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Aktuell

Mi, 24.05.2006

Musikalischer Ausstellungsbrunch im Rotes Kreuz Krankenhaus

„Sandige“ Matinee im Café K

Konzert, Ausstellung und Brunch: Anlässlich der Ausstellung „SandWerke – Bremer Kunst im Café K" findet am Sonntag, 11. Juni um 11.00 Uhr eine „sandige" Matinee im Rotes Kreuz Krankenhaus statt. Die Künstler Maggie Luitjens und Bernhard Wimmer laden gemeinsam mit den Musikern Stefan Schrader, Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, und Olaf Casalich, Trommler und Schlagzeuger diverser Gruppen im Folk-, Pop- und Bühnenbereich, zum musikalischen Brunch in die Ausstellung ein.

Der Ausstellungsbesuch wird begleitet von musikalischen Improvisationen, die ihren Reiz durch den Kontrast von Cello und Percussioninstrumenten erhalten. Zusätzlich setzen die Musiker ein so genanntes Loopgerät ein, das den Klang des Cellos vervielfältigt. In der ersten Hälfte der Matinee erklingen abwechselnd Cello-Solowerke von Bach und Beccera – einem chilenischen Komponisten, der in Oldenburg lebt – sowie Schlagzeugsolos. In der zweiten Hälfte sind die Besucher eingeladen, die ausgestellten Bilder im Café K zu betrachten, während die Musiker sich von einzelnen Bildern zu interessanten Improvisationen anregen lassen.

Die Ausstellung

Maggie Luitjens Gemälde lassen den Betrachter in ihnen lesen – wie in den Spuren im Sand. Durch mehrschichtiges Farbauftragen und die Verwendung unterschiedlicher Materialien wie Sand, Acryl oder Asphalt drücken sie einen Wechsel von Ruhe und Rhythmus aus. Es entsteht der Eindruck, als würde die Künstlerin mit der Materialität spielen. Hier und da kratzt Luitjens Symbole in die dicke Farbschicht. Die Zeichen wirken wie steinzeitliche Höhlenmalerei und warten darauf, vom aufmerksamen Betrachter entschlüsselt zu werden. Genau wie die nebeneinander angeordneten Farbflächen. Trotz der abstrakten Darstellung entsteht der Eindruck einer „geordneten Zufälligkeit“. Luitjens Arbeiten vereinen Gegensätze: Sie wirken gleichzeitig harmonisch und kraftvoll, klar und sinnlich, abstrakt und trotzdem erkennbar.

Auch die Skulpturen von Bernhard Wimmer spielen mit dem Material Sand. Sie bestehen aus Quarzsand, einer normalerweise kaum formbaren körnigen Substanz. Wimmer lässt daraus exakte kugelförmige Objekte entstehen, die über lange Zeit haltbar sind und ihre Form beibehalten. In diese Kugeln arbeitet er filigrane Buchstaben ein – ebenfalls aus Sand. So entsteht aus dem formlosen Sand eine nahezu literarische Skulptur. Ähnlich wie Luitjens Farbflächen, wirken die Buchstaben wie zufällig ausgewählt, sind es jedoch keinesfalls: Die so genannten „LiteraGloben“ stellen Bibliotheken aus Sand dar, in denen mit Phantasie durchaus etwas zu lesen ist. Kaum vorstellbar: Wimmer verarbeitete in den ausgestellten Werken rund eine Tonne Quarzsand.

„SandWerke – Bremer Kunst im Café K“
Maggie Luitjens und Bernhard Wimmer

Ausstellung vom 26. Januar bis 26. Juni 2006
täglich von 7.00 bis 19.30 Uhr im Café K,
Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24, 28199 Bremen


Pressefoto zum Herunterladen (4,8MB)


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