Aktuell

Neuer Zentral-OP geht an den Start

Der letzte große Meilenstein der Neu- und Umbaumaßnahmen ist geschafft: Am Mittwoch, 19. Dezember, wurde der neue Zentral-OP im ersten Obergeschoss des Rotes Kreuz Krankenhauses eingeweiht. High-Tech und Prozessoptimierung im Herzzstück der Klinik kosteten über neun Millionen Euro. Vier große, helle Operationssäle - mit neuester Technik ausgestattet, ein großzügiger Mitarbeiterbereich, neue Sterilgutversorgung und IMC-Überwachung, optimierte Arbeitsprozesse und kürzere Wege für Mitarbeiter und Patient sollen die Klinik fit machen für die Zukunft.

Die wichtigsten organisatorischen und baulichen Veränderungen

Prozessoptimierung ist das Zauberwort – und zu diesem Zweck wurde der gesamte OP- Bereich völlig neu strukturiert, konzipiert und gebaut. Die wichtigsten Neuerungen: Wurde früher vor jedem OP-Saal einzeln die Narkose eingeleitet, gibt es jetzt einen zentralen Bereich mit drei Einleitungsräumen. Ebenfalls neu sind direkt vor den OPs ein zentraler Aufwach- und ein Holdingbereich. Die Patienten warten im Holdingbereich bequem in ihrem eigenen Bett und nicht etwa auf einer OP-Liege auf Narkose und OP. Wartezeiten verringern sich und Abläufe werden ruhiger, wenn die Operateure nicht mehr auf das punktgenaue Bringen und Abholen von Patienten von den Stationen angewiesen sind. Nach der OP wird der Patient im Aufwachbereich überwacht, bevor es wieder zurück auf die Station geht. Vom Aufwachraum aus sind die Intensivstation und die neue interdisziplinäre Überwachungsstation (IMC) nun lediglich einen Katzensprung entfernt: Das gewährleistet nötigenfalls schnelle, intensive Überwachung nach der Operation.

Im OP befindet sich zwischen je zwei Sälen nun ein so genannter Rüstraum. Während im OP-Saal eine Operation dem Ende entgegen geht, werden im Rüstraum die notwendigen Instrumente für die nächste OP vorbereitet. Gleichzeitig betreut der Anästhesist den nächsten Patienten bereits im Einleitungsraum. Das verkürzt die Zeiten zwischen den Operationen. Auch das hektische „Ich muss nur mal kurz auf die Station“ seitens der vielbeschäftigten Ärzte zwischen zwei Operationen entfällt. Beste Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten – zum Wohle der Patienten.

Größere Ver- und Entsorgungsbereiche sowie interne Lagerflächen im Zentral-OP erleichtern die Arbeit des Personals. Die Gesamtfläche der OPs und der zugehörigen Nebenräume ist mit 1200 Quadratmetern etwa 400 qm größer als vorher. Die OP Säle sind in etwa gleich groß und nahezu identisch ausgestattet – damit wird flexibler Einsatz für alle Operationen möglich. In einem eigenen, abgetrennten Raum und doch mitten im OP-Bereich, können die Operateure nun in Ruhe und zeitnah ihre Berichte diktieren. Sie müssen hierfür also nicht den OP-Bereich verlassen inkl. aller hiermit verbundenen Umkleide- und Sterilisationsmaßnahmen.

„Wir gehen davon aus, dass die Verbesserungen im Zentral-OP unmittelbar zu deutlich verkürzten Wechselzeiten zwischen den Operationen und erhöhter Terminzuverlässigkeit führen wird. Gleichzeitig kehrt mehr Ruhe in die Abläufe. Das führt zu erheblichen qualitativen Verbesserungen im Sinne unserer Patienten und auch der Mitarbeiter – und wirtschaftlich besser ist das natürlich auch.“ So beschreibt Dr. Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer des RKK, das Ziel der neuen OP-Struktur. Werden Ende dieses Jahres etwa 4.000 rein stationäre Patienten im RKK operiert worden sein – ambulante Operationen ausgenommen – rechnet die Geschäftsführung für 2013 mit ca. zehn bis fünfzehn Prozent mehr stationäre Operationen im neuen Zentral-OP.

High-Tech im Herzzstück der Klinik

Auf einer Anzeige über dem Händedesinfektionsplatz vor den OP-Sälen zeigt ein Bildschirm die Belegung der einzelnen Säle.

Unter der Decke der OP-Säle sieht man wenig Technik. Lange Kanalführungen wurden vermieden - möglich ist dies durch die neue Lüftungstechnik mit Laminarflow. Das gewährleistet höchste Hygienequalität auf dem modernen Stand der Technik - und spart dabei Strom- und Heizkosten.

Ein OP-Saal ist mit Schwerlastsäule ausgestattet. Das heißt, hier können auch sehr schwergewichtige Patienten behandelt werden. Die Lampen in den OPs können mit Kameras ausgerüstet werden, so dass Aufnahmen zu Lehrzwecken gemacht und, wenn nötig, auch weit entfernte Experten zur Beratung zugeschaltet werden können. Ebenfalls vorgerüstet wurde für einen Hybrid-OP. Hier sollen später quasi zweigleisig gefäßchirurgische Operationen unter dreidimensionaler Röntgenkontrolle durchgeführt werden.

Für eine einfachere Materialwirtschaft hat die Klinik Scanner angeschafft, mit denen zum Beispiel der Bestand von Implantaten erfasst und automatisch elektronisch auf den gewünschten Stand gebracht wird.

Mitarbeiter nicht vergessen

„Was mich am meisten am neuen OP-Konzept begeistert ist, dass wir trotz High-Tech auf höchstem Niveau und modernsten Ablaufkonzepten die Mitarbeiter nicht vergessen haben“, sagt Tammo Ziesemann, OP-Manager am RKK. Er und seine Kollegen wurden mit in die Bauplanung einbezogen, sie haben ihren Arbeitsplatz mitkonzipiert. Nicht nur die OP-Säle mit Fenstern zum See hell und groß, sondern auch der Sozialraum.

Die Umkleiden und Aufenthaltsräume für die OP-Teams sind im 2. OG angesiedelt und über ein neues, internes Treppenhaus mit dem OP-Bereich verbunden. Das verringert Zeiten und Wege, schafft aber auch durch die Trennung die nötige Luft zum Durchatmen in einem Beruf, für den man nicht nur handwerkliches Können, sondern auch höchste Konzentration und gute Nerven braucht.

Die Finanzierung des neuen Zentral-OP

Das Gesamtkostenvolumen der Arbeiten rund um den neuen Zentral-OP beläuft sich auf etwas über neun Millionen Euro. Davon wurde aus Bundesmitteln (Konjunkturprogramm II des Bundes) die fest installierte Lüftungs- und Klimatechnik für ca.1,4 Millionen Euro finanziert. Ebenfalls 1,4 Millionen Euro kommen aus an- und eingesparten pauschalen Fördermitteln des Landes Bremen, wie sie allen Krankenhäusern in Bremen jährlich zugewiesen werden. Den Rest, ca. 6,25 Millionen Euro, finanziert das Krankenhaus selbst über Darlehen. Zur Absicherung eines Teils der Darlehen, insgesamt 4,9 Millionen Euro, hat das RKK vom Land Bremen eine verbindliche Zusage erhalten, dass ihm über die nächsten ca. 14 Jahre insgesamt mindestens 4,9 Millionen Euro an Fördermitteln gezahlt werden. Diese Summe soll bei der Tilgung des für das Teilvorhaben aufgenommenen Darlehens eingesetzt werden.

Der Spatenstich der Neu- und Umbaumaßnahmen am Rotes Kreuz Krankenhaus fand im März 2010 statt, das Ende der gesamten Baumaßnahme wird Mitte 2013 erwartet. Das Gros ist mit der Fertigstellung des Zentral-OP jedoch bereits jetzt geschafft. Insgesamt hat die Klinik dann über 30 Millionen Euro in ihre Zukunft und zum Wohle ihrer Patienten investiert.

Pressefoto (s.o., 856KB): Vorbereitung für die erste Operation im neuen Zentral-OP. Zum Abdruck frei bei themengebundener Berichterstattung. Fotograf: Ingo Wagner.

Gemeinde St. Michaelis - St. Stephani lädt Heiligabend ins Gemeindehaus ein

Die Gemeinde St. Michaelis – St. Stephani lädt an Heiligabend von 18 bis 21 Uhr alle Menschen ein, die an diesem Tag Gesellschaft oder ein Dach über dem Kopf suchen. Es gibt ein Programm mit Vorführung, Vorlesen, Singen und Zeit für Gespräche. „Zusammen zu lachen, reden und vor allem nicht alleine zu sein an diesem emotionalen Abend, ist das wichtigste für unsere Gäste“, so Friedrich Scherrer, Pastor der Gemeinde. Er ist mit 40 freiwilligen Helfern im Einsatz an diesem Abend.

