Aktuell

39. Bremer Rheumasymposium am Samstag, 20. November 2021

Auf dem Bremer Rheumasymposium, organisiert durch das Bremer Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus, tauschen sich Ärzte und Wissenschaftler über den aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen aus. Die Themen des Symposiums sind nach den Wünschen der teilnehmenden Haus- und Fachärzte für ihre tägliche Praxis ausgerichtet.

Die Volkskrankheit Rheuma ist mit ihren zahlreichen verschiedenen Krankheitsbildern ein komplexes Feld. Wichtig für die schnelle Diagnose ist neben der engen Kooperation der beteiligten Berufsgruppen auch die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen – gerade in Zeiten des deutschlandweiten Mangels an Rheumatologen. Dieser Aufgabe widmet sich das anerkannte und DGRh- zertifizierte (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V.) Rheumazentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus.

Die Themen 2021 Jahr sind:

  • Polymyalgia und Riesenzellarteriitis
  • Rheumatische Manifestationen am Auge
  • ANCA assoziierte Vasculitis
  • Arthrose – Wie diagnostizieren? Wie therapieren? Wie vorbeugen?
  • Die Juvenilen idiopathischen Arthritiden

Endoprothetikzentrum (EPZ) im RKK erneut erfolgreich rezertifiziert

Patient:innen profitieren vom Knie- und Hüftgelenkersatz im RKK - das bestätigte die erneute externe Prüfung. Unter anderem wurden Qualität und Quantität der chirurgischen Eingriffe, die Qualifikation und Zusammenarbeit der Mitarbeiter:innen sowie die fachübergreifenden Behandlungspfade gelobt. Die Prüfer hoben die Professionalität und die “berufsgruppenübergreifende konstruktive, engagierte, freundliche und sehr gute Zusammenarbeit” im Endoprothetikzentrum sowie dessen stetige qualitative Weiterentwicklung hervor. Besondere Anerkennung fanden das durchdachte Schmerzkonzept, welches einen hohen Autonomiegrad der pflegerischen Mitarbeitenden ermöglicht, und das Weiterbildungskonzept für die Ärztinnen und Ärzte im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen.

Das von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Endoprothetik und dem Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie entwickelte Zertifizierungssystem EndoCert kontrolliert seine Teilnehmer jährlich. Alle drei Jahre erfolgt eine erneute Zertifizierung, bei der alle Behandlungsschritte auf Herz und Nieren überprüft werden. Für die Zertifizierung muss ein EPZ strenge Kriterien erfüllen, beispielsweise ist die Zertifizierung an Mindestzahlen von Einsatz- und Wechseloperationen und eine bestimmte Anzahl von Operationen der einzelnen Ärzt:innen gebunden. Die Daten und Fakten fließen nach erfolgter Einführung des Systems an das Deutsche Endoprothesenregister. Das EPZ wird regelmäßig von einer Zertifizierungsgesellschaft auf die Einhaltung dieser Standards überprüft.

Das RKK versorgt seit Jahrzehnten auf hohem Niveau Patient:innen mit künstlichem Gelenkersatz. Durch den Schwerpunkt in der operativen Rheumatologie, Unfallchirurgie und physikalischen Medizin haben die Ärzt:innen die Kompetenz und Erfahrung auch bei schwierigen Fällen. In Kooperation mit der Medizinischen Klinik können auch Patient:innen operiert werden, die aufgrund etwaiger Vorerkrankungen nach einer OP einer intensivmedizinischen Versorgung bedürfen.

Überwachungsaudit Pflege erfolgreich: Pflegemanagement im RKK geprüft

Seit 2014 ist die Bremische Schwesternschaft vom Deutschen Roten Kreuz e.V. – und damit das gesamte Pflegemanagement des Rotes Kreuz Krankenhauses – nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Im Rahmen eines Überwachungsaudits überzeugten sich die Prüfer vom 15.-17.9.21 erneut u.a. vom funktionierenden Pflegeprozess.

Sie prüften den Ablauf und die pflegerische Behandlung eines imaginären Patienten mit Gelenkersatz im Endoprothetikzentrum und lobten die engagierten und kompetenten Mitarbeitenden der Klink. Besondere Anerkennung fand das innovative Konzept der „Fachmentoren“, die fachliche Spezialthemen direkt am Fall unterrichten und der „Zentralen Mentoren“, welche neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Einarbeitung auf den Stationen und bei besonderen Tätigkeiten zuverlässig und regelmäßig zur Seite stehen.

Schon 2014 nach der Zertifizierung hieß es seitens der Prüfer, sie würden sich im RKK bedenkenlos jederzeit selbst einweisen lassen.

Zum 12. September: Europäischer Kopfschmerz- und Migränetag

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Je nach Ursache, Dauer und Art der Schmerzen unterscheidet die Deutsche Migräne und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) über 176 verschiedene Arten. Dr. Joachim Ulma, Chefarzt im Bremer Schmerzzentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK), ist anerkannter Experte auf diesem Gebiet. Das Zentrum feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen.

