatzgepäck einplanen: Samuel Nimmo, Geschäftsführer der Firma Fischer med. Technik aus Stuhr, überreichte ihr jüngst ein gespendetes, rundum erneuertes tragbares Ultraschall-Gerät. Seine Firma engagiert sich seit Langem für das Partner-Projekt. „Ich bin einfach total beeindruckt von der Kooperation zwischen den beiden Kliniken und dem, was Dr. Steinhorst und sein Team zusammen mit den afrikanischen Ärzt:innen auf die Beine stellen. Wir freuen uns, mit Know-How und Spenden rund um unser Fachgebiet „Ultraschall“ etwas dazu beitragen zu können“, so Nimmo. „Der Einsatz von Ultraschallgeräten ist gerade in einer Klinik mit 3.500 Geburten im Jahr, wie in Eikwe, aber auch für die internistische, pädiatrische und viszeralchirurgische Diagnostik ein absolutes Muss. Wir sind sehr dankbar für diese wichtige Spende“, erklärt Dr. Bernward Steinhorst.

Informationen zum Kooperationsprojekt

Seit vier Jahren besteht die Krankenhauspartnerschaft zwischen dem Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen und dem St. Martin de Porres Hospital in Eikwe. Ziel dieses Kooperationsprojektes ist es, medizinischem, technischem und pflegerischem Personal aus Eikwe eine Hospitation im RKK in Bremen anzubieten und auf der anderen Seite Mitarbeitenden des RKK die Erfahrung der Arbeit in Ghana zu ermöglichen. Das inspirierende, humanistische, freundschaftliche und langfristig angelegte Kooperations- und Ausbildungsprojekt funktioniert ohne staatliche Hilfe, rein spendenfinanziert. Jedes Jahr konnte das Projekt es bislang drei bis vier Mitarbeiter:innen aus Eikwe ermöglichen, in Deutschland Erfahrungen zu sammeln und zu lernen. Alle diese Menschen arbeiten in der ghanaischen Partnerklinik in Schlüsselpositionen und können deshalb vieles, was sie in Bremen gelernt haben, vor Ort um- und durchsetzen.

Zweimal im Jahr fliegt eine Gruppe RKK- Ärzt:innen, die oft auch von Medizinstudierenden verschiedener Fakultäten begleitet werden, nach Ghana. Darunter Unfallchirurg:innen, Internist:innen, OP-Assistentinnen etc. Die engagierten ehrenamtlichen Mediziner:innen geben von ihrem Wissen und ihrer Erfahrung und nehmen in gleicher Weise aus Ghana viel mit. Weitere Informationen zum Projekt: roteskreuzkrankenhaus.de/kooperation-mit-ghana

Dreimal ausgezeichnet: RKK-Chefärzte erneut in den Sonderausgaben des Focus „Top-Mediziner in Deutschland“, des Stern „Gute Ärzte für mich“ und im Verbrauchermagazin Guter Rat vertreten

Laut einer Studie des Focus, die das Recherche-Institut FactField GmbH im Auftrag des Nachrichtenmagazins durchgeführt hat, gehören die beiden RKK-Chefärzte Dr. Ingo Arnold und Prof. Jens Gert Kuipers zu den Top-Medizinern ihrer Fachgebiete in Deutschland. Beide Ärzte sind damit zum wiederholten Mal auf der Focus-Liste vertreten. Dr. Ingo Arnold, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, erhielt das Focus Siegel in seinen drei Fachgebieten Knie-, Fuß- und Hüftchirurgie, Prof. Kuipers in seinem Fachgebiet Internistische Rheumatologie.

Auch die renommierte Verbraucherzeitschrift Guter Rat arbeitet mit dem Recherche-Institut FactField zusammen. Ermittelt wurden für das Magazin deutschlandweit Ärztinnen und Ärzte mit besonderer Expertise. Mit dabei auch hier: Prof. Kuipers, Rheuma-Chefarzt, und Dr. Ingo Arnold, Orthopädie-Chefarzt.

In Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Rechercheinstitut MINQ haben die Medizinjournalist:innen des Magazin Stern “herausragende Mediziner:innen aus 100 Fachbereichen” in Deutschland anhand eines vielschichtigen Bewertungsverfahrens ermittelt. Hier sind die beiden Chefärzte in Bereich Internistische und Orthopädische Rheumatologie ebenfalls erneut vertreten.

Nacht, Notfälle und Teamgeist

„Notaufnahme: Samstagnacht“

Neue Folgen der DMAX-Dokumentation – gedreht im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen – werden am 5. und am 12. März jeweils um 21.15 Uhr im TV ausgestrahlt

Wenn die Party langsam ausklingt, beginnt für die Teams in Deutschlands Notaufnahmen der härteste Teil des Wochenendes. „Notaufnahme: Samstagnacht“ zeigt diesen Ausnahmezustand aus nächster Nähe. Seit 8. Januar 2026 laufen zehn neue Folgen der fünften Staffel immer donnerstags um 21:15 Uhr bei DMAX.

