Aktuell

Mi, 28.08.2013

Rote Karte(n) für die Politik!

Zeichen setzen gegen den Notstand in der Pflege

Am Montag, 02.09.13, zeigen die Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz e.V., das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH und die Bremer Krankenpflegeschule der freigemeinnützigen Krankenhäuser e.V. der Politik die Rote(n) Karte(n). Treffpunkt: 14.00 Uhr im Tagungszentrum Forum K im Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Neustädter Einrichtungen wollen ein Zeichen gegen den Notstand in der Pflege setzen. Sie tun dies auf ungewöhnliche Weise: Auf großen roten Pappen haben die Rot-Kreuz-Schwestern ganz persönliche, ausdrücklich positive Aspekte ihres Berufes aufgeschrieben, die ihrer Meinung nach unbedingt bewahrt werden müssen. Das Statement einer 37-jährigen Krankenschwester lautet beispielsweise: "Ich sehe das so: Heilung hat mit Vertrauen zu tun. Vertrauen entsteht durch Zeit, Zuwendung und Kompetenz. Zeit ist aber mehr denn je Geld. Und Geld ist bekanntlich knapp bzw. nicht vorhanden. Ich habe diesen Beruf mal aus Überzeugung gewählt, bin aber jeden Tag gezwungen, ihn unter Beschränkungen, Einsparungen und Knappheit auszuüben. Die Bandbreite meiner Profession geht in der Minimalversorgung unter und der Mensch bleibt auf der einen wie der anderen Seiten auf der Strecke. Meinem Berufsethos entspricht das längst nicht mehr".

Am Montag, 02.09.13, zeigen die Bremische Schwesternschaft vom Roten Kreuz e.V., das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen gGmbH und die Bremer Krankenpflegeschule der freigemeinnützigen Krankenhäuser e.V. der Politik die Rote(n) Karte(n). Treffpunkt: 14.00 Uhr im Tagungszentrum Forum K im Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Neustädter Einrichtungen wollen ein Zeichen gegen den Notstand in der Pflege setzen. Sie tun dies auf ungewöhnliche Weise: Auf großen roten Pappen haben die Rot-Kreuz-Schwestern ganz persönliche, ausdrücklich positive Aspekte ihres Berufes aufgeschrieben, die ihrer Meinung nach unbedingt bewahrt werden müssen. Das Statement einer 37-jährigen Krankenschwester lautet beispielsweise: "Ich sehe das so: Heilung hat mit Vertrauen zu tun. Vertrauen entsteht durch Zeit, Zuwendung und Kompetenz. Zeit ist aber mehr denn je Geld. Und Geld ist bekanntlich knapp bzw. nicht vorhanden. Ich habe diesen Beruf mal aus Überzeugung gewählt, bin aber jeden Tag gezwungen, ihn unter Beschränkungen, Einsparungen und Knappheit auszuüben. Die Bandbreite meiner Profession geht in der Minimalversorgung unter und der Mensch bleibt auf der einen wie der anderen Seiten auf der Strecke. Meinem Berufsethos entspricht das längst nicht mehr".

Alle mitgebrachten roten Pappen werden am 02.09.13 um 14.00 Uhr im Tagungszentrum am RKK gesammelt. Die Übergabe der Pappen erfolgt am Mittwoch, 4. September, auf dem Marktplatz an Gesundheitssenator Dr. Hermann Schulte-Sasse.

Zum Hintergrund der Aktion erklärt Barbara Scriba-Hermann, Pflegerische Geschäftsführerin im Rotes Kreuz Krankenhaus: „Eine dem Menschen würdige Versorgung von Kranken und Pflegebedürftigen ist unter den jetzigen Rahmenbedingungen nur an der maximalen Belastungsgrenze der Fachkräfte überhaupt möglich. Dieser Zustand ist jedoch auf Dauer nicht haltbar. Die physischen und psychischen Ressourcen der Kolleginnen und Kollegen sind ausgeschöpft.“ Scriba-Hermann erklärt: „Die Personalbemessung in  Krankenhäusern, stationären Einrichtungen und ambulanten Pflegediensten ist zu knapp. Realität in der Pflege sind Stellenkürzungen, fehlender Nachwuchs und korsettenge Budgets. Die Rahmenbedingungen machen auf Dauer krank.“ Dieser gefährlichen Entwicklung zeigen die Betroffenen jetzt die Rote Karte.

Die Aktion steht im Rahmen des Aktionskalenders "Pflege am Limit". Das Aktionsbündnis "Pflege steht auf" und der Bremer Pflegerat initiierten diesen Aktionskalender von Anfang August bis zum 4. September 2013 in ganz Bremen. Auf politischer Ebene müssen entscheidende Weichen gestellt werden, die wieder den Menschen im Mittelpunkt unseres Gesundheitssystems sehen. Gestartet wurde der Aktionskalender mit einer Mahnwache am 06.08.13 am Krankenhaus St. Joseph-Stift, enden wird er am 04.09.13 mit einer großen Demonstration auf dem Bremer Marktplatz.

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St. Pauli-Deich 24 • 28199 Bremen • Tel. 0421 / 55 99-0