„Über 90 Prozent aller Kopfschmerzen lassen sich auf Migräne, Spannungs- kopfschmerz und Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK) zurückführen, weiß Dr. Joachim Ulma, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK). Unmittelbar lebensbedrohlich sind diese Kopfschmerzen nicht, jedoch schränken sie die Lebensqualität der Patienten ganz erheblich ein. Chronisch ist der Schmerz, wenn er über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten an mehr als zehn Tagen im Monat auftritt. In solchen Fällen bringt oft eine spezielle schmerztherapeutische Behandlung, wie sie im Rotes Kreuz Krankenhaus angeboten wird, Linderung. 1981 – vor genau 40 Jahren – entstand dort die erste Schmerzambulanz Bremens. Sie entwickelte sich in den 80er Jahren zum größten Schmerzzentrum in ganz Norddeutschland mit stationären Betten für die Aufnahme chronisch Schmerzkranker. Auch eine Schmerzambulanz ist hier angesiedelt. Für die Diagnostik und Therapie der oftmals komplizierten Schmerzerkrankungen steht dort ein Team aus Schmerztherapeuten, Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten, Psychologen, Mund-Kiefer- Gesichtschirurgen sowie Physiotherapeuten zur Verfügung.

Spezialisierte Behandlung von Kopfschmerzen

Die Diagnose chronischer Kopfschmerzen kommt meist ohne aufwendige und kostspielige bildgebende Verfahren aus. In spezialisierten Zentren wie im RKK kann die gesamte Bandbreite der Kopf- und Gesichtsschmerzen behandelt werden. Das therapeutische Spektrum reicht von der medikamentösen Therapie, Nervenblockaden, Botoxbehandlungen über Psychotherapie und Biofeedback bis zu Patientenschulungen sowie besonderen Physiotherapieverfahren bei Kopf- und Gesichtsschmerzen. Zusätzlich zur körperlichen und neurologischen Untersuchung liefert ein intensives Patientengespräch die wichtigsten Anhaltspunkte. Hilfreich ist auch ein Kopfschmerz- Kalender, der in Apotheken und auf der Website der DMKG kostenlos erhältlich ist. Darin protokolliert die Patienten Dauer und Häufigkeit der Anfälle, Begleiterscheinungen und Medikation. Mithilfe der Notizen können oft individuelle Trigger erkannt werden. Die Diagnostik der Gesichts- oder Kopfschmerzen erfolgt in der Kopfschmerzsprechstunde der Schmerzambulanz. Zuvor muss das Gehirn mindestens einmal radiologisch untersucht worden sein. Erst wenn die Diagnose steht, wird die Therapie besprochen.

Spezialisierte Behandlung von Migräne

Migräne kennt keine geographischen Grenzen oder soziale Unterschiede. In Deutschland sind etwa 3,7 Millionen Frauen und rund 2 Millionen Männer betroffen, am häufigsten in der Gruppe der 35 – 45- Jährigen. 4 bis 5 Prozent der Kinder erleiden regelmäßig Migräneattacken. Bis zur Pubertät sind Jungen und Mädchen gleich häufig betroffen. Später tritt die Migräne öfter bei Frauen auf. Im fortgeschrittenen Alter gleichen sich Geschlechtsunterschiede wieder aus, die Migräne wird seltener. Migränepatienten berichten von einseitigen, klopfenden Schmerzen, die sich bei körperlicher Aktivität verschlimmern, ihnen ist übel und sie sind licht- und geräuschempfindlich. In manchen Fällen geht der Migräneattacke eine „Aura“ voraus: Der Patient hat vorübergehende Sehstörungen, Kribbeln oder Taubheit in den Gliedmaßen.

Wie Migräne entsteht

Über die Ursachen von Migräne existieren verschiedene Theorien. Im Hirnstamm gibt es gut durchblutete Areale, die als „Migränegenerator“ bezeichnet werden. Durch diesen kommt es zu einer Weitstellung der Gehirngefäße und zahlreiche Entzündungsstoffe werden freigesetzt u.a. Calcitonin Gen Related Peptide (CGRP). Diese verursachen Schmerzen, die über den Nervus Trigemiuns zum Schmerzzentrum geleitet werden. Auch die Gene spielen eine Rolle, da die Migräne familiär gehäuft vorkommt. So genannte Triggerfaktoren können Migräneanfälle begünstigen, z.B. Alkohol, Stress, Koffein- oder Schlafentzug, Hormone, bestimmte Nahrungsmittel oder Wetterumschwünge.

Aktuelle Therapieoptionen

Die besten Ergebnisse erzielen multimodale Therapieansätze, die medikamentöse Prophylaxe mit psychologischen Schulungen kombinieren. Betablocker oder Anti-Depressiva wirken vorbeugend und reduzieren die Intensität und Häufigkeit von Migräneattacken. Unterstützend werden im psychologischen Training Entspannungsübungen (z.B. progressive Muskelentspannung nach Jacobsen) erlernt und Trigger identifiziert.

Bei manchen Patienten wirken schon kleine Änderungen im Lebenswandel vorbeugend, beispielsweise ein regelmäßiger Schlaf-Rhythmus. Gegen die akuten Schmerzen während eines Anfalls helfen verschreibungspflichtige Triptane effektiv. Sie wirken auf die Serotonin-Rezeptoren im Gehirn und hemmen so die Schmerzen. Bei Patienten mit Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder Schlaganfall dürfen Triptane aufgrund ihrer gefäßverengenden Wirkung nicht eingesetzt werden. Eine neue Therapieoption bei chronischer Migräne stellen die Monoklonalen Antikörper gegen den Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP)-Rezeptor (Erenumab) oder gegen CGRP (Eptinezumab, Fremanezumab, Galcanezumab) dar. Sie sind nicht für die Akutbehandlung geeignet, sondern zur prophylaktischen Behandlung zugelassen. Patienten mit vier und mehr Migräneanfällen im Monat können davon profitieren, sofern die anderen Medikamente zur Migräneprophxlaxe (z.B. Metoprolol oder Propranolol), Flunarizin, Topiramat, Valproinsäure oder Amitriptylin nicht wirksam waren, nicht vertragen wurden oder nicht eingenommen werden dürfen. Sie stellen eine Erweiterung der therapeutischen Optionen in der Migräneprophylaxe dar. Aber auch hier muss besonders auf Vorerkrankungen geachtet werden, besonders auf Herz- und Gehirnerkrankungen. Auch Schwangere und stillende Mütter sind von dieser Therapie bislang ausgeschlossen. Häufig nimmt während einer Schwangerschaft die Migränehäufigkeit jedoch deutlich ab.