Hauptprotagonisten der beiden Bremer Folgen, die am 5. und am 12. März ausgestrahlt werden, sind der Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensiv- sowie Notfallpflege Christian Pianka und Dr. Jonas Görlach aus der Medizinischen Klinik im Rotes Kreuz Krankenhaus. Die Doku folgt in jeder 45-minütigen Episode zwei Notaufnahmen durch die Nacht: von der Übergabe am Samstagabend bis in den frühen Sonntagmorgen.

Gedreht wurden die Beiträge im RKK im Herbst 2025. Dabei erzählt die Serie konsequent aus der Perspektive der Pflegenden und Ärzt:innen, die teils im Minutentakt entscheiden, beruhigen, behandeln – und auch dann die Ruhe bewahren, wenn uneinsichtige oder alkoholisierte Patient:innen Widerstand leisten und die Polizei zum Schutz hinzugezogen werden muss.

„World´s Best Hospitals“ 2026: Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen erneut im Ranking der US-amerikanischen Wochenzeitung Newsweek gelistet

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) hat zum achten Mal in Folge einen Platz auf der Liste der „World’s Best Hospitals“ erhalten. Die US-amerikanische Wochenzeitung Newsweek und das Datenportal Statista haben in einer unabhängigen Analyse die weltweit und landesweit besten Krankenhäuser 2026 ermittelt. Ziel dieser Studie sei es, so Newsweek, Patienten und Familien, welche beste Pflege für sich und ihre Angehörigen suchen, einen datenbasierten Vergleich der Reputation und Leistung von Krankenhäusern in verschiedenen Ländern bereitzustellen. In diesem Jahr enthält die Liste Daten zu 2.500 Krankenhäusern in 32 Ländern. Für Deutschland haben es von insgesamt ca. 1.850 Krankenhäusern 220 Kliniken auf diese Liste geschafft, darunter auf den vorderen Plätzen die Unikliniken. Die Publikation der Liste erfolgte am 25. Februar 2026 auf newsweek.com. Für Bremen sind noch zwei weitere Kliniken gelistet, das Klinikum Bremen Mitte und das Klinikum Links der Weser.

Um die Qualität und Aussagekraft der Studie sicherzustellen, haben Newsweek und Statista eigenen Angaben zufolge eine aufwendige Methodik, basierend auf zahlreichen Datenpunkten, entworfen. Laut Statista basiert die Bewertung jedes Krankenhauses auf einer Online-Umfrage unter tausenden medizinischen Experten und öffentlichen Daten aus Patientenbefragungen nach dem Krankenhausaufenthalt zu deren Zufriedenheit. Der Score berücksichtige auch Qualitätskennzahlen der Krankenhäuser, z.B. zu Themen wie Hygiene und Patienten-Arzt-Verhältnis sowie eine Statista-Umfrage darüber, ob Krankenhäuser „Patient Reported Outcome Measures“ (PROMs) verwenden, also standardisierte Fragebögen, die von Patienten ausgefüllt werden, um ihre Erfahrungen und Ergebnisse zu bewerten.

Informationen zum Ranking und zur Methodik

Newsweek-Ranking:
https://rankings.newsweek.com/worlds-best-hospitals-2026
Ergebnisse des Deutschland-Ranking:
https://rankings.newsweek.com/worlds-best-hospitals-2026/germany

Tag der offenen Tür im Ausbildungszentrum "Pflegebildung Bremen" am Mittwoch, 11. März

Informationen rund um die Pflegeausbildung und berufliche Perspektiven, Führungen durch die neuen, farbenfrohen Räume im Kaffeequartier, Verlosung und vieles mehr: Am Mittwoch, 11. März 2026, lädt das Ausbildungszentrum der freigemeinnützigen Einrichtungen, “Pflegebildung Bremen”, von 08:30 bis 12:00 Uhr zum Tag der offenen Tür in die Lloydstraße 4–6 in der Überseestadt ein.

Als zentrale Ausbildungseinrichtung für Pflegeberufe in der Hansestadt gestaltet ‘Pflegebildung Bremen’ die Zukunft angehender Pflegefachpersonen. Kooperiert wird eng mit zahlreichen Krankenhäusern - so auch dem Rotes Kreuz Krankenhaus - sowie Pflegeeinrichtungen der Region. An einer Pflegeausbildung Interessierte sind zum ersten Tag der offenen Tür nach dem Umzug des Ausbildungszentrums ins Kaffeequartier eingeladen, die fröhlich gestalteten Räumlichkeiten zu entdecken und die moderne Lernumgebung persönlich kennenzulernen. Auch Schüler*innen der Mittel- oder Oberstufe, die sich eine Zukunft in der Pflege vorstellen können, erhalten an diesem Vormittag wertvolle Einblicke in das erfüllende und zukunftssichere Berufsbild Pflege.

Der Kennlerntag informiert über den Ablauf der Pflegeausbildung, Zugangsvoraussetzungen sowie zu den vielfältigen beruflichen Perspektiven und Karrierechancen. Die kooperierenden Trägereinrichtungen DIAKO und Diakonie Bremen, St. Joseph-Stift, Rotes Kreuz Krankenhaus, Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz und Caritas Bremen stehen vor Ort für Gespräche zur Verfügung und erläutern, wie das Gelernte aus dem Unterricht später in der jeweiligen Einrichtung in der Praxis umgesetzt wird. Fragen stellen, ins Gespräch kommen und sich ein eigenes Bild von der Ausbildung machen – all das ist ausdrücklich erwünscht. Ein zusätzliches Highlight: Unter allen Teilnehmenden werden attraktive Preise verlost.

