Endoprothetikzentrum

Leistungsspektrum

Unser EPZ ist von der unabhängigen Fachgesellschaft »Endo-Cert« zertifiziert. Für Sie als Patient bedeutet das eine hohe Behandlungsqualität: Sie werden von Ärzten und Fachpersonal mit viel Erfahrung, festgelegten Mindestoperationszahlen pro Jahr und großer Expertise operiert und umsorgt.

Die Behandlung erfolgt stets nach den neuesten Leitlinien. Unser EPZ wird regelmäßig von unabhängigen Dritten auf die Einhaltung dieser Standards überprüft. Die Daten und Fakten fließen nach erfolgter Einführung des Systems an das Deutsche Endoprothesenregister. Mit der Zertifizierung des EPZ und der Teilnahme am Endoprothesenregister zeigen wir unsere strukturierte, gute und nachprüfbare Prozess- und Ergebnisqualität auch nach Außen.

Das Rotes Kreuz Krankenhaus versorgt seit Jahrzehnten auf hohem Niveau Patienten mit künstlichem Gelenkersatz, zur Zeit setzen wir etwa 400 Endoprothesen jährlich ein.

Durch den Schwerpunkt in der operativen Rheumatologie, Unfallchirurgie und physikalischen Medizin haben unsere Ärzte die Kompetenz und Erfahrung auch bei schwierigen Fällen. In Kooperation mit der Medizinischen Klinik und der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin des RKK können wir so auch Patienten operieren, die aufgrund etwaiger Vorerkrankungen nach einer Gelenkersatz-OP eine enge intensivmedizinische Nachbetreuung benötigen.

Hygienemanagement

Unser Krankenhaus legt größten Wert auf ein funktionierendes Hygienemanagement. Die Wertschätzung für die Gesundheit unserer Patienten spiegelt sich beispielsweise in dem Pilotprojekt wider, das unser Haus mit der AOK Bremen / Bremerhaven 2012 gestartet hat. Die Krankenkasse übernimmt für ihre Patienten, die in unserem Haus Gefäßprothesen oder künstliche Gelenke bekommen sollen, die Kosten bei einem MRSA-Befall für eine notwendige ‘Sanierung‘ zur Beseitigung der Keime. Die Sanierung können die Patienten zu Hause selbständig durchführen.


Wenn es um Ihren Gelenkersatz geht, haben Sie sicher viele Fragen rund um die Vorbereitung auf die OP, die Wahl der Prothese, den Krankenhausaufenthalt, die Reha und die Physiotherapie vor und nach dem Eingriff:

 

Der Ablauf Ihrer Behandlung im zertifizierten Endoprothetikzentrum

Knieprothese

Wenn die Notwendigkeit des Gelenkersatzes von Knie oder Hüfte bei Ihnen feststeht, laden wir Sie vor Ihrer geplanten Operation schriftlich und persönlich zu unserer Informationsveranstaltung „Wegweiser Gelenkersatz“ ein. Hier erfahren Sie - und wenn Sie möchten, auch Ihre Angehörigen oder Freunde - wie Ihr Weg zum künstlichen Gelenk und der Aufenthalt in unserem EndoProthetikZentrum (EPZ) aussehen werden. Alle an Ihrer Behandlung beteiligten Berufsgruppen, von den Operateuren über Pflegefachkräfte, Schmerz- und Physiotherapeuten bis zum Casemanagement und Sozialdienst stellen sich Ihnen vor. Unsere Orthopäden und Unfallchirurgen informieren über den Aufnahmeprozess und erläutern die Operationstechniken und Gelenkersatz-Varianten. Die Anästhesisten erklären die Narkose und die Schmerztherapie, Casemanagement und Pflegefachkräfte erklären die Abläufe rund um Ihre Aufnahme, Ihren stationären Aufenthalt und die Zeit nach Ihrer Entlassung. Die Physiotherapeuten zeigen, wie Sie sich selbst auf die OP vorbereiten können und welche Maßnahmen und krankengymnastische Übungen direkt nach der OP und zu Hause sinnvoll sind. Der Sozialdienst zeigt auf, welche Möglichkeiten der Unterstützung Sie haben und welche Dinge Sie für die erste Zeit nach der OP bedenken sollten.

Gut vorbereitet kommen Sie so zum geplanten OP-Termin ins EPZ. Dass unsere Patienten die ersten Tage nach dem Einbau ihres neuen Gelenkes nahezu schmerzfrei verbringen können, verdanken sie neben den weichteilschonenden Operationsverfahren der modernen Schmerztherapie - und unserem speziell ausgebildeten Personal (Pain Nurse/Perioperativer Schmerzdienst).
Direkt nach der Operation bringen wir Sie zunächst auf die sogenannte Intermediate Care Station (Überwachungsstation), wo Sie intensiv betreut und überwacht werden. Am ersten Tag nach der OP beginnen Sie bereits gemeinsam mit unseren Physiotherapeuten mit der Mobilisierung, selbstverständlich unter Berücksichtigung ihrer persönlichen und individuellen Möglichkeiten. Damit Sie mit Ihrem neuen Gelenk möglichst schnell im Einklang sind, müssen Physiotherapie und kontrollierte Bewegungen frühzeitig beginnen!