Vorsicht bei der Selbstmedikation!

In der Regel ist auch gegen Selbstmedikation mit frei verkäuflichen Kopfschmerzmitteln nichts einzuwenden. Vorsicht ist allerdings geboten: Grundsätzlich kann jedes Schmerzmittel selbst Kopfschmerzen verursachen, wenn es zu häufig eingenommen wird. Medikamenten- Übergebrauchs- Kopfschmerz ist die Folge. „In der Kopfschmerzsprechstunde der Schmerzambulanz am Rotes Kreuz Krankenhaus stellen sich viele Patienten mit einem Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz vor, wobei den meisten dieser Zusammenhang nicht bekannt ist . Viele stehen unter Leistungsdruck, wollen nicht ausfallen und bekämpfen lästiges Kopfbrummen mit Tabletten“, berichtet Dr. Ulma. Die lindernde Wirkung kehrt sich aber nach einiger Zeit ins Gegenteil um, ein dumpf-drückender Dauerkopfschmerz tritt an die Stelle der ursprünglichen Beschwerden. Schmerzexperte Ulma rät: „Um diesen zu vermeiden, sollten Schmerz- und/oder Migränemittel höchstens an zehn Tagen pro Monat und maximal drei Tage in Folge eingenommen werden.“ Therapeutisch wird bei medikamentenbedingtem Kopfschmerz, neben einem notwendigen Entzug, an der Psyche angesetzt. Der psychologisch konditionierte Zusammenhang „Tablette = Schmerzfreiheit“ muss durchbrochen werden.

Sommerliches Grillen in der Mittagspause

Am Freitag, 16. Juli, standen die drei Herren der Geschäftsführung, Dr. Brummerloh, Dr. Langenbeck und Dr. Klingelhöfer, pünktlich um 12 Uhr am Grill auf der Terrasse des Café K, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rotes Kreuz Krankenhauses höchstpersönlich und kostenfrei mit Bratwurst und Roastbeef zu versorgen.
Das Küchenteam und die Kolleg:innen des Dienstleisters r&s hatten da bereits verschiedene Salate und Saucen gezaubert, die Eistruhen, Getränke, Biertischgarnituren bereit gestellt und alles hergerichtet. Dem Andrang zufolge war das spontane Angebot, die Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein in geselliger Runde zu verbringen, ein voller Erfolg. Verputzt wurden sage und schreibe 10kg Roastbeef, 200 Geflügel- und 80 vegetarische Würstchen, 40 kg Nudel/Kartoffelsalat, 15 kg grüner Salat und 10 kg Melonenwürfel.
Eine schöne Aktion!

RKK-Chefärzte auch 2021 auf der Focus-Liste der Top-Mediziner in Deutschland

Mit Dr. Ingo Arnold und Prof. Jens Gert Kuipers sind erneut zwei Chefärzte des Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen auf der aktuellen Focus-Liste der Top- Mediziner Deutschlands vertreten. (Ausgabe Focus Gesundheit Juni 2021). Dr. Arnold, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, erhielt gleich zwei Auszeichnungen für die Fachgebiete Operative (orthopädische) Rheumatologie und Fußchirurgie. Prof. Kuipers ist als Internistischer Rheumatologe erneut in der Liste „Deutschlands TOP-Mediziner“ vertreten.

Das Münchener Nachrichtenmagazin „Focus“ veröffentlicht seit 1993 regelmäßig Listen deutscher Spitzenärzte. Hauptkriterien für die Bewertung sind nach Angaben des Focus-Magazins Qualität, Häufigkeit von Operation, niedrige Komplikationsrate und hygienische Standards. Zudem gehen Bewertungen durch andere Ärzte gleichen Fachgebietes und Bewertungen von Patienten in die Beurteilung mit ein.

Bundesweiter „Aktionstag gegen den Schmerz“ / Patienten-Seminar

Online-Patienten-Seminar am Dienstag, 1. Juni 2021 um 17:00 Uhr.
Thema: Chronische Schmerzen: Erkennen, Behandeln, Vorbeugen“

Die Klinik für Schmerzmedizin / Bremer Schmerzzentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) beteiligt sich am zehnten bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. An diesem Tag machen die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. und ihre Partnerorganisationen auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen aufmerksam, die an chronischen Schmerzen leiden. Bundesweit finden in etwa 150 Praxen und Kliniken, in Apotheken sowie Pflegeeinrichtungen Aktionen, Infotage und Vorträge statt. Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen. Bei sechs Millionen Betroffenen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Die Zahl derer, die unter chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen und unter damit assoziierten psychischen Beeinträchtigungen leiden, liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung von Schmerzpatienten in Deutschland ist jedoch lückenhaft. Information, Beratung und Aufklärung der Patienten sind daher die Ziele des zehnten bundesweiten „Aktionstags gegen den Schmerz“.