Eine vorherige Anmeldung per E-Mail ist nur für Schulklassen erforderlich, die gemeinsam kommen möchten: info@pflegebildung-bremen.de.

Über Pflegebildung Bremen

Pflegebildung Bremen ist Anbieter für Ausbildung in der Pflege in freigemeinnütziger Trägerschaft. Sechs starke Partner stehen hinter dem Bildungszentrum: die drei Krankenhäuser St. Joseph-Stift, DIAKO und Rotes Kreuz Krankenhaus sowie die drei Träger der Altenhilfe Caritas, Diakonie und Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz. Durch die Kooperation mit den sechs freigemeinnützigen Einrichtungen kann Pflegebildung Bremen eine breit gefächerte Ausbildung in der Pflege auf hohem Niveau anbieten. Bereits während aber auch nach der Ausbildung zum/zur Pflegefachmann/frau sowie zum/zur Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in mit generalistischer Ausrichtung profitieren die Auszubildenden von den vielfältigen Möglichkeiten der Bildungseinrichtung und ihrer Gesellschafter: Eine Übernahme in einen Arbeitsvertrag ist nach erfolgreichem Abschluss garantiert.

Pressekontakt: Christin Pahn, stellvertretende Schulleitung, Lloydstraße 4–6, 28217 Bremen, Fon: +49 421 8071371-14, cpahn@pflegebildung-bremen.de, https://pflegebildung-bremen.de/

Stiftung Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen wird Träger der Roland Klinik, Orthopädische Fachklinik am Werdersee

Die beiden freigemeinnützigen Kliniken Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) und Roland Klinik bündeln ihre Kräfte. Nach umfangreicher rechtlicher und kaufmännischer Prüfung wurde die enge Zusammenführung der Strukturen am 28. Januar 2026 beschlossen. Die Stiftung Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen als neuer Träger der Roland Klinik gGmbH gibt damit grünes Licht für die zukunftsfähige Weiterentwicklung der gesundheitlichen Versorgung auf der linken Weserseite. Neue Geschäftsführer der Roland Klinik gGmbH sind Dr. Walter Klingelhöfer und Dr. Martin Langenbeck, ebenfalls weiterhin Geschäftsführer des RKK.

Hintergrund ist einerseits das geplante altersbedingte Ausscheiden der beiden Geschäftsführer der orthopädischen Fachklinik am Werdersee, Petra Wehrmann und Dr. Hans-Joachim Bauer, deren Väter die 1948 gegründete Klinik bereits ab 1956 gemeinsam leiteten. Weiterer Grund für die Assoziierung ist, dass die Krankenhausreform in Deutschland die Kliniken vor notwendige Veränderungen stellt und Vorgaben macht, die den Betrieb der beiden einzelnen Standorte Roland Klinik und RKK in ihrer jetzigen Größe auf Dauer nicht zukunftsfähig möglich machen. „Die Veränderungen, die auf die Kliniken zukommen, sind tiefgreifend. Sie müssen auf mehrjährige Sicht geplant werden. Unsere Häuser werden zusammenrücken, sie müssen strukturiert und zukunftsfähig weiter ausgerichtet werden“, erklärt Dr. Walter Klingelhöfer, Geschäftsführer des RKK. Der Betrieb wird in beiden Häusern wie gehabt weitergeführt und im Zuge der zukünftigen Leistungsgruppen-Zuordnung im Rahmen der Krankenhausreform und der Landeskrankenhausplanung nun weiterentwickelt.

„Die Roland Klinik ist unser Baby. Wir möchten, dass die Klinik weiterhin leistungsstark und konkurrenzfähig weiterentwickelt wird, wenn wir uns aus Altersgründen im Laufe dieses Jahres zurückziehen. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem RKK geprüft, in welcher Form wir die Weichen für zukunftsfähige Strukturen in der medizinischen Versorgung in Bremen stellen können“, so Dr. Bauer.

RKK und Roland Klinik sind als „Freie Kliniken“ bereits Kooperationspartner und haben bereits während der Corona-Zeit - auch dank ihrer engen Nachbarschaft - erfolgreich zusammengearbeitet. „Wir haben eine sehr gute und vertrauensvolle Basis mit dem RKK und dessen Geschäftsführung. Es ist uns sehr wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Roland Klinik wie bisher einen sicheren Arbeitsplatz haben. Wir werden alles dafür tun, dass die Leistungen und Versorgungsangebote der Roland Klinik ungeschmälert in dem Zusammenschluss aufgehen und auch weiterhin die qualitativ hochwertige Versorgung unserer Patientinnen und Patienten gewährleistet ist“, betont Petra Wehrmann. Die Patientenversorgung in der Roland Klinik läuft wie gewohnt ohne Einschränkungen weiter. Mitarbeitende der Roland Klinik und des RKK sind - und werden weiter - fortlaufend informiert.