Viele Gäste freuen sich besonders auf das traditionelle Festtagsessen, seit Jahren schon gesponsert vom Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. 60 kg Fleisch, 140 kg Kartoffeln und 60 kg Rotkohl: Michael Winne (s. Foto), Küchenchef im RKK und sein Team kochen am Nachmittag des 24. Dezember leckeres Schweinegulasch mit Apfelrotkohl und Kartoffeln und liefern das Menü für knapp 300 Personen ins Gemeindehaus St- Stephani, Faulenstr. 108, 28195 Bremen.

Die Gemeinde in der westlichen Altstadt engagiert sich seit über 20 Jahren für Obdachlose und ist auf praktische und finanzielle Hilfe angewiesen. Spenden werden gerne entgegen genommen unter Konto 111 51 61 bei der Sparkasse Bremen, BLZ 290 50101.

Weihnachtsfeier im Rotes Kreuz Krankenhaus

Am Donnerstag, 20. Dezember, findet im Café K des Rotes Kreuz Krankenhauses von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr eine Weihnachtsfeier statt. Eingeladen sind Patienten, Angehörige und Nachbarn /Anwohner, die sich dem Haus verbunden fühlen.

Stimmungsvolle Lieder singen Schülerinnen und Schülern der St. Johannis-Schule, begleitet am Klavier von Dr. Oliver Rosteck. Weihnachtliche Texte, Kaffee und Knabbereien stimmen auf das nahende Weihnachtsfest ein. Natürlich darf auch die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas nicht fehlen.

Auf die Besucher freuen sich die RKK- Seelsorgerinnen Regina Herkenhoff, katholische Pastoralreferentin und Birgit Wille, evangelische Pastorin sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik.

Neue Anlaufstelle rund um Myome in Bremen

Die Diagnose „Myom“ macht vielen Frauen Angst. Schätzungsweise 40 Prozent aller Frauen über 40 Jahre haben Muskelknoten in der Gebärmutter. In der Regel sind diese völlig harmlos. Viele Frauen leiden infolge von Myomen jedoch unter starken, verlängerten, manchmal schmerzhaften Regelblutungen, in deren Folge sich eine Blutarmut entwickeln kann. Andere Frauen mit Myomen haben Unterleibsbeschwerden, Verdauungsunregelmäßigkeiten oder Probleme beim Wasserlassen. Das kann passieren, wenn die Muskelknoten sehr groß geworden sind und auf Blase und Darm drücken. Auch wenn die Muskelwucherungen gutartig sind, müssen sie manchmal behandelt werden. Es stehen verschiedene Therapieverfahren zur Verfügung, deren Auswahl sich immer an den Wünschen der betroffenen Frauen und an den medizinischen Befunden individuell orientieren. Die Zeiten, in denen pauschal zur Entfernung der Gebärmutter geraten wurde, sind lange vorbei. Heute gibt es schonendere Verfahren, um myombedingte Beschwerden zu beseitigen und die Gebärmutter in den allermeisten Fällen zu erhalten.

Neue Anlaufstelle rund um Myome in Bremen

Dr. Andreas Umlandt, niedergelassener Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe bietet nun im RKK eine Spezialsprechstunde für Frauen an, die sich über ihre individuellen Möglichkeiten und verschiedene Therapieformen rund um Myome informieren möchten. Nach Diagnostik und Beratung können betroffene Frauen dann innerhalb eines therapeutischen Netzwerkes behandelt werden. Die Myomsprechstunde findet immer montags im Rotes Kreuz Krankenhaus statt, Anmeldung unter Tel. 0421 458100.

Neue Behandlungsmethode für Frauen mit Myomen am RKK in Bremen

Gleichzeitig hat ein neues Behandlungsverfahren zur Entfernung von Myomen Einzug gehalten. Experte Dr. Umlandt führt in Kooperation mit der Fachärztin Sabine Bircks aus dem MVZ am RKK GmbH Radiologie die so genannte „Myomembolisation“ durch. Die Radiologen führen unter örtlicher Betäubung über einen winzigen Schnitt in der Leiste einen Katheter in die Arterie ein, dieser wird in die Arterie der Gebärmutter vorgeführt und dort werden winzige Kunststoffkügelchen gezielt bis zum Myom vorgebracht. Dadurch wird die Nahrungszufuhr zum Muskelknoten unterbunden: Die Beschwerden lassen zunehmend nach und verschwinden oft ganz, denn das Myom schrumpft in den folgenden Monaten.

Diese Methode, die ohne Vollnarkose, ohne Schnitte und Operation erfolgreich ist, hat sich international bewährt. Der Eingriff dauert ein bis zwei Stunden, der Krankenhausaufenthalt in der Klinik für Gefäßchirurgie am RKK drei bis vier Tage. Ein bis zwei Woche nach der Behandlung ist ein ganz normaler Alltag möglich. Die Embolisation ist nicht für alle Frauen geeignet. Wichtig ist deshalb die vorherige gründliche Untersuchung und Beratung. Bei bestehendem Kinderwunsch, bei besonders großen Myomen oder ungünstiger Lage innerhalb der Gebärmutter raten die Ärzte ab, dann kommen andere Behandlungsmethoden zum Einsatz. Die Myomembolisation wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.


Das Pressefoto (wie oben) zum Download (JPG 328KB)

31. Bremer Rheumasymposium

Am Samstag, 24. November, treffen sich Rheumatologen aus ganz Deutschland im RKK. Von 9-13 Uhr findet hier die größte Rheuma-Fortbildungsveranstaltung Nordwestdeutschlands statt. Etwa 200 hochkarätige Wissenschaftler und Mediziner tauschen sich in Bremen jährlich über neue Wege in der Rheuma-Therapie und -Diagnostik aus. Organisiert wird die Veranstaltung von den Chefärzten des Bremer Rheumazentrums am RKK. Hier hat das Rheumasymposium Tradition: Das RKK richtet die Veranstaltung in diesem Jahr zum 31. Mal aus.

Die Volkskrankheit Rheuma mit ihren mehr als 400 verschiedenen Krankheitsbildern ist ein komplexes Feld. „Es gibt viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Rheumatologie im letzten Jahrzehnt - von der Neueinführung biologischer Medikamente bis hin zu Fortschritten bei der operativen Rheumatologie“, sagt Prof. Dr. Jens Gert Kuipers, Chefarzt der Klinik für internistische Rheumatologie am Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK). Die Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen und die Weiterbildung von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen zum Wohle der Patienten sind deshalb enorm wichtig. „Das Rheumasymposium steht dafür, dass Betroffene von diesen großen Fortschritten auch profitieren können“, erklärt Kuipers.

31. Bremer Rheumasymposium
am 24. November 2012 von 9 bis 13 Uhr
im Forum K - Tagungszentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus forumk.de/tagungszentrum

Für Ihre Anmeldung oder Rückfragen wenden Sie sich gerne an Frau Brigitte Antpöhler unter Tel. 0421 55 99 511. Die Einladung mit Programm und eine Anmeldungskarte können Sie hier herunterladen.

Foto: v.l. Prof. Jens Gert Kuipers und Dr. Ingo Arnold, Chefärzte des Bremer Rheumazentrums (Foto: Marc Eckardt)

Neuer kardiologischer Standort am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen eröffnet

Dass beim Herzinfarkt die ersten Stunden entscheidend für das künftige Schicksal des Patienten sind, weiß heute jeder. Mehr als die Hälfte der Akutuntersuchungen erfolgt in den ersten Stunden nach einem Infarkt in der Nacht und am Wochenende. „Bremen hat bislang ein Problem mit der Herzinfarktsterblichkeit. Gerade im Bereich der interventionellen kardiologischen Leistungen ist nachgewiesen, dass mehr Wettbewerb die Versorgungsqualität verbessert.* Deshalb haben wir uns entschlossen, eine neue Sektion Kardiologie mit 24-Stunden-Rufbereitschaft in Bremen anzubieten“, erklärt Dr. Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer am Rotes Kreuz Krankenhaus. Der Bedarf des Leistungsangebotes ist im neuen Landeskrankenhausplan Bremens festgeschrieben.

