Gefäß-Forum „Schaufensterkrankheit“ (pAVK)
11.09.2025 — 16:00 – 18:00 Uhr
Tagungszentrum Forum K
Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen lädt ein zum Gefäß-Forum am Donnerstag, 11. September von 16-18 Uhr. Die Info-Veranstaltung zum Thema „Schaufensterkrankheit“ (pAVK) findet im Tagungszentrum Forum K der Klinik statt, St.-Pauli-Deich 24, 28199 Bremen. Vorträge: Gefäßchirurgie-Fachärztin Dr. Karen Stührmann und Radiologie-Facharzt Bernhard Schmuck erklären die Entstehung der Durchblutungsstörung und moderne interventionelle Behandlungsmöglichkeiten
Rahmenprogramm: Infostand, Ultraschall-Untersuchungen und Knöchel-Arm-Index-Messungen ABI (Es handelt sich hier um ein begrenztes Angebot ohne Anspruch auf eine Untersuchung.)
Die Klinik bittet um Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung per E-Mail an: tinney.s@roteskreuzkrankenhaus.de
Schaufensterkrankheit – was ist das?
In Deutschland leiden rund 10 bis 20 Prozent der Menschen über 60 Jahren unter Verkalkungen der Becken- und Beinarterien, einer sogenannten peripheren Arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) oder auch Schaufensterkrankheit genannt. Dabei verengen sich die Blutgefäße in den Beinen, meist durch Ablagerungen von Fett und Kalk – eine Folge von Arteriosklerose.
Kommt bei Belastung der Beinmuskulatur aufgrund eines Verschlusses oder einer Verengung der Beinschlagadern zu wenig Blut ins Bein, entstehen Schmerzen. Diese Schmerzen können in der Oberschenkelmuskulatur, viel häufiger aber in der Wadenmuskulatur auftreten. Typisch ist, dass beim Stehenbleiben und damit dem Beenden der Belastung die Durchblutung wieder ausreicht und der Schmerz nachlässt. Die Patienten können dann nach mehreren Minuten wieder weiterlaufen, bis erneut die Toleranzgrenze der Muskultur für Minderdurchblutung erreicht ist. Da viele Patienten mit Durchblutungsstörungen dieser Art nicht auffallen wollen, nutzen sie die schmerzbedingten Zwangspausen, um sich Schaufenster anzusehen, daher der Name.
Unbehandelt kann die Schaufensterkrankheit dazu führen, dass durch die eingeschränkte Durchblutung das Gewebe abstirbt – im schlimmsten Fall sogar Amputationen notwendig werden. Je früher die Diagnose, desto besser die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Das ist auch deshalb wichtig, weil bei den meisten pAVK-Erkrankten auch die Herz- und Hirngefäße betroffen sind – und dies bedeutet ein erhöhtes Schlaganfall- oder Herzinfarktrisiko.