Die Bündelung von Kompetenzen schafft neue Spielräume - gerade auch im Kontext der Vorgaben der bundesweiten Krankenhausreform. „Das Leistungsspektrum der Roland Klinik, beispielsweise mit dem Zentrum für Handchirurgie und Rekonstruktive Chirurgie und dem Wirbelsäulenzentrum, ergänzt unser orthopädisches und unfallchirurgisches Versorgungsangebot am RKK. Umgekehrt wird unsere Intensivstation wichtig für die Patientenversorgung der Roland-Klinik. Mit dem Zusammenschluss können wir Kompetenzen bündeln, Doppelstrukturen überdenken und besser verzahnen. Wir werden unsere Fachabteilungen optimal und zukunftsfähig ausrichten können und damit unseren Patientinnen und Patienten eine noch bessere Versorgung anbieten“, fasst Dr. Martin Langenbeck, Ärztlicher Geschäftsführer des RKK, die Überlegungen aus der Sicht des Mediziners zusammen.

Weitere Vorteile sind die Möglichkeiten der Bündelung administrativer Ressourcen sowie bessere Konditionen bei Einkauf, Energieverträgen, Vorratslagerung, Medizintechnik etc. Kündigungen sind nicht geplant. Im Gegenteil: „Wir sind überzeugt, dass ein Zusammenschluss für alle Beteiligten ein Gewinn ist. Es entstehen neue Karriereperspektiven, Entwicklungsmöglichkeiten und Mitgestaltungsprozesse. Die Kolleg:innen können sich austauschen, voneinander lernen und ihr Fachwissen erweitern. Im Wettbewerb um Fachkräfte und Ressourcen verbessert sich auch die Position auf dem Arbeitsmarkt. Das Weiterbildungsangebot wird sowohl für den ärztlichen Nachwuchs als auch für angehende Pflegefachkräfte attraktiver; die Ausbildung erleichtert. „Gemeinsam können wir Innovationen vorantreiben und neue Angebote entwickeln“ , ist Dr. Walter Klingelhöfer überzeugt. „Wir werden das Beste aus beiden Klinikwelten zusammenführen, zusammenwachsen und weiterentwickeln.“

„Wir sehen gemeinsam große Vorteile für Patient:innen, Mitarbeitende und die Region. Wir werden die Patientenversorgung auf der linken Weserseite erhalten und weiter stärken. Dies wird nach der Schließung des Klinikums Links der Weser immer wichtiger. Das Ziel ist nun definiert, die Route werden wir in den nächsten Monaten gemeinsam erarbeiten“, erklärt Dr. Hans-Joachim Bauer.

Dr. Frank Trösch wird neuer Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Leiter des Bremer Gefäß- und Aortenzentrums

Stabwechsel im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Nach 10 Jahren als Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie im Rotes Kreuz Krankenhaus verabschiedet das RKK Dr. Frank Marquardt in den Ruhestand. Unter seiner Leitung wurden die Gefäßchirurgie und insbesondere die endovaskulären Behandlungsverfahren in der Aortenchirurgie auf höchstem Niveau weiterentwickelt - 2019 entstand im RKK das erste und einzige Bremer Aortenzentrum. In seine Fußstapfen tritt zum 1. Februar 2026 der nahe Marburg in Biedenkopf geborene Dr. Frank Trösch. Der hoch qualifizierte und erfahrene Facharzt für Gefäßchirurgie und Herzchirurgie mit Zusatzbezeichnungen in der Phlebologie und Notfallmedizin ist seit 2012 als Oberarzt und bereits seit 2016 als leitender Oberarzt sowie ständiger Vertreter des Chefarztes in verantwortlicher Position tätig.

Dr. Trösch ist weitergebildeter endovaskulärer Chirurg und -Spezialist und verfügt unter anderem über Zusatzqualifikationen in der Röntgendiagnostik des Thorax sowie der interventionellen Diagnostik und Röntgendiagnostik des Gefäßsystems. Sein Schwerpunkt ist die komplexe abdominelle und thorakale Aortenchirurgie (Chirurgie der Bauch- und Brustschlagader).

Überregionale Schlagzeilen machte der neue Chefarzt im Jahr 2025, als unter seiner Führung erstmals in Bremen das Team des Aortenzentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus eine komplette Aortenbogenprothese minimalinvasiv implantierte. Die Erfahrung, die benötigt wird, um diese hochkomplexe Operation durchzuführen, konzentriert sich in Deutschland auf wenige spezialisierte Zentren. Die individuell gefertigte Prothese wird dabei minimalinvasiv über die Leiste sowie weitere kleine Zugänge vom Hals oder Arm aus eingeführt. Der Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine mit Herzkreislaufstillstand sowie das Öffnen des Brustkorbs sind dank dieses minimalinvasiven Verfahrens nicht mehr notwendig.

Das Gefäßzentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus war das erste seiner Art in Bremen und wurde 2003 gegründet. Das spezialisierte RKK-Aortenzentrum, das die Klinik 2019 gründete, zählt laut DIGG-Register heute zu den wenigen sogenannten High-Volume-Centern, das heißt,zu den größten in Deutschland. Erkrankungen der Hauptschlagader sind ein medizinisches Spezialgebiet und erfordern die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fachgebieten Gefäßchirurgie, Angiologie und Radiologie. Am RKK werden alle Therapieoptionen für die Behandlung therapiepflichtiger Aortenerkrankungen bei Erwachsenen an einem Standort angeboten.

