Veranstaltungen
Fortbildung für Ärzte
Die Brustschlagader: Was wird wie behandelt?
Mittwoch, 14. März 2012 von 17.00 bis 20.00 Uhr im Tagungszentrum des RKK
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
durch den zunehmenden Einsatz der CT- und MRT-Diagnostik werden Erkrankungen der Brustaorta häufiger diagnostiziert. Das gilt nicht nur für das herkömmliche thorakale Aortenaneurysma (TAA) und die Aortendissektion. Neue Pathologien wie das penetrierende Aortenulkus (PAU) fordern therapeutische Standards.
Wenn eine operative Behandlung indiziert ist, erfolgt diese heute fast immer endovaskulär, also mit einem Stent oder Stentgraft. Die offen-chirurgische Behandlung hat an Stellenwert verloren. Ausnahmen sind die aufwendigen Kombinationseingriffe (Hybrid- Operationen), die wir fast alle ohne Herz-Lungen-Maschine durchführen können.
Das »akute Aortensyndrom« ist eine klassisch interdisziplinäre Aufgabe. Von der Primärdiagnostik bis zur operativen Therapie und Nachsorge brauchen die Patienten neben ihrem Hausarzt oder Internisten oft den Kardiologen, Radiologen und Gefäßchirurgen. Das gilt insbesondere für die Aortendissektion. Unabhängig von der (umstrittenen) Frage der Stentversorgung bleibt die Blutdruckeinstellung die Kernaufgabe für die nachbehandelnden Kollegen.
Die Therapie der Aortenerkrankungen, offen chirurgisch und mit Stentgraft, ist seit langem Routine in unserem Gefäßzentrum. Wir laden Sie ganz herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch.
Weitere Informationen / Anmeldung:
Frau Birte Scheder, Sekretariat Dr. Paetz,
Tel. 0421/55 99–880, Fax 0421/55 99–8849
Das vollständige Programm herunterladen (PDF, 690KB)
Nachschau
"Gefäßtag" am 8. Oktober 2011, 11-15 Uhr
Am Samstag, dem 8. Oktober, fand von 11–15 Uhr der sechste Tag der offenen Tür im Gefäßzentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus statt.Wie machen sich Verkalkungen bemerkbar, wie werden sie diagnostiziert und behandelt? Habe ich verengte Halsschlagadern und damit ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall? Was hilft gegen Durchblutungsstörungen? Warum ist Bluthochdruck gefährlich? Wie entstehen Venen- und Reisethrombosen? Was mache ich bei geschwollenen Beinen? Wann und wie werden Gefäßprothesen und Stents eingesetzt? Fragen wie diese und viele mehr beantworteten Gefäßmediziner, Neurologen, Angiologen und Fachpersonal des zertifizierten Gefäßzentrums mit großer Geduld. 2011 beteiligte sich erstmals das neue MVZ am RKK (Medizinisches Versorgungszentrum Radiologie und Gefäßmedizin GmbH) an der Veranstaltung.
Erst- und einmalig am RKK-Gefäßtag: Das acht Meter lange, begehbare Arterienmodell
Ein über acht Meter langes, begehbares Arterienmodell stand den Besuchern zur Verfügung, um mehr über Arteriosklerose, Gefäßverschluss, Thromben, Blutplättchen, den Anschluss eines Bypasses, den Vorfall eines Aneurysmas sowie ein Stentimplantat zu lernen. Die Arterienverkalkung / Arteriosklerose bedeutet eine Verhärtung der Gefäßwand, das Gefäß verliert an Elastizität und der Gefäßdurchschnitt verkleinert sich. Diese Verkleinerung kann bis zum völligen Verschluss wachsen. Um lebensbedrohliche Folgen auszuschließen, kommt es beispielsweise zum Einbau eines Implantates, des Stents, oder zum Anschluss eines Bypasses. Die Arteriosklerose ist ein chronischer Prozess, der über Jahre und Jahrzehnte abläuft. Typische Folgeerkrankungen sind Schlaganfall, Herzinfarkt und Durchblutungsstörungen der Beine. Die Arteriosklerose ist die häufigste Wohlstandserkrankung der westlichen Welt und die häufigste Todesursache überhaupt in den Industrieländern. Um derartig schwerwiegende Folgen und Risiken zu verdeutlichen, ist das begehbare Arterienmodell prädestiniert. (Information: Organmodelle Deutschland)
Außerdem standen auf dem Programm:
- Doppler- und Duplex-Untersuchungen (Ultraschall)
- Blutdruck-Station, Blutzucker-Messung
- BStents und künstliche Blutgefäße zum Anfassen
- BBesichtigung eines OP-Saales
- BFilmvorführungen („Gefäß-Kino“)
- BGeführte Rundgänge, Informationsstände, Beratung und weitere Vorträge zu Schlaganfall, Arterienverkalkung, Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Reisethrombose, Lympherkrankungen, Dialyse
Zum Gefäßtag kommen jedes Jahr mehr Besucher. 2011 lockte das Gefäßzentrum über 2000 Besucher. Das neue Tagungszentrum mit Vortrags- und Kinosaal war gut ausgelastet und durfte sich erstmals erfolgreich bewähren. Das Ärzteteam der Gefäßchirurgie untersuchte die Halsschlagadern von 200 Besuchern und die Beinvenen von 80 Interessenten.
Das Gefäßzentrum Bremen bedankt sich bei allen Mitarbeitern und Helfern, ohne die eine so große Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre und freut sich auf den Gefäßtag im Oktober 2012!
Interdisziplinäres Gefäßkolloquium mit Patientenvorstellungen
Jeden Mittwoch 15:00 bis 16:00 Uhr (Demonstrationsraum Radiologie)
Niedergelassene Kollegen sind herzlich willkommen
Gastvisiten
nach Rücksprache mit dem Chefarzt