Stationär und ambulant gehen Hand in Hand

Einen Katzensprung von der City entfernt, nahm am 1. November Bremens neuer kardiologischer Standort die Arbeit auf. Unter der Leitung der drei Kardiologen Prof. Dr. Rüdiger Blindt, Prof. Dr. Karl-Christian Koch und Dr. Michael Haake ist eine neue stationäre Kardiologie am RKK in Bremen entstanden, die das gesamte Spektrum einer modernen kardiologischen Abteilung anbietet. Kernstück hierfür ist ein besonders strahlungsarmes neues Herzkatheterlabor, das erste dieser Art in ganz Norddeutschland. Neben ihrer Tätigkeit für die Klinik gehören die drei Kardiologen und Intensivmediziner zugleich als Teilhaber zum zehn Ärzte starken Team der renommierten Praxis Kardio Bremen. Die Praxis nimmt zum gleichen Zeitpunkt eine 500 Quadratmeter große, mit modernster Medizintechnik ausgestattete Dependance im Ärztehaus Forum K in Betrieb. Unmittelbar neben der Klinik gelegen und direkt mit der Zentralen Notaufnahme des RKK verbunden, bietet dies optimale Voraussetzungen für die Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis. Stationären Patienten des RKK steht damit ab sofort durchgängig eine umfassende kardiologische Expertise zur Verfügung - ambulante Patienten der Praxis behalten ihre verlässlichen Ansprechpartner. Ein reger Austausch zwischen Klinik und Praxis besteht bereits seit Jahren – 2010 wurde beispielsweise das gemeinsame Netzwerk Pulmonale Hypertonie gegründet, um die Versorgung von Lungenhochdruck- Patienten in Bremen und dem Umland zu verbessern.

Geprüft auf Herz und Nieren

Die niedergelassenen Kardiologen behandeln in ihrer Praxis im Forum K Patienten mit Herzschwäche, Herzinfarkt, Herzrhythmus- und Durchblutungsstörungen sowie Herzklappenerkrankungen, angeborene Herzfehler bei Kindern und Erwachsenen, Bluthochdruckerkrankungen und Lungenhochdruck. „Unsere ambulanten Patienten profitieren vom Schulterschluss mit dem RKK. Stationäre wie ambulante Versorgung erfolgt aus einer Hand. Sollte die stationäre Überwachung eines ambulanten Patienten im Ausnahmefall einmal notwendig sein, hält die Klinik Überwachungsplätze und Intensivbetten bereit“, erklärt Prof. Dr. Rüdiger Blindt. Ein weiterer innovativer Baustein der Kooperation ist der nephrologische Schwerpunkt der Medizinischen Klinik im RKK. Denn was viele Menschen nicht wissen: Bei einem Drittel aller Herzpatienten arbeiten die Nieren nur eingeschränkt. Das frühe Hinzuziehen der Nierenexperten kann irreparable Schäden am Nierensystem und damit eine Dialyse von vornherein verhindern.

Modernster Herzkatheter in Norddeutschland

Der Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis ging eine intensive Vorbereitung voraus: „Unsere Medizinische Klinik am RKK ist ja bereits seit langem erfahren in der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen. Zur Vorbereitung auf den neuen kardiologischen Schwerpunkt am Haus haben wir die aktuellen europäischen Leitlinien implementiert und unsere Mitarbeiter, zum Beispiel in der Notaufnahme, im Vorfeld geschult“, erklärt Prof. Dr. Stefan Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer am RKK und Chef der Medizinischen Klinik des Hauses. Im Notfall ist binnen kürzester Zeit ein routinierter Herzspezialist vor Ort. Die Räume der kardiologischen Praxis und des Herzkatheterlabors sind über einen speziellen Aufzug mit der Notaufnahme verbunden. Im zurzeit strahlungsärmsten Herzkatheterlabor Norddeutschlands werden minimal-invasive Eingriffe am Herzen vorgenommen. Die Experten können hier beispielsweise Engstellen in den Herzkranzgefäßen radiologisch untersuchen, diese aufdehnen und den Blutfluss mit dem Einsatz eines so genannten Stent verbessern. Ein hochmodernes Echokardiographiegerät stellt das Herz 3-dimensional dar. So werden auch schwierige Eingriffe am Herzen und den Klappen unter optimalen Bedingungen durchgeführt. Zur Überwachung bleibt ein Herzinfarkt-Patient nach der OP ein bis zwei Tage auf der Intensivstation des RKK oder wird in der so genannten IMC-Einheit überwacht. Danach kann er sich noch einige Tage auf einer Normalstation erholen, bevor die Rehabilitationsmaßnahmen beginnen. Beruhigend zu wissen: Kommt der Patient später zur Nachbehandlung und zur regelmäßig notwendigen Kontrolle ambulant in die kardiologische Praxis im Forum K, trifft er dort den Kardiologen wieder, der ihn auch operiert hat.

(*) Herzbericht 2010, www.bruckenberger.de


Das Pressefoto (wie oben) zum Download (JPG 668KB)

Foto: Alasdair Jardine. Zum Abdruck frei bei themengebundener Berichterstattung.
v.l. Prof. Dr. Karl-Christian Koch, Prof. Dr. Stefan Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer des RKK, Prof. Dr. Rüdiger Blindt und Dr. Michael Haake

Rotes Kreuz Krankenhaus lädt ein zum bundesweiten „Gefäßtag“ am 10. November 2012, 11 – 15 Uhr

Im vergangenen Jahr besuchten über 2.000 Interessierte den Gefäßtag am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. Schwerpunktthema in diesem Jahr ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Chefarzt Dr. Paetz und das Team des Bremer Gefäßzentrums informieren ausführlich über die Durchblutungsstörungen der Beingefäße: Gefäßverkalkung, Arteriosklerose, Schaufensterkrankheit.

In vielen Fällen können große Operationen vermieden werden, wenn frühzeitig eine Behandlung der Risikofaktoren eingeleitet wird. Information, Aufklärung und Beratung bilden daher die Grundlage der Veranstaltung. Wer ist gefährdet, wie kann man eine mögliche Engstelle erkennen und beseitigen?

Gefäßchirurgen, Angiologen, Neurologen und weiteres Fachpersonal stehen aber auch für alle anderen gefäßmedizinischen Fragen zur Verfügung – von der Krampfader bis zum Schlaganfall: Warum ist Bluthochdruck gefährlich? Wie werden Verkalkungen diagnostiziert und behandelt? Wie entstehen Venen- und Reisethrombosen? Was mache ich bei geschwollenen Beinen? Welche Methoden gibt es zur Krampfaderbehandlung? Wann und wie werden Gefäßprothesen und Stents eingesetzt?

Einige Live-Untersuchungen bietet das Gefäßteam vor Ort an:

  • Durchblutungsmessung von Beinarterien und -venen*
  • Dynamische Fußdruckmessungen*
  • Blutzucker-Messungen*
  • Blutdruck-Messungen*

(*) Begrenztes Angebot. Kein Anspruch auf eine Untersuchung.

Außerdem finden geführte Beratung, Rundgänge, Informationsstände, „Gefäß-Kino“ mit Filmen über OP-Methoden und Vorträge zu Arterienverkalkung, Durchblutungsstörungen, Schlaganfall, Krampfadern, Schmerzmitteln, Killer-Keimen etc. statt. Besucher können zudem ihr mikrochirurgisches Geschick an künstlichen Blutgefäßen beweisen.

Weitere Informationen für Interessierte gibt es unter www.gefaesszentrum-bremen.de und im Gefäßzentrum unter Tel. 0421 / 55 99 –880

Den Programm-Flyer herunterladen (PDF, 750KB)

Schnupperpreise im neuen Tagungszentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus

Vom kleinen Besprechungsraum über den „Kinosaal“ bis hin zum Tagungsraum für 250 Personen mit überdachter Terrasse und Blick auf den Piepe-See: Das Rotes Kreuz Krankenhaus vermietet sein neues Tagungszentrum noch bis zum Jahresende zu besonders günstigen Konditionen.
Ab 2013 wird der Außenbereich rund um das Ärztehaus Forum K neu angelegt und begrünt sein. Die Schnupperpreise gelten noch bis 31.12.12!

Informationen zur Buchung, Ausstattung, Catering etc. gibt es unter Tel. 55 99 1378 von Michael Winne und Bettina Lührs oder per E-Mail an tagungszentrum@forumk.de.

Welt-Rheuma Tag im Rotes Kreuz Krankenhaus

Das Rotes Kreuz Krankenhaus lädt am Welt-Rheuma-Tag, Freitag, 12. Oktober, von 17.30 bis 19.30 Uhr zum jährlichen Rheuma-Forum in die Klinik ein. Renommierte Fachärzte aus Klinik und Praxis informieren gemeinsam mit der Deutschen Rheuma-Liga über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Rheuma. Auch zahlreiche Selbsthilfegruppen geben wieder fundierte Tipps über den Umgang mit der Krankheit. Um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen, verzichten die Chefärzte auf lange Vorträge und binden das Publikum in eine Podiumsdiskussion mit den Experten ein.

Neben der Frage, wie Rheumapatienten durch ihre Lebensweise Schmerzen positiv beeinflussen können, sind weitere Themen geplant: Neue Möglichkeiten zur Schmerzlinderung bei rheumaorthopädischen Eingriffen und Neuigkeiten bei der Behandlung von chronischen Entzündungen der Wirbelsäule (Morbus Bechterew).

