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Leistungsspektrum


CT

Computertomographie

Das Grundprinzip der Computertomographie (CT) besteht darin, dass ein dünner Röntgenstrahl den Patienten aus verschiedenen Richtungen durchleuchtet und damit in „dünne Scheiben schneidet“. Die dadurch entstehenden Messwerte werden von einem Computer in Bilder umgerechnet. In unserer Abteilung steht ein hochmoderner 4-Zeilen-Scanner (Multislice-CT). „4-Zeilen-Scanner“ bedeutet, dass mit einer Rotation des Röntgenstrahls um den Patienten herum 4 Schnittbilder entstehen. Durch dieses Hightechgerät wird für den Patienten die Untersuchungszeit deutlich verkürzt und eine höhere Qualität der Bilder erreicht.

Um aussagekräftige Bilder zu erhalten, ist es häufig unerlässlich, dass Kontrastmittel verabreicht wird. Dieses besteht in seinem Hauptbestandteil aus Jod und wird in die Vene gespritzt. Das Jod verteilt sich dann über den Blutkreislauf in alle Organe, die man damit kontrastreicher darstellen kann. Manchmal muss der Patient auch zusätzlich Kontrastmittel trinken, damit sich Magen und Darm von den restlichen anatomischen Strukturen im Körper besser unterscheiden lassen.

Neben den normalen Standarduntersuchungen wie Kopf-, Lungen- und Bauch-CT´s nehmen wir auch sehr spezielle Untersuchungen und Eingriffe vor, zum Beispiel:

knöcherne 3-D Rekonstruktion
Für die bei uns im Hause operierenden Chirurgen und Orthopäden erstellen wir 3-dimensionale Bilder der zu operierenden Gelenke.
Osteoporose-Messung
Auch Knochendichtemessung genannt, ist insbesondere für Frauen in der Menopause und für Patienten, die unter längerer Kortison-Therapie stehen, interessant.
Für diese Untersuchung werden 4 CT-Schnitte von der Lendenwirbelsäule angefertigt. Anhand dieser Bilder kann man mit einem speziellen Computerprogramm die Dichte des Knochens errechnen.
Angio-CT. dazu Filmmateral: für Quicktime, 244 KB oder Windows Media Player, 3,1 MB
Untersuchung der arteriellen Gefäße inklusive 3-dimensionaler Darstellung. Dieses Verfahren wird besonders bei Patienten angewandt, für die beispielsweise eine normale Röntgenuntersuchung der Gefäße (Angiographie) aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage kommt oder vor Eingriffen, um die Gefäße genau ausmessen zu können.
Sympathikolyse
Durchgeführt wird diese Behandlung bei Patienten mit schweren peripheren Durchblutungsstörungen, Morbus Sudeck und Raynaud-Syndrom.
Unter örtlicher Betäubung und ständiger CT-Kontrolle wird eine lange Nadel vom Rücken aus in die Nähe des sympathischen Nervengeflechts geschoben. Über diese Nadel wird eine spezielle Lösung gespritzt, die den Nerv dauerhaft „betäubt“ und dem Patienten damit die Schmerzen in dem behandelten Bein nimmt.
Die CT-kontrollierte Sympathikolyse ermöglicht eine exakte Einbringung der benötigten Medikamente unter Minimierung der Komplikationen.
Punktionen
Unter örtlicher Betäubung und CT-Kontrolle werden mit speziellen Punktionsnadeln aus den unterschiedlichsten Organen Proben für spezielle Untersuchungen entnommen.
Drainageeinbringung
Auch hier wird unter örtlicher Betäubung sowie CT-Kontrolle mit einem speziellen Instrumentarium ein Abflussschlauch (Drain) in unterschiedliche Organe und Abszesse eingebracht.


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Speicherfoliensystem

Konventionelle Röntgendiagnostik

Röntgendiagnostik ist der Einsatz röntgenologischer Methoden zur Sichtbarmachung von Organveränderungen. (Krankheitserkennung mittels Röntgenstrahlung)

Am 8. November 1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Ohne Operation konnte man erstmals ins Innere des menschlichen Körpers sehen. Nach den ersten einfachen Röntgenaufnahmen und der Durchleuchtung unmittelbar am Leuchtschirm, wurde die Film-Folien-Technik entwickelt. Es folgten Bildverstärker-Geräte, welche Durchleuchtung bei Tageslicht ermöglichen. Man kann aufgrund der verschiedenen Durchlässigkeit der Körpergewebe für Röntgenstrahlen Form und Veränderungen von Organen feststellen. Weichteilgewebe und parenchymatöse Organe unterscheiden sich in ihrer Absorption nur wenig. Zur besseren Darstellung und Abgrenzung einzelner Organe benutzt man Kontrastmittel, die dem Körper über den Magen-Darm-Trakt oder intravenös ( z.B. als Infusion) zugeführt werden.