Online Zoom-Patienten-Seminar im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Der Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin, Dr. med. Joachim W. Ulma, stellt am 1. Juni von 17 bis 18 Uhr in einem Online-Zoom-Meeting die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Schmerzforschung vor, die in die Behandlung von chronischen Schmerzen neu aufgenommen wurden. Er informiert über die Entstehung, Behandlung und Vorbeugung von chronischen Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen. Anschließend steht er für Fragen im Online-Chat zu Verfügung. Infos und Anmeldung: www.roteskreuzkrankenhaus.de/veranstaltungen. Die Zugangsdaten für das Zoom-Meeting werden am Vortag per E-Mail an die Teilnehmer verschickt.

Chronische Schmerzen professionell behandeln – im spezialisierten Schmerzzentrum!

„Die meisten Schmerzen gehen zum Glück vorüber, wenn ihre auslösende Ursache erkannt und erfolgreich behandelt werden konnte. Wenn die Schmerzen allerdings nicht rechtzeitig und ausreichend gelindert werden können, entstehen durch komplexe neurobiologische Umbauvorgänge in unserem Gehirn Gedächtnisstrukturen für Schmerzen. „Das Gehirn lernt - und behält nun die Schmerzen in einer Art Schmerzgedächtnis“ weiß der Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin, Dr. Joachim W. Ulma, der selbst an einer Studie zu zentralen neuroplastischen Veränderungen bei Schmerzen mitgearbeitet hat. Leistungsverlust und seelisches Leid sind oft die Folge – das tägliche Leben steckt in der Krise.

Bei etwa acht Prozent der deutschen Bevölkerung ist dies der Fall. „Dann hilft es nicht, nur eine Tablette einzunehmen oder an einer Gruppentherapie teilzunehmen. Es muss ein individuelles, auf den Patienten abgestimmtes Therapiekonzept durch ein geschultes Therapeutenteam mit dem Patienten erarbeitet und auf den Weg gebracht werden. Ebenso ist es wichtig, noch bestehende Schmerzursachen abzuklären und zu behandeln“, sagt der erfahrene Schmerzmediziner. „Besonders die fachübergreifende Zusammenarbeit mit den Rheumatologen, den Rheumaorthopäden, den Unfallchirurgen und Physiotherapeuten sowie den Haus- und Fachärzten hat dazu beigetragen, dass seit über 40 Jahren eine sehr erfolgreiche Schmerzmedizin im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen angeboten werden kann“ betont Ulma. „Unsere Exzellenz ist nicht das Können eines Einzelnen. Es beruht auf der Fähigkeit, die medizinisch fachlichen und pflegerischen Kompetenzen für die Schmerzpatienten zu bündeln“, beschreibt Ulma den Erfolg des Behandlungsteams. Er mahnt, dass die Schmerzmedizin nicht zu einer „Low Budget Medizin in der Gruppe“ verkommen darf.

Dem engagierten Schmerzmediziner ist es gelungen, eins von insgesamt 15 QST-Laboren in ganz Europa in der RKK-Schmerzklink zu etablieren. Ein QST-Labor (QST = Quantitative Sensorische Testung) wird benötigt, um eine schmerzhafte Erkrankung der kleinsten Nervenfasern festzustellen. Nervenschmerzen stellen einen weiteren Behandlungsschwerpunkt der Klinik dar. Daneben ist Herr Dr. Ulma einer der wenigen von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft zertifizierten Kopfschmerz-Spezialisten in Bremen. Sowohl in der Schmerzambulanz als auch in der Klinik für Schmerzmedizin selbst werden alle chronischen Schmerzerkrankungen behandelt und das gesamte schmerztherapeutische Spektrum angeboten – inklusive stationärer Betten für schwerst Schmerzkranke.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist mit mehr als 3500 Mitgliedern die größte wissenschaftliche Schmerzgesellschaft Europas. Menschen mit chronischen Schmerzen brauchen mehr Unterstützung, denn sie werden nicht optimal versorgt. Das zeigt sich auch im Anstieg chronischer Schmerzerkrankungen. „Jetzt ist die Gesundheitspolitik gefragt. Die Schmerzgesellschaft hat ihre Anliegen formuliert und fordert die Parteien auf, diese in ihre Wahlprogramme für die nächste Legislaturperiode zu integrieren“, betont Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.Zudem appelliert die Deutsche Schmerzgesellschaft an die Gesundheitsminister der Länder und des Bundes (GMK), die Umsetzung deren Vereinbarung von vor sechs Jahren zu evaluieren und weitere nächste Schritte zu beschließen. „Der Handlungsbedarf ist weiterhin groß, wie auch eine Bestandsaufnahme der Deutschen Schmerzgesellschaft bei den Bundesländern verdeutlicht“, ergänzt Isenberg.

Rheuma-Lehrauftrag in Oldenburg

Chefarzt Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Leiter des Rheumazentrums Bremen am Rotes Kreuz Krankenhaus ist neuer Lehrbeauftragter für Rheumatologie im Modellstudiengang Humanmedizin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seit 2012 werden dort Medizinerinnen und Mediziner in Oldenburg und Groningen ausgebildet.

Die länderübergreifende Struktur des Medizinstudiengangs (European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)) ist einzigartig in Europa. Die EMS zeichnet sich durch ihr stark praxis- und forschungsorientiertes Lehrkonzept aus. Neben medizinischem Wissen wird den Studierenden vor allem die Fähigkeit vermittelt, sich professionell und empathisch den Patienten zu widmen.

Mindestens ein Jahr verbringen die Studierenden während ihres sechsjährigen Studiums an der Rijksuniversiteit Groningen.

Außergewöhnliche Auszeichnung

Das New Yorker Magazin Newsweek hat mit Hilfe des bekannten online-Portals für Statistik, “Statista”, die besten Krankenhäuser weltweit 2021 ermittelt. Für Deutschland als World´s Best Hospitals 2021 mit dabei: Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen.