Weiter ausbauen wird der neue Chefarzt vor allem die komplexe Aortenchirurgie. Auch die spezielle Sprechstunde für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Brust- oder Bauchschlagader möchte der neue Chefarzt ausweiten. „Bei mir gibt es keine Behandlung von der Stange. Der Mensch steht für mich immer im Mittelpunkt. Ich lege großen Wert auf das Gespräch mit meinen Patientinnen und Patienten, um gemeinsam die beste individuelle Therapieoption zu finden“, betont der Gefäßexperte.

Stammzellen-Typisierungsaktion für die vierjährige Mila

Veranstaltung mit Weihnachtsbasar und Kuchenbuffet am 01.12.2025 von 14–19 Uhr im Tagungszentrum der Klinik

Am 1. Dezember findet im Tagungszentrum des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen von 14 bis 19 Uhr eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) statt. Gesucht wird die lebensrettende Spende für die vierjährige Mila, die Tochter einer Krankenschwester des RKK. Ein Mitarbeiterteam der Klinik, Freundinnen und Freunde und viele freiwillige Helferinnen und Helfer organisieren die Aktion inklusive Kaffee und Kuchen und einem großen Weihnachtsbasar. Der Erlös kommt der DKMS zugute.

Die vierjährige Mila lebt mit ihrer Mama Anne-Marie und ihrem Papa Dirk im Bremer Umland. Sie liebt das Meer, Regenbögen und Einhörner. Wie ihre Mutter möchte das hilfsbereite, intelligente kleine Mädchen später Krankenschwester werden. Schon jetzt spendet sie Trost im Kindergarten, wenn andere traurig sind. Mila hat das Myelodysplastische Syndrom (MDS), eine seltene Erkrankung des blutbildenden Systems. Für ihre Heilung braucht Mila dringend eine Stammzellspende.

Alle, die zwischen 17 und 55 Jahren alt und gesund sind, können sich am 1. Dezember als potenzielle Lebensretter:innen im Rotes Kreuz Krankenhaus registrieren. Dies geschieht mit einem einfachen Wangenabstrich, mit dem anschließend in Labor der DKMS die Gewebemerkmale bestimmt werden.

Weitere Informationen zu Stammzellenspenden…

Große Rheuma-Ärztefortbildung für Nordwestdeutschland am Samstag, 08. November im Rotes Kreuz Krankenhaus

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) organisiert jährlich das „Bremer Rheumasymposium“ - die größte Rheuma-Ärztefortbildung in Nordwestdeutschland. In diesem Jahr werden zum 43. Mal Ärzte und Wissenschaftler ins Tagungszentrum der Klinik kommen, um sich über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen auszutauschen. Die Themen des Symposiums sind nach den Wünschen der teilnehmenden Haus- und Fachärzte für ihre tägliche Praxis ausgerichtet. Die Volkskrankheit Rheuma ist mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen – gerade in Zeiten des deutschlandweiten Mangels an Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich das anerkannte und DGRh-zertifizierte (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.) Bremer Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Die Themen 2025 sind:

  • Rheumatoide Arthritis – aktuelle Aspekte der Diagnostik und Therapie
  • Rheumatologie trifft Gastroenterologie
  • Sytemischer Lupus Erythematodes
  • Die Gicht – eine uralte Krankheit neu beleuchtet
  • Perioperatives Management vor Gelenkeinsatz / Behandlung des Gelenkprothesen-Infekts

Weitere Informationen…

Rotes Kreuz Krankenhaus erhält Auszeichnung als CRPS-freundliche Einrichtung

Die „entgleiste Heilentzündung“ – so nannte der deutsche Chirurg Paul Sudeck Anfang des 20. Jahrhunderts das nach ihm benannte Krankheitsbild. Der Name wurde in den frühen 2000er Jahren zugunsten des internationalen Fachbegriffs Complex Regional Pain Syndrome ersetzt. Bis heute ist nicht vollständig geklärt, was diese seltene Krankheit auslöst. Entzündliche Prozesse, vom Nervensystem ausgehende Störungen und Veränderungen in Rückenmark und Gehirn spielen eine Rolle. „CRPS wird oft erst sehr spät erkannt, obwohl gerade in den ersten Wochen die Heilungschancen am besten sind, sagt Dr. Imke Starp, Ärztliche Leiterin der Klinik für Schmerzmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Die Erkrankung beginnt häufig nach einer Verletzung oder Operation mit einem starken, brennenden Schmerz, der bei Belastung oder Bewegung zunimmt. Viele Patienten empfinden den Schmerz schon bei leichten, eigentlich angenehmen Berührungen, oft verbunden mit Kribbeln, starker Schwellung und geröteter Haut. „Symptome sind Durchblutungsstörungen, Ödeme, Hautveränderungen und schließlich Funktionseinschränkungen“, so Dr. Starp. Der Krankheitsverlauf des CRPS ist höchst unterschiedlich und reicht von völliger Ausheilung bis zum schweren chronischen Verlauf mit bleibender Behinderung und Schmerz. Nach Frakturen, z.B. einem Bruch des Handgelenks, tritt das CRPS bei etwa ein bis zwei Prozent der Patient:innen auf. Zwei bis fünf Prozent sind nach peripheren Nervenverletzungen von der Krankheit betroffen – dabei Frauen zwei bis dreimal häufiger als Männer.