Mit der hochmodernen Speicherfolienradiographie werden im Gegensatz zu den herkömmlichen Film-Folien-Systemen wiederverwendbare Speicherfolien eingesetzt, die die Energie der Röntgenstrahlung zeitbegrenzt speichern. Auf der Speicherfolie wird das Röntgenbild latent gespeichert, durch einen Laser aktiviert und sichtbar gemacht. Vorteile dieses hochmodernen Systems sind geringere Strahlendosen und die Möglichkeit der digitalen Nachverarbeitung eines Röntgenbildes. Ein digitales Archivierungsprojekt wird in nächster Zeit abgeschlossen ( PACS, Picture Archiving Communications System)

Wir bieten alle herkömmlichen Leistungen des konventionellen Röntgens in enger Zusammenarbeit mit den klinischen Abteilungen des Rotes Kreuz Krankenhauses. Auch selten angefragte Becken-Bein-Ganzaufnahmen im Stehen zur Operationsplanung für künstliche Kniegelenke stellen wir her, um die gesamte Beinachse zu beurteilen und die Höhe der stärksten Verbiegung festzustellen.

Durchleuchtung

Wir bieten auch hier das gesamte Spektrum der Durchleuchtungsuntersuchungen an, wie z.B.:

  • Darstellung der Speiseröhre
  • Magen-Darmuntersuchungen
  • Darstellung des Dünndarms (Sellink) beziehungsweise Dickdarms (Colon-Kontrasteinlauf)
  • Darstellung der Venen (Phlebografie)

Hierbei kommt die hochmoderne digitale Bildverstärker-Radiographie zur Anwendung mit der Möglichkeit der computergestützten Sofortbildverarbeitung und Speicherung der Durchleuchtungsbilder.


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Angiographie

Die Angiographie ist eine Darstellung der Blutgefäße im Röntgenbilde. Hierbei wird ein Kontrastmittel in die Blutgefäße injiziert, um einen ausreichenden Gefäßkontrast zu erzielen.
Die Kontrastmittelinjektion erfolgt über einen dünnen Schlauch ( Katheter), der vorher in die zu untersuchende Schlagader ( Arterie) platziert wird. Überwiegend wird eine Angiographie durchgeführt zur Diagnostik von Gefäßerkrankungen, Einengungen und Verschlüssen von Gefäßen, krankhaften Gefäßerweiterungen und Gefäßmißbildungen.

Wie wird eine Untersuchung durchgeführt?

Am Tag vor der Untersuchung wird ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit dem/der untersuchenden Radiologen/Radiologin geführt.
Es wird geklärt, ob alle wichtigen Laborergebnisse vorliegen, ob eine bekannte Kontrastmittelallergie besteht, ob evtl. Diabetesmedikamente abgesetzt werden müssen und ob eine Schilddrüsenerkrankung bekannt ist.

radiologischer Eingriff (Aortenstent)

Zur Untersuchung kommt der Patient nüchtern und teilweise entkleidet, evtl. muss Schmuck und Zahnersatz entfernt werden. Auf einem gepolsterten Tisch und wird er mit sterilen Tüchern zugedeckt. Der untersuchende Arzt und eine MTA (medizinisch technische Assistentin) sind im Untersuchungsraum und jederzeit ansprechbar.

Jetzt wird die zuvor rasierte Leiste oder die Ellenbeuge örtlich betäubt und mit einer nur unwesentlich dickeren Nadel punktiert. Es wird ein dünner Kunstoffschlauch mit einem Ventil ( Schleuse) in die Schlagader geschoben, wie es für die entsprechende Untersuchung notwendig ist. Während das Kontrastmittel einläuft kann es zu einem Wärmegefühl kommen. Das ist eine ganz normale Reaktion und keine Unverträglichkeit. Sind alle interessierenden Bereiche dargestellt, wird der Katheter und die Schleuse herausgezogen und der Arzt drückt ca. 10. Minuten auf die Punktionsstelle, um ein Nachbluten zu vermeiden. Anschließend wird ein Druckverband angelegt ( bei Punktion in der Ellenbeuge wird eine Schiene angelegt) und der Patient sollte die nächsten 6 Std. liegend im Bett verbringen um sicherzugehen, dass es zu keiner Nachblutung kommt. Gelegentlich kann es zu kleinen Blutergüssen und zu leichten allergischen Reaktionen kommen. Schwere Komplikationen sind heutzutage sehr selten.

Carotisstenose vor (oben) und nach (unten) Stent

Angiographische Intervention

Die Interventionsradiographie ist ein sich ständig weiterentwickelndes, neues Spezialgebiet der Radiologie.
Während einer Angiographie werden Gefäßerkrankungen ohne offenen chirurgischen Eingriff (also minimal-invasiv) behandelt.
Es werden an Spezialkathetern befindliche Ballons in der Gefäßenge erweitert (dilatiert) und so der Blutdurchfluß wieder gewährleistet.
Oft wird durch das Einbringen eines STENTs (Drahtgeflechts) sichergestellt, dass das Gefäß offen bleibt.
Aneurysmen (Aussackungen einer Schlagader) werden von innen durch einen Schlauch abgedichtet.