Um die Qualität und Validität der Studie zu garantieren, habe man eine umfassende Methodik entwickelt, die z.B. Empfehlungsraten medizinischer und pflegerischer Experten, medizinische Kennzahlen, wie Behandlungsqualität, Patientensicherheit, Hygiene und Patientenbewertungen einbezieht - so Newsweek.

Kliniken aus 25 Ländern wurden nominiert, davon 171 von 1.925 deutschen Kliniken. Die Liste der ausgezeichneten Kliniken und mehr Informationen zur Methodik der Studie gibt es unter https://www.newsweek.com/best-hospitals-2021/germany

Gefäß-Experten beraten am Telefon

Telefonsprechstunde bei Durchblutungsstörungen am Mittwoch, 17. März von 16.00 bis 17.30 Uhr im Bremer Gefäßzentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus

Arterien und Venen sind die lebenswichtigen Verbindungsglieder zwischen den Organen unseres Körpers. Über dieses Rohrleitungssystem erfolgt die Versorgung aller Körperzellen mit Sauerstoff und Energie sowie der Transport von Abfallstoffen. Jede Störung im Blutkreislauf kann schwerwiegende Folgen haben. Bluthochdruck, Rauchen, zu wenig Bewegung und falsche Ernährung sind Risikofaktoren für die Gefäße - Durchblutungsstörungen sind die Folge. Fast jeder dritte Bundesbürger hat verkalkte Gefäße. Die häufigste arterielle Gefäßkrankheit ist die Minderdurchblutung der Beine, auch Schaufensterkrankheit oder Raucherbein genannt. Besonders gefährlich ist die Verengung einer Halsschlagader, die Ursache für einen Schlaganfall sein kann. Es gibt aber auch bedrohliche Erweiterungen von Blutgefäßen, zum Beispiel die Aussackung der Bauchschlagader (Aneurysma). So ein ausgeweitetes Blutgefäß kann platzen und schnell zum Tod führen. Auch Krampfadern und Thrombosen sind typische Gefäßerkrankungen. Behandelt wird je nach Diagnose medikamentös, operativ und heutzutage zu einem Großteil “interventionell”: Mit einem Katheter gelangen die Ärzte unter Röntgendurchleuchtung an die erkrankte Stelle. Dort kann die Arterie mit speziellen Kathetern behandelt werden (Stents). Vorbeugung ist möglich und auch die Behandlung kann Erfolg haben, wenn die Ursache für Gefäßerkrankungen früh erkannt und Spezialisten aufgesucht werden.

In der telefonischen Sprechstunde im Rotes Kreuz Krankenhaus am Mittwoch. 17. März von 16 bis 17.30 Uhr beraten der Chefarzt des Bremer Gefäßzentrums, Dr. Frank Marquardt, und der Leitende Oberarzt, Dr. Frank Trösch, rund um Vorsorge, Diagnose und Behandlung von Durchblutungsstörungen. Sie sind telefonisch erreichbar unter: 0421-55 99 188 und 0421-55 99189.

Für Patienten mit krankhaften Erweiterungen und Einrissen der Hauptschlagader (Aorta) gibt es im Aortenzentrum der spezialisierten Klinik am St.-Pauli-Deich 24, 28199 Bremen, eine individuelle Beratung. Anmeldung für die Aorten-Sprechstunde unter Tel. 0421 - 55 99-880.

Ohrenretter und Kaffee für alle

Sie helfen nicht nur speziell Trägern von Hörgeräten und Brillen sondern auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus: die Ohrenretter von Hörakustik Schmitz. Eine Klammer aus biologisch abbaubarem Kunststoff, mit 3D-Druckern selbst entwickelt und produziert, hält die Gummibänder von FFP2-Masken am Hinterkopf, so dass die Ohren beim Maske tragen frei bleiben.

1.000 Stück brachte Geschäftsführer Uli Schmitz als Spende im RKK vorbei.

Das RKK freut sich ebenso über eine großzügige Filterkaffee-Spende der Firma Jacobs Douwe Egberts für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik.

Impfstart im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen

Am Donnerstag, 14. Januar 21, fiel der Startschuss für die Impfung des Krankenhauspersonals im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK). Um 10:00 Uhr wurde der erste Mitarbeiter gegen das Corona-Virus geimpft. Mit gutem Beispiel voran ging Krankenhaushygieniker Michael Bojarra. Als Arzt, Hygieniker, Corona-Krisenstabsmitglied und Impfzentrumsbeauftragter ist er seit Monaten an vorderster Front tätig. „Ehrensache“, sagt Michael Bojarra zur eigenen Impfbereitschaft, „je mehr Mitarbeiter geimpft sind, desto sicherer ist es für alle anderen – Kolleginnen und Kollegen ebenso wie Patientinnen und Patienten“.

Geimpft wurden zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der “Kategorie 1“. „Dies sind Mitarbeitende, die auf der Intensivstation arbeiten, in den Ambulanzen (Zentrale Notaufnahmen ZNA1 und ZNA2) auf den Covid- Stationen sowie Kolleginnen und Kollegen aus Dialyse, Anästhesie und der Endoskopie. „Es handelt sich um alle Mitarbeitenden, die in engem Kontakt zu Corona-Patienten stehen - also nicht nur pflegerisches und ärztliches Personal, sondern auch Physiotherapeuten, Reinigungspersonal, Hostessen, FSJler/Bufdis, Auszubildende, PJ-Studenten etc.“, erklärt der Internist Bojarra. Der Andrang impfbereiter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die ersten 70 „Moderna“-Impfdosen war groß. Die Gesundheitsbehörde hat für die Zukunft kürzere Lieferintervalle und eine steigende Anzahl zur Verfügung stehender Impfdosen angekündigt.