Um 19.30 Uhr bietet das Rheumazentrum eine Tombola und Rundgänge durch das Rheumazentrum mit Tagesklinik, Physiotherapie, Ergotherapie und Ganzkörper-Kältetherapie an.
Veranstaltungsort: Forum K - Tagungszentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus, St.-Pauli-Deich 24, 28199 Bremen

ACHTUNG: Aufgrund der großen Nachfrage ist eine vorherige persönliche Anmeldung zum Rheuma-Forum erforderlich unter Tel. 0421 5599 304

Welten bauen – In Konstruktionen leben

Am Sonntag, 23. September 2012 eröffnet um 11.30 Uhr die Ausstellung „Welten bauen – In Konstruktionen leben“ im Café K des Rotes Kreuz Krankenhaus. Die Arbeiten der in Bremen lebenden Künstler Rainer Weber und Martin Koroscha sind bis zum 20. Januar 2013 täglich von 7.15 bis 19.30 Uhr zu sehen.

Der Mensch kreiert. Er baut Welten. Von ihm konstruierte Werte- und Denksysteme geben ihm Orientierung. Die Künstler Rainer Weber und Martin Koroscha erkunden in vollkommen unterschiedlicher Bildsprache die Beziehungen von Mensch und Welt, von Natur und Konstruktion.

Die Plastiken von Rainer Weber wirken wie mutiert, aber keineswegs willkürlich. Seine einfarbig lackierten Plastiken aus Acrylharz ergeben eine organische Formgestalt, die durch ihre Absonderlichkeit fasziniert. In der Reihe „Krieg der Welten“ treffen diese Acrylharz- Formen auf für den täglichen Gebrauch konstruierte Alltagsgegenstände und berauben sie Ihrer Funktionalität, lassen sie also ganz und gar Form werden. Ebenfalls Alltagsgegenstände oder aus der Kunstgeschichte bekannte Bildhauereien wie die Venus von Milo verfremdet Weber in seiner Serie „Vergrößerungen“ mit unnatürlich scheinenden Mutationen. So stellt er das Spannungsverhältnis des menschlichen Lebens zwischen natürlichem Wachsen und bewusstem Eingreifen dar.

Der Künstler Martin Koroscha bricht mit herkömmlichen Sehgewohnheiten: Seine digital aussehenden Bilder entpuppen sich als handgemachte Acrylmalereien. Auf quadratischen Baumwollwänden entwirft Koroscha klare Landschaften und Architekturen. Das Ungewöhnliche: Die Szenerien sind menschenleer, die Natur wirkt starr. Lediglich ein immer wiederkehrender Baum entzieht sich aufgrund seiner sichtbaren Pinselspur der streng konstruierten Welt. Dynamik jedoch verleihen dem Bild die surreal in Szene gesetzten Architekturen. Sie scheinen teilweise auf den Betrachter zuzuschweben. Auch hier wiederholt sich also der Bruch mit den herkömmlichen Sehgewohnheiten: Nicht die Natur verleiht dem Bild seine Lebendigkeit, sondern die architektonischen Konstrukte.

Kunstförderung im Rotes Kreuz Krankenhaus

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) zeigt und fördert seit 1996 Kunst auf hohem Niveau. Die Präsentation im öffentlich zugänglichen Café K bringt die professionelle Kunst nicht nur den Patienten und Mitarbeitern, sondern auch den Besuchern und Gästen aus der Nachbarschaft näher. Das Krankenhaus leistet durch den Ankauf einzelner Kunstwerke einen Beitrag zur Förderung der regionalen Kunstlandschaft und baut gleichzeitig eine in dieser Art einmalige Sammlung auf.

Welten bauen – In Konstruktionen leben. Plastiken von Rainer Weber und Malereien von Martin Koroscha
23. September 2012 bis 20. Januar 2013 im Café K, Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, St.-Pauli-Deich 24, 28199 Bremen

Um E-Mail-Anmeldung zur Ausstellungseröffnung wird bis zum 14.09.2012 per an gerken.i@roteskreuzkrankenhaus.de.

Materialien zum Herunterladen

Die Bilder sind zum Abdruck bei themengebundener Berichterstattung und zur redaktionellen Ankündigung freigegeben.

Großes Eröffnungsfest des Forum K – Ärztehaus und Tagungszentrum am RKK

Im Rahmen der umfangreichen Neu- und Umbauarbeiten am RKK ist das 5.000 qm große „Forum K“ entstanden. Darin befinden sich das Ärztehaus, die neue Zentrale Notaufnahme, die Terminambulanz und das ambulante OP-Zentrum des RKK. Viele Arztpraxen arbeiten bereits im Forum K: Neurologen, Onkologen, Orthopäden, Pulmologen, Urologen, Rheumatologen und das MVZ Gefäßmedizin. Im Herbst zieht die Kardiologische Praxis ein. Das neue, große Tagungszentrum bietet Kapazitäten bis zu 250 Personen, hat eine überdachte Terrasse neben dem Piepe-See und direkten Zugang zur ebenfalls neuen Tiefgarage.

Am Samstag, 8. September feiert das Forum K ein großes, öffentliches Eröffnungsfest von 11 bis 16 Uhr und lädt dazu herzlich ein.

Um 11.30, 12.30 und 13.30 Uhr finden geführte Rundgänge statt. Tagungszentrum und Außenbereich werden von 11 bis 16 Uhr zur Spiele-Manege für die ganze Familie – mit Kinderschminken, Zauberer und Geschicklichkeitsspielen. Auch DRK-Rettungswagen und Motorrad möchten besichtigt werden. Sportliche Herausforderungen warten auf Groß und Klein: von Segway-Fahrten (ab 15J.) um- und ferngesteuerten Booten auf der Piepe über den Speed-Check Radar für Elfmeterschüsse bis zum Golf-Putting Green.

Musik und leckeres Essen dürfen natürlich nicht fehlen!

Der Einladungs-Flyer zum Download (PDF 310KB)

Schmerzmedizinische Fortbildung: Analgetika und Co.

Eine interdisziplinäre Betrachtung der Analgetika und Co-Analgetika in der praktischen Schmerztherapie
am 14. Juli 2012 von 9.00 bis 14.00 Uhr

Die steigende Lebenserwartung führt dazu, dass immer mehr Patienten mit teilweise hochkomplexen Vorerkrankungen und Schmerzproblemen eine differenzierte Schmerzbehandlung benötigen. Gerade in dieser Patientengruppe ist eine effektive Schmerztherapie hinsichtlich Wirkung, Nebenwirkungen und Patientensicherheit eine große Herausforderung für die tägliche Praxis. Studien, Leitlinien aber auch Markteinführung angeblich neuer Medikamente helfen nicht immer weiter, da die Studienergebnisse meist an jungen und gesunden Untersuchungskollektiven erhoben wurden. Vereinzelte Analgetika werden zudem hinsichtlich ihres Nebenwirkungsprofils fachlich immer wieder sehr kontrovers diskutiert.

Mit ihrem Symposium Analgetika und Co. will die Klinik für Schmerzmedizin - Schmerzzentrum am Rotes Kreuz Krankenhaus die wichtigsten Fakten über therapeutische Wirkung, pharmakologische Eigenschaften, Drugmonitoring und juristische Aspekte der Analgetikaverschreibung klären. Anschließend soll am Beispiel zweier Patienten aus dem Schmerzzentrum ein beispielhaftes Schmerztherapiekonzept für die tägliche Praxis erarbeitet werden. Um die größtmögliche Neutralität in dieser Thematik sicher zu stellen, wurde bewusst auf ein Industriesponsoring verzichtet.

Die Schmerzklinik am RKK dankt der Fortbildungsakademie der Ärztekammer Bremen und allen Referenten, die an dieser Veranstaltung mitwirken.

Der Programm-Flyer Analgetika und Co. zum Herunterladen (PDF, 155KB)

Gaumenfreuden und Hörgenüsse im Café K

Anmeldung bitte bis zum 29. Juni unter 0421 55 99 371 (AB)

Traditionell bieten die Matineen im Café K Anregendes für alle Sinne: Spannende Werke von Künstlern aus der Region, ein reichhaltiges Brunchbüffet und musikalische Leckerbissen. Am 8. Juli 2012 lädt das Rotes Kreuz Krankenhaus zum Abschluss der aktuellen Ausstellung „Raum. Ergreifend“ ab 11:30 Uhr zur musikalischen Matinee mit dem Bremer Sängerquartett Earl Grey. Ausstellungskurator Tom Gefken entdeckte die A- Cappella-Formation im vergangenen November auf den Bremen-Tagen in Salzburg – und lud sie prompt zur Matinee ein.

Die vier ins Graue gereiften Herren geben seit fünf Jahren alles zum Besten, was ihnen zum Singen geeignet scheint. Zu ihrem Repertoire gehören sowohl Schlager der 20er und 30er Jahre als auch Madrigal-Stücke, Volkslieder und internationale Popsongs – viele davon arrangiert im Stil eines Barbershop-Quartetts.

