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Medizinische Klinik


Selbsthilfegruppe zur Krankheit Lungenhochdruck

Blaue Lippen, Luftnot, Müdigkeit, Kurzatmigkeit: Oft werden die ersten Anzeichen der Krankheit Lungenhochdruck ignoriert und auch von Ärzten übersehen. “Mangelnder Trainingszustand” ist häufig die falsche Diagnose - mit dramatischen Folgen für die Patienten.

“Mangelnder Trainingszustand” ist häufig die falsche Diagnose - mit dramatischen Folgen für die Patienten. Die Pulmonale Hypertonie (PH) ist eine seltene, schwerwiegende Erkrankung, die unbehandelt oft tödlich endet. Die Blutgefäße der Lunge sind verengt, deshalb steigt der Blutdruck in den Lungengefäßen zwischen rechter und linker Herzkammer. Das führt zu einer Durchblutungsstörung der Lunge, zu einer schlechteren Sauerstoffaufnahme und Überlastung der rechten Herzkammer. Herzversagen kann die Folge sein.

Die neue Selbsthilfegruppe Pulmonale Hypertonie wurde am Mittwoch, 8. Februar 2012 im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) gegründet. Der Initiatorin Marlies Schönrock stehen Dr. Martin Langenbeck, Chefarzt der Notaufnahme und Prof. Blindt, Leitender Arzt der Kardiologie am RKK, zur Seite. Beide Experten halten Kurzvorträge zu Krankheitsbild und Behandlungsmöglichkeiten. Bei regelmäßigen Patiententreffen im RKK wollen die Betroffenen ihre Erfahrungen austauschen, mit anderen über die Krankheit und ihre Folgen sprechen und sich über Neuigkeiten informieren. Die neue Selbsthilfegruppe schließt sich als Landesverband Niedersachsen- Bremen dem Bundesverband Pulmonale Hypertonie e.V. an.

In Bremen hat sich das Rotes Kreuz Krankenhaus in Kooperation mit der Kardiologischen Praxis „Kardio Bremen“ auf die Therapie von Lungenhochdruck spezialisiert und 2010 das Netzwerk Pulmionale Hypertonie gegründet, um die Versorgung von Lungenhochdruck-Patienten in Bremen und dem Umland zu verbessern.

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