Die Station 3a wurde zum internen Impfzentrum für das Klinikpersonal umfunktioniert. „Wir haben Räume für die ärztliche Aufklärung, die Dokumentation der Impfungen, die Impfungen selbst, Wartebereiche und Nachsorgebereiche eingerichtet und Personal für diese Aufgaben vorbereitet“, erklärt Dr. Martin Langenbeck von der Ärztlichen Geschäftsführung am RKK. Parallel war neben dem RKK-Impfpersonal ein Team des behördlichen Impfzentrums vor Ort im Krankenhaus, welches die Impfungen extra für das Robert Koch-Institut dokumentierte.

„Wir gehen von einer weiterhin insgesamt hohen Impfbereitschaft unserer Mitarbeitenden aus“, sagt Chefarzt Langenbeck. „Wir haben im Dezember angefangen, unsere Mitarbeitenden zunächst in den Teamgesprächen rund um den neuen Impfstoff zu informieren. Aus diesen Gesprächen haben sich Fragen herauskristallisiert, die besonders häufig gestellt wurden. Diese “FAQ” wurden von Fachleuten beantwortet und intern veröffentlicht. Es ist uns wichtig, dass unsere Mitarbeitenden mögliche Ängste und Sorgen bezüglich des Impfens in einer vertrauensvollen Atmosphäre ansprechen und diskutieren können, denn so werden viele Sorgen häufig bereits im Vorfeld ausgeräumt“.

Warnung vor Fehlinformationen über Kontraindikation zur „Corona-Impfung“ bei Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

Das Bremer Rheumazentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus erreichen zur Zeit vermehrt Anfragen von verunsicherten Patienten, die gehört oder gelesen haben, dass die Impfung gegen eine Infektion mit SARS-CoV-2 für Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen nicht zu empfehlen und möglicherweise gefährlich sei.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie weist daraufhin, dass diese Information nicht stimmt und hat eine Stellungnahme der Fachgesellschaft DGRH veröffentlicht. Weitere Informationen:

Ein Licht in der Adventszeit

Im Krankenhaus zu liegen und dann noch zu Corona-Zeiten – das ist sicher nichts, was unsere Patienten sich gewünscht haben. Und ausgerechnet zur Advents- und Weihnachtszeit ist das für Viele eine zusätzliche emotionale Herausforderung.

Da wir für unsere Patienten keine Weihnachtsfeier anbieten können, keine Flötenmusik auf den Stationsfluren und auch die allerwenigsten Besuch bekommen dürfen, haben sich unsere Seelsorgerinnen etwas Schönes überlegt. Jeder Patient, der ab dem ersten Advent bis nach Weihnachten stationär aufgenommen wird, bekommt ein kleines LED-Teelicht und eine Weihnachtskarte vom Haus, täglich verteilt durch unsere beiden Seelsorgerinnen und unsere „Bufdis“.

RKK-Rheuma-Chefarzt Prof. Jens Gert Kuipers zu Gast in der NDR TV-Gesundheitssendung „Visite“

Thema am Dienstag, 24. November ab 20.15 Uhr: Rheuma - Organbeteiligung wird häufig übersehen

Rheumatische Erkrankungen können nicht nur den Bewegungsapparat betreffen. Das eigene, fehlgeleitete Immunsystem kann auch Organe wie Haut, Muskeln, innere Organe oder Gehirn angreifen und dort zu Entzündungen führen. Doch Schäden an diesen Organen werden häufig zu spät diagnostiziert oder sogar übersehen. Bei Menschen, die an Rheuma erkrankt sind, sollte deshalb der ganze Körper im Blick stehen, damit bei Arterienverkalkungen früh gegengesteuert werden kann und es erst gar nicht zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen kommt.

Im Beitrag am 24. November ab 20.15 Uhr sind Prof. Kuipers und Bereichsoberärztin Dr. A. Cole aus dem Bremer Rheumazentrum am RKK mit Patientin Frau H zu sehen. Prof. Kuipers ist zudem Studiogast der Sendung.

Weitere Informationen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/index.html

Ausbildung von Fachkräften der Labormedizin gesichert

Rahmenkooperationsvereinbarung unterschrieben

Am Montag, 7. September 2020, wurde mit der Unterzeichnung einer Rahmenkooperationsvereinbarung im Rotes Kreuz Krankenhaus die Ausbildung von Fachkräften der Labormedizin (MTLA) in Bremen gesichert. Senatorin Claudia Bernhard: “Ich freue mich sehr, dass die Ausbildung fortgeführt werden kann. Gerade die Corona- Pandemie hat aufgezeigt, wie wichtig es ist, dass ausreichend qualifizierte Fachkräfte im Gesundheitswesen tätig sind. Die Labore und die dort tätigen Menschen haben in den vergangenen Monaten Höchstleistungen vollbracht und an der Eindämmung des Virus einen unschätzbaren Anteil gehabt. Ich danke allen Beteiligten sehr, dass sie es möglich gemacht haben, die Ausbildung zu sichern. Dies ist im Übrigen auch ein konkreter Beitrag für gute Arbeitsplätze für Frauen, die vorrangig den Beruf der medizinisch-technischen Laborassistentinnen oder -assistenten ergreifen.”