Für das leibliche Wohl sorgt das Küchenteam des Café K mit einem reichhaltigen Brunchbüffet (pro Person: 12,50 Euro). Die ausstellenden Künstler, Dietrich Heller und Helmut Helmes, sind anwesend und führen nach dem Brunch ein letztes Mal persönlich durch die Ausstellung, die an diesem Tag endet.

Musikalisch-kulinarische Matinee mit dem Sängerquartett „Earl Grey“
Sonntag, 8. Juli 2012 um 11:30 Uhr
Im Café K, Rotes Kreuz Krankenhaus

Aufgrund der großen Nachfrage ist eine vorherige Anmeldung erforderlich unter Tel. 0421 – 55 99 371 (AB) oder per E-Mail an gerken.i@roteskreuzkrankenhaus.de.

Die Ausstellung: Raum. Ergreifend

Der uns umgebende Raum ist das zentrale Thema von Helmut Helmes und Dietrich Heller. Gekonnt inszenieren die Künstler in ihren Werken ein spannendes Wechselspiel zwischen Wahrnehmung, Perspektive und Raum – und mittendrin: ein Betrachter, der sich fragt, ob er seinen Augen noch trauen kann.

Die Künstler: Helmut Helmes und Dietrich Heller

Die Bilder von Helmut Helmes beeindrucken durch ihre markanten Strukturen: Dicke Farbschichten, in schwungvollem Gestus breit aufgetragen, dominieren die Werke des in Lohne/Oldenburg geborenen Künstlers. Seine zentralen Motive sind meist Menschen oder Tiere, die den Betrachter direkt anblicken. So schafft er ein Gegenüber für den Betrachter, der auf diese Weise selbst zum Betrachteten wird.

Der Bildhauer Dietrich Heller erforscht mit seinen Skulpturen aus Stein oder Bronze die Wirkung einer dreidimensionalen Form im Raum. Er fordert den Betrachter heraus, unterschiedliche Blickwinkel auf seine Werke richten und die Veränderung der Skulpturen zu beobachten. Mal wirken die Formen einheitlich und harmonisch, mal verzerrt und dissonant. So schafft der Bildhauer unzählige Bilder in einer einzigen Skulptur.

4. Bremer Nephrologie-Symposium

Chronisch Nierenkranke weisen eine deutlich erhöhte Rate von Herzkreislauferkrankungen auf, die wesentlich zur hohen Morbidität und Mortalität in dieser Patientengruppe beiträgt. Diese Assoziation ist nicht rein zufällig, sondern beruht darauf, dass chronische Niereninsuffizienz und viele kardiovaskuläre Erkrankungen auf dieselben Risikofaktoren zurückzuführen sind. Zusätzlich konnten in den letzten Jahren bei chronisch Nierenkranken neue, wesentliche Risikofaktoren identifiziert werden, die nicht den klassischen entsprechen und möglicherweise auch bei Nierengesunden einwirken. Zunehmend wird ersichtlich, dass etablierte, kardiologische Leitlinien für CKD nicht oder nur eingeschränkt gültig sind. Gerade für diese Patientengruppe mangelt es an gut definierten, diagnostischen und therapeutischen Strategien. Zudem ist selbstverständlich, dass chronisch Niereninsuffiziente mit Herz-Kreislauferkrankungen interdisziplinär behandelt werden müssen.

Zum interdisziplinären Dialog möchte die Medizinische Klinik im rotes Kreuz Krankenhaus Hausärzte, Internisten, Kardiologen und Nephrologen sehr herzlich einladen. Sachkundigen Referenten werden versuchen, die beschriebenen Unsicherheiten aufzugreifen, spezielle Handlungsempfehlungen für chronisch Niereninsuffiziente mit Herz-Kreislauferkrankungen zu geben und diese mit den Gästen intensiv zu diskutieren.

Der Programm-Flyer zum Download (PDF 314KB)

Dr. Bernd Wagener nach knapp 25 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

Der Berliner Dialekt ist nie ganz verschwunden, auch wenn seine berufliche Laufbahn ihn einmal quer durch Deutschland führte: Vom Assistenzarzt an der Spree als Facharzt für Innere Medizin in Freudenstadt, Anästhesist in Tübingen bis nach Bremen ins Rotes Kreuz Krankenhaus 1988. Dazwischen lagen Jahre als niedergelassener Internist in einer Landarztpraxis und mehrere Auslandseinsätze für die Deutsche Flugrettungswacht, zum Beispiel in Afrika. Im Rotes Kreuz Krankenhaus leitete der Facharzt für Anästhesiologische Intensivmedizin und Spezielle Schmerztherapie am Ende seiner Karriere die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin.
Am Freitag, 4. Mai, kamen mehr als 100 Kollegen, Wegbegleiter und Freunde in der Klinik zusammen, um den beliebten Mediziner zu verabschieden. Der leidenschaftliche Einsatz für eine humane Medizin blitzte selbst in seiner letzten Ansprache noch durch: „Vertrauen ist mit das Wichtigste“, richtete sich der engagierte Katholik vor allem an die jüngeren Kollegen, „Vertrauen haben und Vertrauen schaffen. Standardisierte Abläufe sind sicher notwendig, aber ich meine, wir müssen jeden einzelnen Patienten in seiner ganzen Persönlichkeit sehen. Ich denke, als Ärzte müssen wir bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und im Notfall auch einmal eigene Entscheidungen zu treffen, jenseits Leit- und Richtlinien“.

Großes Engagement und Fachexpertise, verbunden mit Nähe und Menschlichkeit bescheinigten ihm Geschäftsführung und Kollegen. „Dr. Wagener hat die Anästhesie- und Intensivmedizin am Rotes Kreuz Krankenhaus federführend aufgebaut und stetig weiterentwickelt“, betonte Dr. Stefan Herget- Rosenthal, Ärztlicher Direktor am RKK. „Den guten Ruf des Hauses verdanken wir Kollegen wie Dr. Wagener. Seine Bescheidenheit und Kollegialität machen ihn dabei zu einem echten Netzwerker, dessen Professionalität, Erfahrung und freundliche Art wir sehr vermissen werden.“

Wer profitiert nun von der neu gewonnenen Freiheit des beliebten Mediziners? Zunächst die Familie, seine Frau, ebenfalls Ärztin am RKK, und seine drei erwachsenen Söhne – alle drei ebenfalls im Gesundheitswesen engagiert. Er selber freut sich auf ausgedehnte Wohnmobiltouren, gute Jazzkonzerte und Ruderpartien. Viel Zeit bleibt ihm aber eigentlich nicht: Seit Sommer 2011 unterrichtet Wagener Anästhesiefachkräfte an einer Schule in Delmenhorst. Und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) bleibt er weiterhin ehrenamtlich als Landesarzt und Kreisbereitschaftsarzt treu.

Foto: Ingo Wagner

Gefäßzentrum Bremen am RKK erneut zertifiziert

Das Gefäßzentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus hat sich zum dritten Mal von führenden ärztlichen Fachgesellschaften prüfen lassen, der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) und der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG). Beide Fachgesellschaften haben entschieden, dass das Rotes Kreuz Krankenhaus weiterhin alle Anforderungen für ein Hochleistungszentrum im Fachgebiet Gefäßmedizin erfüllt. Damit bleibt das RKK das führende Kompetenzzentrum für Gefäßerkrankungen im Zentrum Bremens.

Die wichtigsten Anforderungen an ein zertifiziertes Gefäßzentrum sind:

  • Gewährleistung einer 24-Stunden-Versorgung durch voll weitergebildete Fachärzte
  • Expertise durch hohe Fallzahlen
  • funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Teilnahme an qualitätssichernden Maßnahmen
  • strukturierte Ausbildung für junge Ärzte bzw. anerkannte Weiterbildungsbefugnis durch die zuständige Ärztekammer

Die Zertifizierung für Gefäßzentren gilt immer nur für drei Jahre, weil die aktuelle Leistungsfähigkeit beurteilt wird.

Hintergrundinformation Gefäßzentrum Bremen am RKK

Im Gefäßzentrum wird Kooperation groß geschrieben. Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen beraten gemeinsam über die beste Behandlungsmethode für jeden individuellen Patienten. Damit erhält jeder Patient das für ihn optimale Behandlungskonzept. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kürzere Wege, weniger Arztwechsel, Vermeidung von Doppeluntersuchungen, alle modernen Therapiemöglichkeiten auf höchstem Niveau und unter einem Dach. Das RKK-Gefäßzentrum gilt als besonders spezialisiert in der Behandlung von

  • Verengungen an der Halsschlagader durch Stent und Operation
  • Erweiterungen der Hauptschlagader
  • Durchblutungsstörungen der Beine (z.B. Ballonaufdehnung oder Operation)
  • Krampfadern mit modernsten Methoden wie Kryo-Stripping oder Radiofrequenz
  • Nierenerkrankungen, wenn die operative Schaffung eines Dialyseshunts erforderlich ist.