Zehn bis zwölf Tage später können Sie unsere Klinik wieder verlassen – entweder nach Hause mit regelmäßiger ambulanter Physiotherapie oder zur ambulanten / stationären Anschlussheilbehandlung, die wir bereits für Sie und mit Ihnen organisiert haben.

Informationen zum Kniegelenkersatz

Mehr als 650 Muskeln und 100 Gelenke sorgen dafür, dass der menschliche Körper die unglaublichsten Dinge vollbringen kann. Gerade im Kniegelenk machen sich aufgrund der starken Beanspruchung jedoch häufig Verschleißerscheinungen (Gonarthrose) besonders – aber nicht nur – im Alter.

Auch andere Faktoren, wie zum Beispiel ein Unfall oder eine Verletzung, Entzündungen, rheumatische Erkrankungen und Überbelastung können Gelenke schädigen. Wenn alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, eröffnet ein künstliches Gelenk neue Perspektiven auf ein schmerzfreies, mobiles Leben.

Früher sorgten große Prothesen für die Stabilität im Knie. Heute sind die Kunstgelenke individueller und viel kleiner, die Operationen werden immer schonender. Neben dem Einsatz des künstlichen Gelenkes erfordert deshalb vor allem das komplizierte Modellieren und Ausgleichen aller Bänder, Kapseln und Muskeln um das Knie herum ein hohes Maß an Erfahrung. Möglich ist das nur durch Fingerfertigkeit und Know-how bei der Rekonstruktion der Weichteile. Unsere EPZ-Operateure haben diese Erfahrung. Für jeden Patienten erfolgt zudem anhand angefertigter Röntgenbilder mit Hilfe eines Computerprogramms eine exakte, individuelle Prothesenplanung.

Es gibt viele verschiedene Varianten, zum Beispiel einseitige (unikondyläre) Knie-Endoprothesen, individuell angefertigte Prothesen bzw. Teilersatz, doppelseitiger (bikondylärer) Oberflächenersatz oder gekoppelte/teilgekoppelte Prothesen. Welcher Gelenkersatz für Sie individuell sinnvoll ist, bespricht der Operateur mit Ihnen. Unser EndoProthetikZentrum (EPZ) Rotes Kreuz Krankenhaus führt auch Wechseloperationen (Revisionsendoprothetik) durch, wenn sich Ihre Prothese aufgrund von Infekten oder Verschleiß gelockert haben sollte.

Informationen zum Hüftgelenkersatz

Nicht nur durch angeborene Fehlstellungen (Hüftdysplasie) können Verschleißerscheinungen (Coxarthrose) im Hüftgelenk entstehen.

Immer dann, wenn die Belastungsfähigkeit des Hüftgelenkes überschritten wird – sei es durch einseitige Belastung bei der Arbeit, falsche Bewegungsmuster, Übergewicht usw. wird durch die Reibung und falsche Stellung des Gelenks wichtiges Knorpelgewebe zerstört. Mit fatalen Folgen: Unser Körper kann Knorpelgewebe nicht neu bilden – der Verschleiß schreitet fort. Wenn der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes angezeigt ist, stehen unseren Operateure im EPZ verschiedene Prothesen und Techniken der Verankerung zur Verfügung - je nach Alter des Patienten und individueller Knochenstruktur: 
Die Ärzte messen mit Hilfe von Röntgenaufnahmen vor jeder Operation Form und Größe des Hüftgelenks der Patienten individuell aus. Es kommen Kurzschaft- und Kappenprothesen (Oberflächenersatz), zementierte und zementfreie Hüft-Endoprothesen oder hybride Hüft-Endoprothesen (Mischform) zum Einsatz. Umliegendes Gewebe und die Muskeln schonen die Operateure bestmöglich, denn vor allem ältere Patienten können einmal zerstörtes Gewebe und Muskulatur nur schwer wieder aufbauen.

Unser erfahrenes Team aus Orthopäden, Chirurgen, Rheumatologen, Internisten, Anästhesisten, Schmerztherapeuten, Physiotherapeuten, Pflegekräften, Casemanagement und Sozialdienst arbeitet im Netzwerk mit ambulant und stationär tätigen Fachärzten, (z. B. Radiologen und Kardiologen), den Mikrobiologen, Orthopädietechnikern und verschiedenen Implantat Herstellerfirmen etc. zusammen, um das bestmögliche Behandlungsergebnis für Sie zu erzielen.

St. Pauli-Deich 24 • 28199 Bremen • Tel. 0421 / 55 99-0