Zum Hintergrund: Im vergangenen Jahr hatte sich die Gesundheit Nord (GeNo) für eine Schließung der MTLA-Schule zum 30. September 2020 entschieden und den Versorgungsauftrag für die 20 Ausbildungsplätze (pro Jahr) an das Land Bremen zurückgegeben. In der neuen Rahmenvereinbarung ist nun festgeschrieben, dass die GeNo von den Kliniken und Laboren insbesondere durch noch stärkere Einbindung der MTLA der Labore in die praktische Ausbildung sowie auch bzgl. der räumlichen und technischen Ressourcen unterstützt wird. Der mit der Ausbildung verbundene Aufwand wird auf diese Weise auf mehrere Schultern verteilt. Beteiligt daran sind niedergelassene Laboranbieter in Bremen und Bremerhaven sowie die in Krankenhäusern ansässigen Labore. Sie werden noch mehr als bisher dafür Sorge tragen, dass eine praktische Ausbildung in den medizinischen Laboren in hoher Qualität stattfindet. Bremen geht damit einen zukunftsorientieren Weg: der praktische Anteil der MTLA-Ausbildung wird durch Reformen des Bundes künftig deutlich mehr Gewicht bekommen.

Beteiligte/Unterzeichnende sind:

  • Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gemeinnützige GmbH
  • DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus gemeinnützige GmbH
  • Krankenhaus St. Joseph-Stift gemeinnützige GmbH
  • Gesundheit Nord g GmbH
  • Klinikum Bremerhaven Reinkenheide gemeinnützige GmbH
  • Labor Dr. Schumacher MVZ GmbH
  • LADR Medizinisches Versorgungszentrum Bremen GmbH
  • MVZ Medizinisches Labor Bremen GmbH

„Deutschlands beste Krankenhäuser“: F.A.Z.-Institut veröffentlicht Publikation

Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen erhält Auszeichnung für das gesamte Krankenhaus und für das Gefäßzentrum

Bei der Wahl des Krankenhauses, in dem sie behandelt werden möchten, vertrauen Patienten Studien zufolge zu fast gleichen Teilen der Empfehlung ihres Arztes und der eigenen Informationssuche zur Qualität der Klinik. Die eigene Suche erweist sich jedoch oft als schwierig, denn es gibt eine Vielzahl von Quellen, aus denen die richtigen Informationen gefiltert und bewertet werden müssen.

Das Frankfurter F.A.Z.-Institut und das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) haben zum dritten Mal Daten von über 2200 Krankenhäusern in Deutschland unter die Lupe genommen und führten die Informationen aus verschiedenen Internet-Bewertungsportalen und aus den offiziellen Qualitätsberichten deutscher Krankenhäuser zusammen.

In der Sonderpublikation „Deutschlands beste Krankenhäuser“ veröffentlichte das renommierte F.A.Z.-Institut Mitte Juni den Überblick, welche Kliniken mit ihrem Gesamtangebot glänzen können. Bei den Kliniken zwischen 300 und 500 Betten freut sich das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen über eine Auszeichnung für das komplette Krankenhaus. Die gesamte Rangliste führt 403 Kliniken auf, die zu den Top 25 Prozent ihrer jeweiligen Größenklasse im Spektrum zwischen unter 50 bis über 800 Betten / Unikliniken in sechs Größenkategorien gehören. Außerdem wurde die Klinik für Gefäßmedizin, das Bremer Gefäßzentrum am RKK, ausgezeichnet.

Corona-Infektionen im RKK: Endes des Lockdowns und Teststrategie

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) hat in dieser Woche erneut alle Mitarbeitenden und Patienten auf das Corona Virus getestet. Stand heute, 31.7.20, sind zehn Mitarbeitende positiv auf COVID-19 getestet. Die beiden weiteren positiven Fälle konnten während der Inkubations/Quarantänezeit dem Ausbruchsgeschehen zugeordnet werden. Es gab keine weiteren positiven Testergebnisse bei Patienten.

Die Absprache mit dem Gesundheitsamt sieht vor, ab Dienstag die Klinik auch für stationäre Patienten wieder zu öffnen. Am Montag werden wieder Patienten vorab für ihre stationäre Aufnahme abgestrichen. Das RKK informiert die Patienten, die dies betrifft, persönlich.

Informationen zur Teststrategie

Ein Corona-Test zeigt immer nur eine Momentaufnahme. Aufgrund der 14tägigen Inkubationszeit des Virus ist es nicht möglich zu sagen, ob das Virus über einen Patienten, Mitarbeiter oder Angehörigen in eine Einrichtung kommt. „Bei Aufnahme in ein Krankenhaus kann ein Patient beispielsweise negativ getestet sein und erst Tage später im Test positiv werden- manchmal sogar erst nach seiner Entlassung. Obwohl er das Virus bereits bei der Aufnahme in sich trug, war dieses zum Zeitpunkt per Test noch nicht nachweisbar. Ebenso kann sich beispielsweise ein Mitarbeiter im privaten Umfeld mit dem Virus anstecken, ohne es zu merken und bei einem präventiven Test in der Klinik, wie ihn das RKK durchführt, plötzlich als Covid-19-positiv auffallen. Solche Situationen und Infektionswege sind nicht vorhersehbar.