AOK und Rotes Kreuz Krankenhaus wollen Patienten ambulant „keimfrei“ machen

Antibiotikaresistente Krankenhauskeime verursachen seit Jahren bundesweit schwere Erkrankungen oder gar Todesfälle bei Krankenhauspatienten, die zum Beispiel über ein schwaches Immunsystem verfügen. Bei den sogenannten MRSA-Bakterien (Methicillin resistente Staphylococcus aureus) können die Patienten selbst, aber auch Bettnachbarn im Zimmer die Überträger sein. Die AOK Bremen/Bremerhaven und das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) starten deshalb jetzt in Kooperation mit der B. Braun Melsungen AG ein Pilotprojekt zur Sanierung von Patienten, die Träger von MRSA-Keimen sind und die ein künstliches Gelenk oder eine Gefäßprothese eingesetzt bekommen sollen. Diese Keim-Sanierung erfolgt ambulant - bevor die Patienten zu der geplanten Operation in das Rotes Kreuz Krankenhaus kommen.

„MRSA-Keime kommen natürlicherweise auf der Haut und im Nasen- Mund-Rachen-Raum vor und sind bei Gesunden völlig ungefährlich“, betonte Privatdozent Dr. Stefan Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer des RKK, heute auf einer Pressekonferenz in Bremen. „Zur Gefahr werden sie erst, wenn sie zum Beispiel im Krankenhaus immungeschwächte Menschen befallen und in Wunden gelangen - dann können sie schwere Komplikationen hervorrufen. Im schlimmsten Fall muss die Prothese wieder herausoperiert werden.“ Dr. Walter Klingelhöfer, Kaufmännischer Geschäftsführer des RKK, sagte, dass alle Krankenhäuser im Land Bremen, auch das RKK, schon seit einigen Jahren gezielt Risikopatienten auf MRSA-Keime untersuchen, um die Gefahr der Übertragung auf andere Patienten zu verringern. „Das Pilotprojekt mit der AOK ist ein weiterer Schritt, diese Hygienemaßnahmen auszubauen.“

Nach Angaben von Norbert Kaufhold, Vorstandsvorsitzender der AOK Bremen/Bremerhaven, will die Krankenkasse gemeinsam mit dem RKK mit dem zunächst auf ein Jahr befristeten Projekt wichtige Erkenntnisse sammeln, ob sich MRSA-Infektions- und Komplikationsraten auf diese Weise senken lassen. „Wir wollen die Möglichkeiten nutzen, unsere Versicherten vor unnötigen Risiken zu schützen“, so Kaufhold. Dr. Martin Götz, Referatsleiter für medizinische Fragen bei der Bremer Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit, begrüßte die Initiative: „Die Aktion der AOK istvorbildlich und ein wichtiger weiterer Baustein für den Ausbau des Bremer MRSA-Netzwerks an der Schnittstelle zwischen stationärer und vertragsärztlicher Versorgung.“

Das in dem Pilotprojekt geplante MRSA-Screening wie auch die ambulante MRSA-Sanierung für diese Patientengruppe sind freiwillig. Wird ein MRSA-Keim im Rotes Kreuz Krankenhaus zum Beispiel beim Abstrich aus Nase, Rachen und Leiste nachgewiesen, bekommen die Patienten ein für sie kostenloses Paket mit Desinfektionsmitteln, Einmal-Zahnbürsten und Einmalkämmen der B. Braun Melsungen AG mit nach Hause. Sie werden zuvor ausführlich darüber aufgeklärt, wie sie diese Mittel anwenden sollen.

Wichtiger Bestandteil des sogenannten Eradikationszyklus ́ (Sanierung von MRSA-Keimen) innerhalb von fünf bis sieben Tagen ist eine antibakterielle Nasensalbe, die dreimal täglich angewendet wird. Zwei- bis dreimal täglich muss eine antiseptische Lösung zur Mund- und Rachenspülung benutzt werden, außerdem sollen sich die Patienten täglich mit antiseptischer Seife waschen. Die MRSA-Träger müssen in dieser Frist jeden Tag Textilien und Gegenstände wechseln, die mit der Haut oder Schleimhaut Kontakt haben - also etwa die Bettwäsche, Handtücher, Waschlappen, Zahnbürsten sowie Kämme oder Bürsten.

Hintergrund:

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus = MRSA sind Bakterien, die als Besonderheit einen Abwehrmechanismus gegen bestimmte Antibiotika wie Methicillin und Oxacillin entwickelt haben. Gewöhnliche Staphylococcus-aureus-Bakterien sind natürlicher Bestandteil der Hautflora, viele gesunde Menschen tragen sie, ohne es zu wissen und ohne Nachteile für ihre Gesundheit. Sie siedeln gerne auf der Hautoberfläche und Schleimhaut (Nase-Rachen-Raum, Leiste). Dringt ein Erreger zum Beispiel durch eine Wunde in die Haut ein und kommt es zu einer Infektion, lässt sich diese in der Regel gut behandeln. Das kann bei MRSA-Keimen anders sein – die Erreger sind schwieriger zu behandeln, weil sie nicht nur gegen Methicillin, sondern auch gegen viele andere Antibiotika unempfindlich sind. MRSA-Bakterien führen bei Gesunden nicht häufiger zu Infektionen, diese sind aber deutlich schwerer zu behandeln.

Das Pilotprojekt von AOK Bremen/Bremerhaven und Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK) konzentriert sich auf Patienten, denen künstliches Material wie zum Beispiel ein Gelenkersatz implantiert wird. Allgemein beziehen sich die Kontroll- und Sanierungsmaßnahmen gegen MRSA auf solche Patienten, die bestimmte Risikofaktoren für den Keim haben. Das MRSA-Netzwerk Bremen hat folgende Risikogruppen definiert:

  • Patienten, bei denen schon einmal ein MRSA-Keim nachgewiesen wurde,
  • Patienten aus Regionen/Einrichtungen mit bekannt hoher MRSA-Trägerschaft,
  • Patienten, die in den zurückliegenden 12 Monaten mehr als drei Tage in einer Klinik gelegen haben,
  • Patienten, die während eines stationären Aufenthaltes Kontakt zu MRSA-Trägern hatten, etwa als Zimmernachbarn,
  • Patienten, die beruflichen Kontakt zu Tieren in der landwirtschaftlichen Tiermast haben,
  • Patienten, die zwei oder mehr weitere Risikofaktoren aufweisen: chronische Pflegebedürftigkeit, liegende Katheter, Dialysepflichtigkeit sowie chronische Wunden, Hautwunden, Weichteilinfektionen oder Brandverletzungen.

Weitere Informationen:

Fördert Firmenfitness nachweisbar die Gesundheit der Mitarbeiter?

Es ist seit Jahren unstrittig, dass regelmäßige körperliche Aktivität sich auf den Menschen positiv auswirkt und gesundheitsfördernd ist. Animiert aber ein Sportangebot des Arbeitgebers die Mitarbeiter, mehr Sport zu treiben? Und führt dies dann auch zu einer nachweisbar verbesserten Gesundheit und Fitness der Mitarbeiter? Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) will es wissen – und startet eine wissenschaftliche Studie. 170 der 660 Mitarbeiter des Hauses trainieren seit dem ersten Januar 2012 im Rahmen des betrieblichen Fitnessprogramms von Hansefit / i2c idea|2|consulting. Die Klinikleitung fördert dies finanziell.
„Wir arbeiten in einem Haus, in dem sich alles um das höchste Gut des Menschen dreht: die Gesundheit“, sagt Privatdozent Dr. Stefan Herget-Rosenthal, Ärztlicher Geschäftsführer am RKK. „Gleichzeitig führt viele von uns der eigene Beruf oft an die Grenzen der Belastbarkeit. Schichtdienste, höchste Konzentration und Alarmbereitschaft, körperlich schwere Arbeit in der Pflege, psychische Belastung – es ist für unsere Mitarbeiter sehr wichtig, den individuellen, persönlichen Ausgleich zur Arbeit zu finden und eine gute Work-Life-Balance herzustellen.“ Was die Klinikleitung am Firmenfitnessangebot von Hansefit überzeugt hat, war das flächendeckendes Netz an Fitness- und Sportmöglichkeiten in und um Bremen. Auch Sportarten wie Schwimmen, Badminton, Squash oder Golf und Wellness-Angebote, wie Sauna und Entspannungskurse können genutzt werden.

