zum Inhalt | zum Hauptmenü | zur Unterauswahl 'Kliniken & Zentren'

Ganzkörper-Kältetherapie / Kältekammer

 Kältekammer

In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte belegt werden, dass eine kurzzeitige (0,5 - 3 Minuten) Einwirkung extremer Kälte genügt, um Schmerzen zu lindern, entzündliche Prozesse einzudämmen, verkrampfte Muskulatur zu lockern und das Immunsystem zu stärken. Mit einem kurzzeitigen Aufenthalt in einer so genannten Kältekammer werden die gleichen Effekte erzielt.

Die Kältekammer des RKK besteht aus drei Sektionen. In der ersten herrscht eine Temperatur von -10°C, in der zweiten -60°C und in der dritten -110°C. Die Patienten betreten die Kältekammer zwar in Badebekleidung, sind aber mit Mundschutz, Ohrenschutz, Handschuhen, dicken Socken und festem Schuhwerk gegen die unangenehmen Folgen der Kälte geschützt. Während die ersten zwei Sektionen nur kurz zur Temperaturanpassung durchschritten werden, halten sich die Patienten in der so genannten therapeutischen, dritten Sektion bis zu drei Minuten auf.

Häufig gestellte Fragen zur Kältetherapie

Bei welchen Erkrankungen kann die Ganzkörperkältetherapie eingesetzt werden?

  • bei chronisch entzündlichen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen
  • bei weichteilrheumatischen Erkrankungen
  • bei kollagenosen Autoimmunerkrankungen
  • bei Sportverletzungen
  • bei Migräne
  • bei chronischen Schlafstörungen
  • bei Neurodermitis

Was bewirkt die Ganzkörperkältetherapie?

  • Schmerzminderung/-aufhebung
  • Entzündungshemmung
  • Erhöhung des Muskulatur-Tonus
  • Funktionsverbessung der Gelenke und der Muskulatur
  • Minderung/Aufhebung von Juckreizes und äußerlichen Symptomen bei Neurodermitis und Schuppenflechte
  • Förderung des Wohlbefindens

Wie viele Behandlungen sind nötig?

Die Anzahl der Behandlungen richtet sich nach der Art der Beschwerden und dem angestrebten Ziel der Therapie. Jedoch sind mindestens 20 Anwendungen nötig, um eine Langzeitwirkung zu erzielen.

Wann sollte man auf eine Ganzkörperkältetherapie verzichten?

  • bei Erkrankungen mit einer erhöhten Kälteempfindlichkeit (Kälteagglutininerkrankung, Kälteurtikaria, Kälteasthma)
  • bei akuten Vaskulitiden (Gefäßentzündungen)
  • bei Durchblutungsstörungen
  • nach einem Herzinfarkt oder einer Bypass-Operation
  • bei Operationen, die weniger als ein halbes Jahr zurückliegen
  • als Träger eines Herzschrittmachers
  • bei arterieller Hypertonie (> 160/100 mmHg)
  • bei akuten Nieren- und Blasenerkrankungen
  • bei akuten Infektionserkrankungen
  • bei Angstzuständen in geschlossenen Räumen
  • bei Sensibiltätsstörungen (z.B. nach Schlaganfall oder bei neurologischen Erkrankungen)

Welche Nebenwirkungen wurden beobachtet?

Anwendungen in der Kältekammer werden im allgemeinen sehr gut vertragen. Bisher sind keine Nebenwirkungen bekannt. Gelegentlich kann es zu Hautrötungen oder zu Bläschen auf der Haut – ähnlich wie bei einem Sonnenbrand – kommen.

Skizze der Kältekammer

Was darf nicht in die Kältekammer mitgenommen werden?

Metallische Gegenstände jeder Art (Ketten, Ringe, Piercings, Amulette, Armreifen, Ohrringe etc.), Brillen, Kontaktlinsen, Uhren

Was muss noch beachtet werden?

  • keine Salben oder Kosmetik vor der Therapie benutzen
  • vor der Therapie in der Kältekammer auf Duschen und Haarewaschen verzichten
  • Durch extreme Temperaturen verlieren manche Materialien ihre Elastizität. Daher kann es passieren, dass Schuhe und Handschuhe nach einer Anwendung in der Kältekammer brüchig werden.




 

nach oben