Das Rotes Kreuz Krankenhaus ist die erste und einzige Klinik in Bremen, die derart umfassend, häufig und kontinuierlich alle Mitarbeitenden und Patienten testet. Natürlich erhöht dies die Wahrscheinlichkeit von positiven Testergebnissen. „Uns ist es wichtig, den bestmöglichen Einblick und Überblick in der Klinik zu haben, denn nur so kann auch in der Corona-Pandemie in Kooperation mit dem Gesundheitsamt schnell reagiert werden, d.h. Bereiche isoliert und Kontakte aufgedeckt. Um professionell agieren zu können, sobald eine Infektion entdeckt wird, braucht es ein ausgefeiltes Hygienemanagement in der Klinik. Für dieses hat uns das Gesundheitsamt vor und während der Corona-Pandemie mehrfach gelobt“, betont Barbara Scriba-Hermann, Pflegerische Geschäftsführerin des RKK. „Wir testen proaktiv großflächig bereits seit Juni. Wenn wir nicht aus der Erfahrung der ersten entdeckten Infektionen im Juni so regelmäßig, häufig und umfassend im Haus getestet hätten, wäre die zweite Häufung an Infektionen in dieser Form vermutlich nicht entdeckt worden. Wir werden auch weiterhin präventive Testreihen und Kontrolltestungen durchführen“, so Scriba-Hermann.

Eine Lockerung der Regeln, Reisen und der zu beobachtende sorgloser werdende Umgang mit Schutzmaßnahmen vor dem Virus in der Gesellschaft - auch bei Angehörigen von Patienten – werden vermutlich auch Konsequenzen auf das Infektionsgeschehen in den Gesundheitseinrichtungen haben. Es ist zu befürchten, dass sich die positiven Fallzahlen auch in den Krankenhäusern durch möglicherweise bald gelockerte Besuchsregeln erhöhen könnten“, gibt Prof. Dr. Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer des RKK, zu bedenken.

Corona-Infektionen im Rotes Kreuz Krankenhaus

Im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen sind über das Wochenende alle Patienten und alle Mitarbeitenden erneut getestet worden. Stand heute, 27.7.20, sind weiterhin neun Patienten und acht (vorher sieben) Mitarbeitende positiv auf COVID-19 getestet. Die Kontakte sind identifiziert und die Infektionsketten nachvollzogen.

Das Haus befindet sich noch bis Freitag, 31. Juli, im vorsorglichen Lockdown mit Aufnahmestopp für stationäre Patienten. In dieser Woche werden alle Patienten und die gesamte Mitarbeiterschaft der Klinik ein drittes Mal (während dieses Ausbruchs) getestet. Da sich ein negativer Test innerhalb von 14 Tagen in einen positiven Test wandeln kann, führt das RKK Testreihen eigenständig umfangreich und mehrfach durch. So sind im Verlauf des Geschehens weiter auftretende, positive Fälle zu erklären.

Das Gesundheitsamt war heute vor Ort und überzeugte sich im Rahmen einer Begehung und in Gesprächen mit Geschäftsführung und Hygienemanagement von den Strukturen und Maßnahmen des RKK im Umgang mit dem Corona-Ausbruch.

Ambulante Operationen und Sprechstunden finden weiterhin statt. Das Café K ist für die Verköstigung der Mitarbeiterschaft ab morgen wieder geöffnet.

RKK befindet sich seit Donnerstagabend vorsorglich im freiwilligen Lockdown

Im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen sind derzeit sieben Mitarbeitende und neun Patienten in den Abteilungen Innere Medizin und Unfallchirurgie positiv auf COVID-19 getestet. Seit Donnerstagnachmittag befindet sich das gesamte Haus unter Sicherheitsaspekten freiwillig und proaktiv in einem vorsorglichen Lockdown. Es besteht zunächst bis Montag ein Aufnahme- und Entlassungsstopp. Das Gesundheitsamt ist der Einschätzung des Krankenhauses heute gefolgt und begrüßt das proaktive Verhalten der Krankenhausleitung sowie alle bereits angeordneten und umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen. Aktuell werden alle Patienten und Mitarbeitenden des RKK getestet. Mit dem Ergebnis ist Montagvormittag zu rechnen.

Sofort bei Auftreten des ersten COVID-19 positiv getesteten Patienten wurden alle Maßnahmen eingeleitet, die das Robert Koch-Institut (RKI) fordert. Die erste Testung erfolgte am 17. und 18. Juli, die nächste Testrunde aller am ersten Tag negativ getesteten Personen erfolgte sieben Tage nach der ersten Testung. Die positiven Patienten wurden in den COVID-Bereich des Krankenhauses verlegt und somit von den jetzt noch unter Verdacht stehenden, übrigen Patienten der beiden betroffenen Stationen separiert. Die beiden betroffenen Stationen waren sofort unter Quarantäne gestellt und ein Aufnahme- und Verlegungsstopp verhängt worden. Die betroffenen sieben Mitarbeitenden befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Patienten mit einem COVID-19-Nachweis gehen für 14 Tage auf die Corona-Isolierstation. Ist der Patient am 14. Tag der Quarantäne symptomfrei, kann er verlegt bzw. nach Hause entlassen werden. Angehörige von COVID-19-infizierten Patienten können sich bei Fragen an das Qualitätsmanagement des RKK, Frau Plötz, wenden unter Telefon 0421 / 55 99-448.

Für das gesamte Haus besteht die Pflicht, FFP2-Masken zu tragen. Es ist im Arbeitsablauf sichergestellt, dass das Personal, welches mit isolierten SARS-CoV2 Patienten im Kontakt ist, genügend Zeit hat, sich die entsprechende Schutzkleidung (PSA bestehend aus Schutzkittel, Handschuhen, Maske und Schutzbrille) anzuziehen. Die Sondermaßnahmen gelten zunächst bis Montag, 27.7.20. In einer gemeinsamen Lagebesprechung mit dem Gesundheitsamt wird dann je nach Stand das weitere Vorgehen besprochen. Bis dahin verweisen wir auf den täglichen Lagebericht des Gesundheitsamtes.

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