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Februar 2002

Petrus Wandrey

Skulpturen und Bilder des Digitalismus

Venus Stunt

Mona Lisa aus Leiterplatten und Microchips

Bereits zum siebten Mal in Folge stellt das Rote Kreuz Krankenhaus Bremen in Kooperation mit Sabatier Galerie & Kunsthandel einen international bekannten Künstler aus: diesmal den in Hamburg lebenden Petrus Wandrey. Unter dem Titel „Petrus Wandrey – Skulpturen und Bilder des Digitalismus“ sind seine Werke ab dem 1. Februar 2002 im Café K der Klinik zu sehen. Sie entführen den Besucher humorvoll in die Bilderwelt des modernen Computer-Zeitalters.

Die Arbeiten des 62-jährigen Künstlers tragen allesamt ein Markenzeichen: Seine Skulpturen, Gemälde und Grafiken weisen phantastische Züge auf, die an die großen Surrealisten René Magritte und Salvador Dali erinnern. Hinzu kommt ein spielerischer und gleichzeitig kritischer Umgang mit den elektronischen Medien, der den eigenen Stil des Künstlers über Jahre prägte und schließlich 1978 in der Schöpfung einer neuen Kunstrichtung gipfelte: dem Digitalismus. Dieser zeichnet sich durch eine Verbindung von Technik und Kunst aus, die Werke mit erfrischendem Humor und nüchterner Provokation hervorbringt.

Der in Künstlerkreisen als „Vater des Digitalismus“ bekannte Wandrey kombiniert traditionsreiches Kulturgut mit High-tech-Accessoires. So verarbeitet er technischen Fortschritt ästhetisch und philosophisch. Elektronische Teile wie Leiterplatten, Laserdiscs, Microchips und Kabelbündel formt er zu Objekten von neuartiger Sinnlichkeit und Schönheit. Ob Engel, Tiere, Pflanzen, Tänzer oder klassische Vorbilder wie Leonardo Da Vincis Mona Lisa und die Venus von Milo – der Künstler setzt eine Vielzahl an Themen in eine raffinierte Bildsprache um. Dabei bedient er sich einem Gestaltungsmittel, das der Computerwelt entlehnt ist: zackige Pixel-Konturen, die die quadratischen Einzelfelder des Bildschirms darstellen.

Hinter der Genialität Wandreys verbirgt sich eine bewegte Biographie. Schon als Zwölfjähriger übersäte der Schüler seine Schulhefte im Internat für schwererziehbare Kinder mit Zeichnungen. Fünf Jahre später fertigte er bereits Illustrationen für namhafte Zeitschriften an. Während seines Kunststudiums arbeitete Wandrey als Antiquitätenhändler. Nach Abschluss der Ausbildung war der begeisterte Reeperbahngänger und Gründer einer eigenen Combo in Hamburg dann als Designer für Schallplatten-Cover tätig. Seine Liebe zur Musik prägt seine Kunst bis heute und wird besonders in der farbigen Serie „Dream-Dancer“ deutlich, die verschiedene Tanzposen zeigt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in Form eines Postkartensets mit Daten über den Künstler und zu den einzelnen Arbeiten, der für 5 Euro erhältlich ist. Alle im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen ausgestellten Arbeiten sind käuflich zu erwerben. Nähere Auskünfte unter Telefon 0421-55 99-0.

„Petrus Wandrey – Skulpturen und Bilder des Digitalismus“

Ausstellung ab 1. Februar 2002 (Eröffnung um 16 Uhr)
Café K, Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, St.-Pauli-Deich 24, 28199 Bremen






 

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