Dr. Imke Starp und ihr Team in der Klinik für Schmerzmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus setzen bei der Behandlung schwerer Verläufe der tückischen Erkrankung auf die multimodale Schmerztherapie - also ein individuell geschnürtes Paket aus Schmerzmedikamenten (Opiaten), Physiotherapie, Lymphdrainagen, Ergotherapie und Verhaltenstherapie.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie ist für uns Ansporn, unsere Arbeit im Sinne der Betroffenen weiterzuführen und noch stärker auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen. Wir brauchen in Deutschland dringend mehr Aufklärung, Verständnis und Unterstützung für Patient:innen mit dieser seltenen Erkrankung“, sagt Dr. Imke Starp.

Als CRPS-freundliche Einrichtung zeichnet sich die Schmerzklinik des RKK durch besondere Sensibilität, Fachwissen und Unterstützungsangebote aus, die den Bedürfnissen von Betroffenen gerecht werden, so die CRPS-Selbsthilfegruppe. Im Rahmen der Zertifizierung wurden unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Schulung und Sensibilisierung des Personals im Umgang mit CRPS-Betroffenen
  • Barrierearme Strukturen und Abläufe, die eine bestmögliche Versorgung ermöglichen
  • Kooperationen mit Fachärzt:innen, Therapeut:innen und Selbsthilfegruppen
  • Informations- und Unterstützungsangebote für Betroffene und ihre Angehörigen

Selbsthilfegruppe CRPS Köln/Bremen

Regelmäßige Gruppentreffen für Erkrankte und deren Familien in Bremen finden immer am letzten Freitag der geraden Monate statt - von 18.00 – 20.00 Uhr im Netzwerk Selbsthilfe e.V., 1. Etage, Faulenstraße 20, 28195 Bremen

Medizinische Hochschule Hannover und Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen kooperieren künftig auf dem Gebiet der Organspende

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) kooperieren künftig auf dem Gebiet der Organspende.

Der Prozess rund um eine potentielle Organspende in einem Krankenhaus ist sehr komplex. Selbst große Unikliniken durchlaufen diesen Prozess nur wenige Male im Jahr. Ein Kooperationsvertrag mit dem Transplantationszentrum der MHH bietet im RKK nun Unterstützung auf dem Gebiet der Organspende. „Man benötigt viel Know-How und bindet jede Menge Ressourcen, um komplexe Prozesse, wie die Feststellung des Hirntodes, die Diagnostik während der Organspende oder die Betreuung der Angehörigen in der Klinik durchzuführen. Durch die Kooperationen bekommen wir nun auf Wunsch Unterstützung und können so gemeinsam mit der MHH sicherstellen, dass auch in schwierigen Fällen bestmögliche Abläufe und Betreuungen gewährleistet sind“, erklärt Dr. Martin Langenbeck, Ärztlicher Geschäftsführer und Transplantationsbeauftragter der Klinik.

„Als erfahrenes Organspendekrankenhaus möchten wir Sicherheit rund um die komplizierten Abläufe der Organentnahme bieten. Der Kooperationsvertrag schafft die Grundlage für eine unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen dem RKK als potentiellem Entnahmekrankenhaus und dem MHH-Transplantationszentrum. Das entlastet die Kolleg:innen vor Ort im RKK und unterstützt die Klinik“, sagt Frank Logemann Transplantationsbeauftragter der Medizinischen Hochschule Hannover MHH.

Inhaltlich geht es neben einem Informations- und Erfahrungsaustausch um die gegenseitige Unterstützung bei problematischen Fällen, die Kompensation von Personal und Technik sowie die Absicherung des Zugriffs auf das Organ- und das Gewebespenderegister. Verabredet wurden außerdem gemeinsame Aktionen zur Öffentlichkeitsarbeit, Schulung des Personals und von weiteren Transplantationsbeauftragten sowie ein verbessertes Qualitätsmanagement durch Peer review-Verfahren.

Organspenden können in allen Kliniken stattfinden, die über eine Intensivstation mit Beatmungsplätzen verfügen, in Bremen sind dies 9 Kliniken. Diese „Entnahmekrankenhäuser“ sind gesetzlich verpflichtet, potenzielle Organspender zu erkennen und umgehend an die Koordinierungsstelle, die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), zu melden. Verantwortlich für den Prozess ist der Transplantationsbeauftragte der Klinik. Im Rotes Kreuz Krankenhaus identifiziert Dr. Martin Langenbeck mögliche Patienten. Er organisiert den Organspendeprozess, berät das Krankenhauspersonal und betreut die Angehörigen. „Je sicherer die Abläufe sitzen, je mehr Unterstützung bei Personal, Technik und Material, je strukturierter und klarer das Vorgehen und die Prozesse, desto geringer sind die Hürden, eine mögliche Organspende auszuloten“, ist sich der Chefarzt sicher.