Für die wissenschaftliche Studie am RKK stellten sich 47 Mitarbeiter zur Verfügung, die sich aufgrund des Angebotes vorgenommen haben im kommenden Jahr mehr Sport zu treiben. Sie haben dabei die einmalige Chance, ihren persönlichen Fitness- und Gesundheitszustand und dessen mögliche Verbesserung in einem Jahr ganz individuell zu ermitteln. „Uns interessieren die Auswirkungen auf Blutdruck, Ruhepuls, Gewicht, Blutfette, Begleitmedikation und Fitness“, erklärt Dr. Martin Langenbeck, Initiator der Studie und tätig als Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik am RKK. Die Ergebnisse der Befragungen und der Laboruntersuchungen werden anonymisiert und können nur von der Studienleitung zugeordnet werden.

Zu Beginn der Studie im Januar 2012 wurde ein kurzer Fragebogen an die Teilnehmer verteilt, in dem einige Fragen zu Alter, Größe, Gewicht, Beruf, körperlicher Aktivität in Beruf und Freizeit, Medikamenteneinnahme etc. beantwortet werden mussten. Anschließend nahmen die Ärzte Blut ab, um die Blutfette, Blutzucker und hsCRP (Entzündungsparameter) zu bestimmen. Abschließend führten die Teilnehmer einen kurzen wissenschaftlich evaluierten Fitnesstest durch. Jeweils nach drei Monaten füllen die Probanden erneut einen Bogen mit drei bis vier Fragen zu Ihren sportlichen Aktivitäten aus. Nach 12 Monaten werden die Befragung, die Laboruntersuchung und der Fitnesstest vom Anfang wiederholt. Die Studie ist danach abgeschlossen. Jeder Teilnehmer erhält seine individuelle Auswertung der Ergebnisse.

„Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis. Das Engagement ist ohnehin für beide Seiten ein großer Gewinn“, betont Dr. Herget-Rosenthal. „Trotzdem wäre es schön, so etwas auch einmal schwarz auf weiß zu sehen und damit noch mehr Lust auf Bewegung zu machen.“ In einer möglichen wissenschaftlichen Veröffentlichung sollen die Daten von allen Teilnehmern später gemittelt und anonymisiert dargestellt werden.

Patienten-Informationsveranstaltung der Bremer Schmerzgesellschaft

Schmerzen sind wichtige Warnsignale des Körpers: Sie zeigen an, dass etwas nicht in Ordnung ist. Akuter Schmerz wird chronisch, wenn man ihn nicht ausreichend behandelt und er länger anhält. Chronische Schmerzen können sich verselbständigen und ein so genanntes „Schmerzgedächtnis“ bilden - und sind damit eine eigene Erkrankung geworden.

Am Mittwoch, 22. Februar, findet um 15 Uhr eine Patienten-Informationsveranstaltung der Bremer Schmerzgesellschaft im Tagungszentrum des Rotes Kreuz Krankenhaus statt. Es referieren Dr. Joachim Ulma, Vorsitzender der Bremer Schmerzgesellschaft und Leiter des Bremer Schmerzzentrums am RKK sowie Dr. Michael Fakharani, niedergelassener Schmerztherapeut, über Rückenschmerzen und die Chronifizierung von Schmerzen.

Vorgestellt wird an diesem Tag auch die neue Telefonhotline der Bremer Schmerzgesellschaft.

Jeden Mittwoch von 14 bis 17 Uhr stehen erfahrene Mitglieder des Vereins telefonisch für Fragen schmerzkranker Bremerinnen und Bremer zur Verfügung. Sie können sich beraten lassen, wie und wo Sie weitere Informationen über ihre Schmerzkrankheit und deren Behandlungsmöglichkeiten erhalten. Es wird auch versucht, bei sozialen und psychischen Problemen Hilfestellung zu geben. Hintergrund: Viele Schmerzkranke stehen am Rande einer privaten und beruflichen Katastrophe: Arbeitsausfälle bis zur Berufsunfähigkeit, Unverständnis oder hohe Belastungen in der Familie führen zu Resignation und Depressionen. Schmerzpatienten fühlen sich häufig nicht ernst genommen und bei der Lösung ihrer Probleme allein gelassen. Bis sie in schmerztherapeutische Behandlung kommen, haben viele eine jahrelange Odyssee hinter sich. Aufgabe der Schmerzgesellschaft ist es, schmerzkranken Menschen und ihren Angehörigen rund um das Thema Schmerzerkrankung zu helfen und sie zu unterstützen. Hier engagieren sich ehrenamtlich zahlreiche Patienten und Betroffene, Ärzte und Therapeuten.

Die telefonische Beratung der Bremer Schmerzgesellschaft ist ab 29. Februar 2012 unter der Telefonnummer 0152- 04570575 jeden Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen: www.bremer-schmerzgesellschaft.de

Raum. Ergreifend im Café K

Unter dem Titel „Raum. Ergreifend“ zeigt das Rotes Kreuz Krankenhaus Bilder und Skulpturen der Künstler Helmut Helmes und Dietrich Heller ab Sonntag, 11. März 2012. Die Vernissage beginnt um 11:30 Uhr im Café K. Zur Eröffnung spricht der Kulturjournalist Dr. Rainer Beßling. Es wird um Anmeldung bis zum 2. März gebeten.

Der uns umgebende Raum ist das zentrale Thema von Helmut Helmes und Dietrich Heller. Gekonnt inszenieren die Künstler in ihren Werken ein spannendes Wechselspiel zwischen Wahrnehmung, Perspektive und Raum – und mittendrin: ein Betrachter, der sich fragt, ob er seinen Augen noch trauen kann.

Die Bilder von Helmut Helmes beeindrucken durch ihre markanten Strukturen: Dicke Farbschichten, in schwungvollem Gestus breit aufgetragen, dominieren die Werke des in Lohne/Oldenburg geborenen Künstlers. Diese expressive Oberflächengestaltung kontrastiert mit einer eher leisen Farbpalette, die zu einer Nebeneinanderstellung von Hellem und Dunklem tendiert und den Gemälden ihre Spannkraft verleiht. So schafft er ein Gegengewicht zu der in den Raum drängenden Plastizität und stabilisiert seine Motive im Bild, hält sie im „Bildraum“ fest. Seine zentralen Motive sind meist Menschen oder Tiere, die den Betrachter direkt anblicken. So schafft er ein Gegenüber für den Betrachter, der auf diese Weise selbst zum Betrachteten wird. Über die voluminöse Malweise hinaus erzeugt Helmes damit eine weitere Verbindungsebene in den Raum hinein, und die psychologische assoziative Kraft von Malerei zeigt ihren Wirkungsspielraum.

Der Bildhauer Dietrich Heller erforscht mit seinen Skulpturen aus Stein oder Bronze die Wirkung einer dreidimensionalen Form im Raum. Sein zentrales künstlerisches Untersuchungsfeld ist: „Wie gelingt es mir mit einem dreidimensionalen Ding eine maximale Wirkung beim Betrachter zu erzielen? Körperlich – Gefühlt und Visuell!“
Dabei befasst sich Heller mit unterschiedlichen Blickwinkeln und fordert den Betrachter heraus, indem er Skulpturen schafft, die aus einer bestimmten Perspektive gesehen eine überraschende Einheitlichkeit der Figur zeigen. Auch entfalten die Skulpturen aus diesem Betrachtungswinkel ihre größte Wucht. Von allen anderen Standpunkten aus gesehen, ergeben sich Verzerrungen. Dieses Phänomen ermöglicht es dem Bildhauer, in einer einzigen Skulptur unzählige Bilder zu erschaffen.

Es wird um Anmeldung bis zum 2. März gebeten per E-Mail an gerken.i@roteskreuzkrankenhaus.de.

Kunstförderung im Rotes Kreuz Krankenhaus

Das Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen zeigt und fördert seit 1996 Kunst auf hohem Niveau. Die Präsentation im öffentlich zugänglichen Café K bringt die professionelle Kunst nicht nur den Patienten und Mitarbeitern, sondern auch den Besuchern und Gästen aus der Nachbarschaft näher. Das Krankenhaus leistet durch den Ankauf einzelner Kunstwerke einen Beitrag zur Förderung der regionalen Kunstlandschaft und baut gleichzeitig eine in dieser Art einmalige Sammlung auf.

Materialien zum Herunterladen

Die Bilder sind zum Abdruck bei themengebundener Berichterstattung und zur redaktionellen Ankündigung freigegeben. Die Bildrechte liegen bei den jeweiligen Künstlern.