Zu den hochspezifischen Leistungen unserer Klinik gehören folgende angiographischen Interventionen:

  • die Behandlung von arteriosklerotisch bedingten Verschlusskrankheiten im
  • Becken und Beinbereich, die sogenannte Schaufensterkrankheit
  • die Behandlung (Dilatation) von Nierenarterienengen (Stenosen)
  • die Dilatation von Engen in der Halsschlagader (Carotisstenosen) und das Einbringen eines Stents
  • die Erweiterung von Dialyseshunts
  • die Behandlung von Aortenaneurysmen (Aussackungen der Brust- und Bauchschlagader) durch das Einbringen eines speziell beschichteten Stents

Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie auch auf den Seiten unseres Gefäßzentrums

Es stehen zwei moderne Arbeitsplätze zur Verfügung, darüber hinaus werden Materialien auf dem neuesten Stand der Entwicklung eingesetzt.

Film: Implantation eines Carotisstents, für Quicktime (1MB) oder Windows Media Player (1MB). Mit freundlicher Unterstützung der Firma Guidant.


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Sonographie (Ultraschall)

Neben dem erheblich aufwendigeren MRT ( Kernspin) ist die Sonographie die einzige verbreitete bildgebende Untersuchung, die ohne Röntgenstrahlen auskommt. Sie gehört gerade wegen ihrer breiten Verfügbarkeit und dabei aber z.T. extrem guten Bildern zu den Standarduntersuchungen. Da wir allen anderen Abteilungen unseres Hauses eine zentrale Versorgung mit Sonographien anbieten, kommen nahezu alle stationären Patienten früher oder später damit in Kontakt.

Technisches Prinzip

Das Untersuchungsgerät ist der Schallkopf, der, wie das Echolot in der Seefahrt Schallwellen aussendet. Diese sind sehr hochfrequent und für den Menschen nicht zu hören. Unterschiedliche Frequenzen bedeuten unterschiedliche Energiestärken und damit verschiedene Anwendungsbereiche. Je nach Anforderung gibt es daher auch unterschiedliche Schallköpfe. Wird der Schallkopf mit einem wässrigen Ankopplungs-Gel bestrichen und auf den Körper gelegt, so können die Schallwellen eindringen, ohne dass dies Schaden verursacht oder dass man auch nur das geringste davon merkt. Die Schallwellen werden von den Geweben unterschiedlich stark reflektiert(=zurückgeworfen) und von dem selben Schallkopf wieder aufgefangen. Die Elektronik im Ultraschallgerät berechnet aus den empfangenen Schallsignalen das schwarzweiße Ultraschallbild. Trifft die Schallwelle auf fließendes Blut in Arterien und Venen, so ändert sich die Frequenz der reflektierten Schallwelle entsprechend der Richtung der Bewegung und der Geschwindigkeit des angestrahlten Objektes. Das nennt man Doppler-Effekt. Wird die Bewegung - eigentlich „Frequenzverschiebung“ - farbig wiedergegeben, wird das Verfahren Farbduplex genannt. Damit lassen sich beispielsweise Verengungen an Gefäßen oder Thrombosen untersuchen.

Wichtig ist...

Ihre Vorbereitung als Patient

Für Untersuchungen des Bauchraumes sollten Sie möglichst nüchtern sein, Ihre Tabletten können sie aber ohne Probleme einnehmen. Notfallmäßig kann natürlich jeder Patient untersucht werden. Die übrigen Untersuchungsregionen bedürfen keiner weiteren Vorbereitungen.

Untersuchung aus Patientensicht

Üblicherweise ist der Raum abgedunkelt, damit der Untersucher die schwarzweißen Kontraste auf dem Monitor besser erkennen kann. Die zu untersuchende Körperregion, und in der Regel auch zum Vergleich die Gegenseite, muss entkleidet werden. Der Arzt trägt feuchtes Ultraschallgel auf die Haut auf und setzt dann den Ultraschallkopf auf. Falls offene Wunden vorliegen, werden diese mit einem wasserdichten Pflaster bedeckt, anderenfalls ist eine Untersuchung hier nicht möglich.

Einige typische Untersuchungen:

In eigentlich allen medizinischen Disziplinen werden Ultraschalluntersuchungen durchgeführt:

Sono Abdomen
Hierunter versteht man eine Ultraschalluntersuchung des Abdomens ( =Bauch). Es werden Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz, Nieren und zumindest orientierend auch das Becken untersucht. Hierbei können z.B. Gallenblasensteine oder Raumforderungen in der Leber nachgewiesen werden.
Sono Hals/Schilddrüse
Hierbei werden Veränderungen an der Schilddrüse, wie z.B. Knoten, Zyste oder Lymphknoten am Hals entdeckt.
Sono der Gelenke
Hier können Gelenkergüsse und Sehnenabrisse dargestellt werden.

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