Die Organentnahme ist gemeinsame Aufgabe des Entnahmekrankenhauses und des Transplantationszentrums. Die Transplantation selbst darf nur von einem entsprechenden Zentrum vorgenommen werden. In Deutschland gibt es zurzeit ca. 1200 Entnahmekrankenhäuser und 45 Transplantationszentren, von letzteren ist das der MHH das größte. Rund 8500 Patient:innen stehen bundesweit auf den Wartelisten für ein Spenderorgan.

Pflegebildung Bremen bezieht neuen Standort in der Überseestadt

Neue Räume, frischer Name, mehr Ausbildungsplätze: Bremer Pflegeschule setzt auf neuartiges Lernkonzept

Neuer Standort für Pflegebildung Bremen: Die Pflegeschule erweitert ihre Kapazitäten und hat in zentraler Lage in der Überseestadt zeitgemäße Räumlichkeiten bezogen. Das Schulgebäude im Kaffee-Quartier bietet neben mehr Platz auch die entsprechenden Möglichkeiten für die Umsetzung des modernen Ausbildungskonzepts, das von Lehrenden, Auszubildenden und Praxisanleitungen gemeinsam entwickelt wurde: In „Skills Labs“ können die Schüler:innen zentrale Tätigkeiten des Pflegeberufs realitätsnah üben; Lernlandschaft, großzügige Klassenzimmer, digitale Unterrichtsmethoden und ansprechend gestaltete Aufenthaltsbereiche sollen eine motivierende Lernatmosphäre ermöglichen. Zeitgleich erhielt die Schule einen neuen Namen: Das ehemalige Bremer Zentrum für Pflegebildung der freigemeinnützigen Einrichtungen heißt jetzt kurz und knackig – Pflegebildung Bremen.

Die Ausbildung zur Pflegefachkraft gehört aktuell zu den zehn bestbezahlten Ausbildungsberufen in Deutschland. In den letzten Jahren ging die Zahl der Ausbildungsplätze in Bremen stetig nach oben, sodass die bisherigen Räumlichkeiten der Pflegeschule in der Neustadt nicht mehr ausreichten. Mit dem Umzug ins Kaffee-Quartier (Lloydstraße 4) steht nun mehr als doppelt so viel Fläche für moderne Aus- und Fortbildungsangebote zur Verfügung. Unterstützt wurden Umbau und Neugestaltung der Schule mit Fördermitteln in Höhe von einer Million Euro durch das Land Bremen. Ein besonderes Highlight aus Sicht der Auszubildenden sind die modernen „Skills Labs“, die speziell für Pflegebildung Bremen konzipiert wurden. Hier können die Schüler:innen beispielsweise die Versorgung von Säuglingen üben. Drei weitere Simulationsräume sind der Akut- sowie der Langzeitpflege gewidmet.

„Die Herausforderungen in der Pflege werden aufgrund des demografischen Wandels, der voranschreitenden Digitalisierung, der Ambulantisierung und des zunehmenden Fachkräftemangels immer größer. Umso wichtiger ist es, Pflegekräfte in allen Bereichen und Settings auszubilden“, sagt Geschäftsführerin Daniela Reinhardt, die bereits maßgeblich an der Einführung und Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung in Bremen vor fünf Jahren mitgewirkt hat. 2020 wurden die bis dahin getrennt laufenden Ausbildungen zur Pflegefachkraft in der Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege bundesweit in der sogenannten generalistischen Ausbildung zur/zum Pflegefachfrau/-mann zusammengeführt. Reinhardt: „Unser darauf aufbauendes Schulkonzept soll den Auszubildenden Kompetenzen vermitteln, die sich an realitätsnahen ­ Pflegesituationen orientieren. Erfahrungswerte von Lehrkräften, Auszubildenden und unseren Gesellschaftern sind in den neuen Schulstandort mit eingeflossen, was sich in der Gestaltung der neuen Räumlichkeiten, im Einsatz moderner Unterrichtsmethoden sowie in der individuellen ­ Förderung der Auszubildenden widerspiegelt.“

„Schule soll nicht nur ein Lernort sein“

So wurde das neue Schulgebäude in der Bremer Überseestadt bewusst als Denkraum konzipiert – mit offenen, hellen Klassenzimmern, großer „Lernlandschaft“, einladend gestalteten Aufenthaltsbereichen und einem Ruheraum. Die farbenfrohen Lern- und Lehrräume sorgen für Aufenthaltsqualität und eine lebendige Arbeitsatmosphäre. „Pflegekraft ist ein enorm anstrengender Ausbildungsberuf“, sagt Daniela Reinhardt. „Es ist wichtig, dass die Schule nicht nur Lernort ist, sondern auch Raum für Austausch mit Auszubildenden aus anderen Einrichtungen und Rückzugsmöglichkeit bietet.“