Ein Meilenstein für Adrian

Der 20. Januar 2012 wird wieder ein wichtiger Tag im Leben von Adrian Marius Pirvu. Der 14jährige Junge aus Giurgiu im Süden Rumäniens hat bereits einige Reisen nach Bremen hinter sich gebracht; jedes Mal ging es ihm bei der Rückkehr in die Heimat etwas besser. Adrian leidet seit seinem neunten Lebensjahr an schwerstem Rheuma. Die notwendige Behandlung ist in Rumänien nicht möglich. Nachdem die Gelenkentzündungen 2010 in der Prof. Hess-Kinderklinik gelindert werden konnten, steht nun eine Operation des rechten Kniegelenks an. Dr. Ingo Arnold, Chefarzt der Klinik für orthopädische Rheumatologie am Rotes Kreuz Krankenhaus, operiert den Jungen kostenlos. „Adrian hat durch die lange Zeit ohne Behandlung nicht nur große Schmerzen, sondern auch Fehlstellungen entwickelt, die alleine mit Medikamenten und physikalischer Therapie nicht in den Griff zu bekommen sind“, erklärt Arnold. „Durch die Operation der Weichteile im Kniegelenk und die Verlängerung der Sehnen möchte ich die Beweglichkeit des rechten Beins verbessern – es wäre mein größter Dank, wenn Adrian nicht mehr humpeln müsste“.

Dass Adrian Hilfe in Bremen bekommt, hat er Ana König aus Wernigerode zu verdanken. Die gebürtige Rumänin traf den schmächtigen Jungen bei einem Heimatbesuch. Der Anblick des Kindes – voller Schmerzen, deformiert und im Rollstuhl sitzend, ließ ihr keine Ruhe. Ana und Steffen König, selbst Eltern zweier kleiner Kinder, holten Adrian zur ärztlichen Untersuchung bei Kinderarzt Dr. Jürgen Beese nach Wernigerode. Ihm war schnell klar: Eine so schwere rheumatische Erkrankung bedarf Expertenwissen – und Geld. Während Adrian in der Prof. Hess-Kinderklinik in Bremen dank Infusionstherapien mit entzündungshemmenden Medikamenten nach fünf Jahren den Rollstuhl erstmals wieder verlassen konnte, setzte das Musiker-Ehepaar König in Wernigerode weiter alle Hebel in Bewegung, um Spendengelder für ihr „drittes Kind“ zu sammeln. Das Philharmonische Orchester spendete Eintrittsgelder, weitere Firmen und Vereine folgten - ein Konto wurde eingerichtet. Königs organisieren auch diesmal wieder Flüge für Adrian und seine Mutter, die Behandlung, den Aufenthalt etc. und ermöglichten damit die weitere Behandlung des kleinen Rumänen. „Adrian hat kaum noch Schmerzen. Er lacht viel, geht zum Gymnasium – er lebt endlich wieder auf“, beschreibt Ana König die Veränderungen des Kindes rund um die medizinische Behandlung in Bremen. Adrian selbst setzt große Hoffnungen in die Knie-OP, denn er möchte sein Leben ohne Krücken leben.

Die medizinisch notwendige Behandlung wird auch nach der Operation im Rotes Kreuz Krankenhaus für Adrian nicht abgeschlossen sein, weitere Aufenthalte in Bremen sind notwendig. Für Spenden steht folgendes Konto zur Verfügung:

Spendenkonto:
Adrian Marius Pirvu
Bremer Landesbank, Verwendungszweck: 37 47 80
Kontonummer: 10 70 33 00 02, Bankleitzahl: 290 500 00

Foto zum Abdruck frei (Fotograf Michel Ihle): Carmelia und Adrian-Marius Pirvu bei der Untersuchung des Knies von Dr. Ingo Arnold, Chefarzt der Klinik für Orthopädische Rheumatologie.

Materialien zum Herunterladen

Gründung neuer Selbsthilfegruppe zur Krankheit Lungenhochdruck

Blaue Lippen, Luftnot, Müdigkeit, Kurzatmigkeit: Oft werden die ersten Anzeichen der Krankheit Lungenhochdruck ignoriert und auch von Ärzten übersehen. “Mangelnder Trainingszustand” ist häufig die falsche Diagnose - mit dramatischen Folgen für die Patienten. Die Pulmonale Hypertonie (PH) ist eine seltene, schwerwiegende Erkrankung, die unbehandelt oft tödlich endet. Die Blutgefäße der Lunge sind verengt, deshalb steigt der Blutdruck in den Lungengefäßen zwischen rechter und linker Herzkammer. Das führt zu einer Durchblutungsstörung der Lunge, zu einer schlechteren Sauerstoffaufnahme und Überlastung der rechten Herzkammer. Herzversagen kann die Folge sein.

Die neue Selbsthilfegruppe Pulmonale Hypertonie wird am Mittwoch, 8. Februar um 15 Uhr im Forum K, Tagungszentrum Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) gegründet. Alle betroffenen Patienten in Bremen und Niedersachsen sind herzlich hierzu eingeladen! Der Initiatorin Marlies Schönrock stehen aus dem RKK Dr. Martin Langenbeck, Leitenden Oberarzt der Medizinischen Klinik und Prof. Blindt, Kardio Bremen, zur Seite. Beide Experten halten Kurzvorträge zum Krankheitsbild und Behandlungsmöglichkeiten. Bei regelmäßigen Patiententreffen im RKK wollen die Betroffenen ihre Erfahrungen austauschen, mit anderen über die Krankheit und ihre Folgen sprechen und sich über Neuigkeiten informieren. Die neue Selbsthilfegruppe schließt sich als Landesverband Niedersachsen- Bremen dem Bundesverband Pulmonale Hypertonie e.V. an.

In Bremen hat sich das Rotes Kreuz Krankenhaus in Kooperation mit der Kardiologischen Praxis „Kardio Bremen“ auf die Therapie von Lungenhochdruck spezialisiert und 2010 das Netzwerk Pulmionale Hypertonie gegründet, um die Versorgung von Lungenhochdruck- Patienten in Bremen und dem Umland zu verbessern.

Gründungstreffen Selbsthilfegruppe „PH Landesverband Niedersachsen-Bremen“
Mittwoch, 8. Februar 15 Uhr
Forum K – Tagungszentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen
St. Pauli-Deich 24, 28199 Bremen

Weitere Informationen:
Selbsthilfegruppe PH Landesverband Niedersachsen-Bremen
Ansprechpartnerin: Marlies Schönrock
Tel. 0421 / 37 14 38
E-Mail: niedersachsen-bremen@phev.de

Weiterführende Links: www.phev.de, www.ph-bremen.de, www.kardio-bremen.de

Jazzige Matinee mit Brunchbüfett im Rotes Kreuz Krankenhaus

Jazzige Töne und Leckerbissen vom Brunchbüfett erwarten die Besucher der musikalischen Matinee am 22. Januar ab 11.30 Uhr im Café K des Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK). Das Duo „Two Jazz“ begleitet die Gäste musikalisch beim gemütlichen Brunch am kalt-warmen Büfett (10 Euro p. Person) und beim Rundgang durch die aktuelle Ausstellung. Die Matinee findet im Rahmen der aktuellen Kunstausstellung „Distanz halten“ statt, die Bilder von Eugenia Gortchakova und Skulpturen von Amir Omerovic zeigen. Beide Künstler sind anwesend und führen im Anschluss durch die Schau.

Two Jazz – ein musikalisches Duo, das mit großer Lust Stücke für die pure Kombination von Gitarre und Gesang neu arrangiert. Mal umwälzend-mutig, mal sorgsam-sanft spielen sie mit dem Original und schaffen so ein unerwartetes Musik-Erlebnis. Die kraftvolle Stimme von Sängerin Peggy Janauschek kombiniert mit dem leidenschaftlichen Gitarrenspiel von Udo Janoske haucht Jazz- und Bluesstücken, Rockballaden und Popsongs neues Leben ein. Die beiden wissen genau, was ihnen liegt: Musik, die entrückt und verzückt. Musik, die rundum wohl tut!

Aufgrund der hohen Nachfrage wird um telefonische Anmeldung bis zum 10. Januar unter 0421 55 99 371 (Anrufbeantworter) gebeten

Die Musiker:

Peggy Janauschek begann ihre Bühnenkarriere mit 18 Jahren. Es folgten mehrere Jahre als Frontsängerin verschiedener Bands mit zahlreichen Konzert- und Festivalauftritten. Seit 1996 ist sie als Sängerin verschiedener Ensembles erfolgreich mit Auftritten unter anderem für Radio Bremen, IBM Hamburg, Werder Bremen, Mercedes Benz. Sie arbeitet zudem als Musikpädagogin sowie Therapeutin und leitet mehrere Chöre.

Udo Janoske absolvierte das Studium der Gitarre an der Folkwanghochschule in Essen und der Hochschule für Künste in Bremen mit Auszeichnung. Nach mehreren nationalen und internationalen Preisen (u.a. Internationaler Gitarrenwettbewerb Ulricehamn, Schweden; Concours International De Guitar, Paris; Folkwangwettbewerb, Essen) folgten Auftritte in ganz Europa sowie Radio- und CD-Veröffentlichungen. Er ist nicht nur leidenschaftlicher Musiker, sondern auch Musikpädagoge.

St. Pauli-Deich 24 • 28199 Bremen • Tel. 0421 / 55 99-0