Eine große Besonderheit der Bremer Pflegeschule liegt in ihrer freigemeinnützigen Trägerstruktur. Sechs starke Partner stehen hinter der Bildungseinrichtung – die drei Krankenhäuser DIAKO, Rotes Kreuz Krankenhaus und St. Joseph-Stift sowie Caritas, Diakonie und Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz als Anbieter von Lang- und Kurzzeitpflege sowie ambulanter Pflege. Dies ermöglicht den Azubis vielfältige Einblicke in die unterschiedlichen Pflegebereiche. „Für die Patientinnen und Patienten ist es sehr vorteilhaft, dass ich durch meine Praktika bei verschiedenen Trägern ein breites Erfahrungsspektrum mitbringe. Dadurch weiß ich, was dort jeweils für die individuelle Betreuung wichtig ist“, sagt zum Beispiel Rim Abou Khalil, Auszubildende im DIAKO. Weitere freigemeinnützige Einrichtungen wie die Roland-Klinik, Bremer Hände, vacances oder der Pflegedienst vielfältig. entsenden ebenfalls ihre Azubis an die Schule. Sie alle verbindet das Anliegen, die Auszubildenden umfassend und insbesondere gezielt in ihren persönlichen ­ Entwicklungspotenzialen zu fördern. Nach erfolgreichem Abschluss bieten die Einrichtungen zahlreiche Fortbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. „Ich hoffe, dass wir mit unserer besonderen Ausbildung viele Menschen für eine Karriere in der Pflege begeistern können“, so Daniela Reinhardt.

Über Pflegebildung Bremen

Pflegebildung Bremen ist Anbieter für Ausbildung in der Pflege in freigemeinnütziger Trägerschaft. Sechs starke Partner stehen hinter dem Bildungszentrum: die drei Krankenhäuser St. Joseph-Stift, DIAKO und Rotes Kreuz ­ Krankenhaus sowie die drei Träger der Altenhilfe Caritas, Diakonie und Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz. Durch die Kooperation mit den sechs freigemeinnützigen Einrichtungen kann Pflegebildung Bremen eine breit gefächerte Ausbildung in der Pflege auf hohem Niveau anbieten. Bereits während aber auch nach der Aus­ bildung zum/zur Pflegefachmann/frau sowie zum/zur Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in mit generalistischer Ausrichtung profitieren die Auszubildenden von den vielfältigen Möglich­ keiten der Bildungseinrichtung und ihrer Gesellschafter: Eine Übernahme in einen Arbeitsvertrag ist nach erfolgreichem Abschluss garantiert.


Foto, von links:
Jörg Rahman, Lehrkraft Pflegebildung Bremen
Alena Maniscalco, Auszubildende Pflegebildung Bremen
Christin Pahn, stellv. Schulleiterin, Pflegebildung Bremen
Martin Böckmann, geschäftsführender Vorstand Caritas Verband Bremen
Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz
Daniela Reinhardt, Geschäftsführerin Pflegebildung Bremen
Thomas Kruse, Geschäftsführer, DIAKO Krankenhaus Bremen
Dr. Walter Klingelhöfer, Geschäftsführer, Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen
Antje Eekhoff, Pflegedirektorin, St. Joseph-Stift
Markus Huber, DIAKO Krankenhaus Bremen
Karina Altenfelder, Vorständin der Diakonie Bremen
Dorothea Jäger, Lehrkraft, Pflegebildung Bremen
Lena Geffken, stellv. Vorsitzende der Bremischen Schwesternschaft

pflegebildung-bremen.de

RKK erhält Auszeichnung „Deutschlands beste Krankenhäuser 2025“ des F.A.Z.-Instituts

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) ist laut F.A.Z.-Institut eines von „Deutschlands besten Krankenhäusern“ in der Größenkategorie 300 bis 500 Betten. Im Bundesland Bremen wurden in der Kategorie 300-500 Betten nur zwei Kliniken ausgezeichnet, das RKK mit 86,5 von 100 Punkten und das Klinikum Bremen Nord mit 83,0 Punkten. Die Studie des F.A.Z.-Institut wurde mit Hilfe des IMWF-Instituts für Management- und Wirtschaftsförderung und der Analysegesellschaft ServiceValue erstellt und im Juli veröffentlicht.

Datenbasis für die Bewertung sind laut F.A.Z. eine Auswertung der aktuellsten verfügbaren Qualitätsberichte des Gemeinsamen Bundesausschusses, Daten des Bundes-Klinik-Atlas des Gesundheitsministeriums, Patientenbewertungen (klinikbewertungen.de) sowie Internetdaten, die per KI analysiert und mittels Sentiment-Analyse bewertet wurden. Das Ergebnis, so die F.A.Z., sei ein einzigartiger Überblick über Deutschlands beste Krankenhäuser, dessen Resultat dabei helfen solle, die Vielzahl der Informationsangebote handhabbar zu machen.

Fachabteilungen der Krankenhäuser wurden zusätzlich separat ausgezeichnet.

Das Rotes Kreuz Krankenhauses war 2025 mit gleich vier Fachbereichen dabei:

  • Gefäßchirurgie, Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie
  • Allgemeine Chirurgie, Visceralchirurgie
  • Orthopädie und Unfallchirurgie, Orthopädische Chirurgie
  • Rheumatologie: Orthopädie mit Schwerpunkt Rheumatologie, Innere Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie

Die Studie sowie Informationen zu Methode, Auswertung und wissenschaftlichen Begleitung wurde auf https://www.faz.net/asv/beste-krankenhaeuser/ veröffentlicht.

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